IBA Konferenz LeerGut

IBA Konferenz
30. Juni + 01. Juli

IBA Konferenz LeerGut

Veranstalter

IBA Thüringen und 
Wüstenrot Stiftung

Ansprechpartner

Katja Fischer
Projektleiterin
Telefon +49 3643 5831-68
katja.fischer@iba-thueringen.de

IBA Konferenz LeerGut
30. Juni + 01. Juli 2016

Am 30. Juni und 1. Juli 2016 fand im Eiermannbau Apolda zum Thema LeerGut die IBA Jahreskonferenz in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung statt. LeerGut ist einer der fünf Arbeitsschwerpunkte der Internationalen Bauausstellung Thüringen, der die Opulenz an leerstehenden Gebäuden im Flächenland Thüringen zum Anlass nimmt, um in IBA Modellprojekten das zukünftige Potential dieser Standorte auszuloten.

Mit der IBA Konferenz konnten wir gemeinsam und nach vielen Jahren des Ungenutztseins und Leerstehens den sogenannten Eiermannbau in der Apoldaer Auenstraße, zumindest für einen kurzen Moment, wieder öffnen. Über 220 Besucher kamen auf unsere Einladung zur Veranstaltung nach Apolda, bei der über 20 Redner aktuelle Thesen und gute, internationale Praxisbeispiele zum Umgang mit leerstehender Substanz und brachgefallenen Standorten präsentierten. Mut und Durchhaltevermögen als wesentliche Voraussetzung, zivilgesellschaftliches Engagement und Zieloffenheit, aber auch neue Betreiberkonstellationen und alternative Baustandards wurden diskutiert. Aber auch Vorschläge zur Weiterverwendung von Baumaterial, wenn langfristig keine Nachfrage mehr zu erwarten ist.

Der Umgang mit dem Bestand ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Anstelle stetig neu zu wachsen und immer neue Flächen und Materialien zu verbrauchen, vertritt die IBA Konferenz LeerGut eine Position, in der das Weiter- und Wiederverwenden, das Umnutzen und Umbauen von Standorten und Gebäuden Vorrang vor dem Neubau erhält. Im Rahmen der IBA Thüringen sollen Prototypen gesucht und aktiv entwickelt werden, die eine Aktivierung und Umgestaltung von Leerständen als Erfolgsmodell zeigen. Der Eiermannbau in Apolda ist ein solches LeerGut, für das bisher keine neue Nutzung gefunden wurde. Erforderlich ist mehr Raum zum Experimentieren, für Innovation und für Kreativität, um daraus neue Chancen und Optionen für dieses besondere Beispiel guter Baukultur zu erhalten. Aber die Mobilisierung von LeerGut braucht nicht nur gute Ideen, sondern vor allem auch neue Instrumente. Oft genug wäre der Bestand in funktionaler Hinsicht leicht umnutzbar, würden sich Nutzer der Mühe unterziehen, ihre Ansprüche mit dem Angebot an Gebautem abzugleichen, bevor man vorschnell und aus praktischen Gründen an das Neubauen geht. Praktisch stehen dem jedoch viele Hindernisse im Weg. Daher muss die Arbeit im Bestand erleichtert werden. Denn LeerGut lässt sich selten nach einfachen Regeln erschließen, LeerGut fordert Nutzer und Techniker, Behörden und Finanziers heraus. Ein lohnendes Feld für den Innovationsanspruch einer IBA!

Die zweitägige IBA Konferenz LeerGut war selbst ein erster Schritt für eine Wiedernutzung des leerstehenden Eiermanngebäudes. Eine Art öffentlicher und gemeinsamer Selbstversuch, der im Ergebnis sehr erfolgreich war und eine zeitnahe Innutzungsnahme des Eiermannbaus in Aussicht stellt.

Wir danken unserem Konferenzpartner - der Wüstenrot Stiftung - für die Veranstaltungskooperation, der Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten (GESA) - als Eigentümer des Gebäudes - für ihre unkomplizierte Unterstützung, allen Rednern und Gästen für ihre Beiträge, Nachfragen und das insgesamt große Interesse an der Veranstaltung und dem Eiermannbau.

Mit der Konferenzdokumentation liegen alle zwölf Impulsvorträge, die Podiumsdiskussion sowie ergänzende Beiträge zum Thema Leerstand in Thüringen und dem Eiermannbau Apolda für Interessierte vor. Alle Vorträge wurden gefilmt und können hier abgerufen werden.

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Großes Interesse am Thema und Ort. Über 220 Interessierte nahmen an der IBA Konferenz LeerGut im Eiermannbau Apolda teil. Foto: Thomas Müller

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Zahlen und Fakten zum Leerstand in Thüringen, gute internationale Umbaupraxis und neue Perspektiven auf Thüringer Leerstände. Die IBA Ausstellung ,45 aus 45.000’ informierte über den Anlass und die Potentiale des IBA Schwerpunktes LeerGut. Foto: Thomas Müller

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Eröffnung der Konferenz durch die IBA Geschäftsführerin Dr. Marta Doehler-Behzadi und Philip Kurz, Geschäftsführer der Wüstenrot Stiftung. Foto: Thomas Müller

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Grußwort von Mario Lerch, Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft. Foto: Thomas Müller

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Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand begrüßte die Konferenzteilnehmer in Apolda. Foto: Thomas Müller

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Podiumsgespräch 'Leer und gut in Thüringen'. V.l.n.r.: Philip Kurz, Prof. Olaf Langlotz, Christian Holtzhauer, Reiner Nagel, Frank Rostek, Dr. Marta Doehler-Behzadi. Foto: Thomas Mülelr

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Ein Blick zurück: Dietram Franke berichtete vom großem Engagement des Vereins der Freunde des Eiermannbaus Apolda seit 1999, durch das das Gebäude gesichert und in Teilen saniert werden konnte. Foto: Thomas Müller

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Der Eiermannbau als Open Factory? Andrea Hofmann, Mitglied des IBA Fachbeirats, fasst die Ergebnisse des internationalen, zweiwöchigen IBA Campus 2016 – Zukunftswerkstatt Eiermannbau zusammen. Foto: Thomas Müller

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Einblick in die Umbaugeschichte des Gebäudes während des Hausspaziergangs mit Prof. Dr. Hans-Rudolf Meier von der Bauhaus-Universität Weimar. Foto: Thomas Müller

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Temporäre Nutzung im Eiermannbau: der Ping Pong Club Apolda öffnete die Rolltore im Erdgeschoss. Foto: Thomas Müller

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Blick von der Dachterrasse auf die Umgebung des Eiermannbaus. Foto: Thomas Müller

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Der Eiermannbau in Nutzung, zumindest an zwei Tagen im Juni 2016. Foto: Thomas Müller

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Weithin sichtbar wird der Eiermannbau belebt. Foto: Thomas Müller
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