IBA Campus

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Landwirtschaft in Thüringen: Innovation statt Nostalgie

Die Landwirtschaft nimmt auch in Thüringen eine Schlüsselposition zur Bewältigung landesweiter und regionaler Herausforderungen ein. Sie soll nicht nur gesunde Lebensmittel produzieren, sondern auch für eine ökonomische, soziale und ökologische Stabilisierung sowie ästhetische Aufwertung der ländlichen Räume sorgen. Als mögliche Lösungsansätze werden über die Diversifizierung hinaus vor allem die Multifunktionalität und Regionalisierung der Landwirtschaft propagiert.

Doch was bedeutet das konkret für Thüringen? Welche Denk- und Organisationsmodelle eignen sich für ein Bundesland, das überwiegend ländlich geprägt ist und mit dem Thüringer Becken einen der fruchtbarsten Böden von Deutschland besitzt? Im IBA Werkstattgespräch wollen wir folgender Frage nachgehen:

Mit welcher Landwirtschaft in welcher Landschaft wollen wir Thüringer leben und was brauchen wir dafür?

Nach einer Begrüßung durch Frau Ministerin Birgit Keller, Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, und Frau Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen, wird Dr. Kenneth Anders aus Sicht eines Soziologen in die Thematik einstimmen. Anschließend werden die Ergebnisse vorgestellt, die Studierende auf dem diesjährigen IBA Campus in Kannawurf zum Thema ‚1.500 ha Zukunft, (Er)findung einer neuen Landschaftstypologie des 21. Jahrhunderts’ erarbeitet haben.

Diese Impulse sollen jenseits der ideologischen Positionskämpfe eine neue Debattenkultur auslösen, an der Betroffene und Verantwortliche, Praktiker und Theoretiker an einem großen Rundtisch gemeinsam diskutieren, wie Landschaft im Sinne der Landwirtschaft neu gedacht, organisiert und gestaltet werden kann.

Zum Ausklang wird die Fotoausstellung ‚Ich, in meinem Dorf’ in Anwesenheit der Fotografin Frederike Sauerbrey eröffnet.

Das Programm folgt in Kürze.

Eiermannbau Apolda
Auenstraße 9
99510 Apolda
Deutschland
Rückblick
06. Juni 2017 bis 16. Juni 2017

IBA Campus 2017

Die IBA Thüringen gründet jährlich ein internationales und interdisziplinäres Kollektiv auf Zeit, das einen der Thüringer IBA Projektstandorte bearbeitet. Nach dem IBA Campus 2016 im Eiermannbau Adolda zum Thema ‚LeerGut‘ widmet sich der Campus 2017 im ländlich und agrargeprägten Kannawurf der ‚(Er)findung einer neuen Landschaftstypologie des 21. Jahrhunderts‘. Neue Vorstellungsräume für Landschaften sollen eröffnet, Stereotypen aufgebrochen und etablierte Landschaftsbegriffe und -bilder kritisch hinterfragt werden. Die Bürger werden aktiv angesprochen und für die Thematik sensibilisiert, weil ein solches Projekt nur mit ihnen gemeinsam gestaltet werden kann. Ziel des Campus ist auch, erste Szenarien zu entwickeln, die zeigen, wie Landschaft im Sinne der Landwirtschaft neu gedacht, organisiert und gestaltet werden kann. 

Am 29. und 30. Juni werden die Ergebnisse in einer Lesung und einem Werkstattgespräch der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Das IBA Campus Team (v.l.n.r.): Dirk Wascher (Wageningen University Research for foodclusters, Campus_Leiter), Kristina Fromm (Kunsthistorikerin, Masterstudentin Transformationsdesign, Campus_Gestalterin), Maik Hauck (Geograph, Masterstudent Transformationsdesign, Campus_Gestalter), Prof. Wolfgang Jonas (Hochschule der Bildenden Künste Braunschweig, Institut Transformation Design, Campus_Leiter), Marius Förster (Graphikdesigner, Masterstudent Transformationsdesign, Campus_Gestalter), Andreas Dittrich (TU München, Institut für Landschaftsarchitektur und regionaler Freiräume (LAREG), Campus_Young professional), Claudia Siebeck (quartier vier Leipzig, Campus_Projektleiterin), Katarina Bajc aus Ljubliana (zurzeit: Institut für Landschaftsplanung und Ökologie der Universität Stuttgart, Campus_Young professional), Henrik Hass (hortorum Landschaftsarchitektur in Halle/Saale, Campus_Begleiter). Foto: Roland Lange
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06578 Kannawurf
Deutschland
Rückblick
15. Juni 2016 bis 30. Juni 2016

IBA Campus 2016
Zukunftswerkstatt Eiermannbau

‘think global act local’

Nach 22 Jahren Leerstand ist es an der Zeit den Eiermannbau Apolda, ein besondere Gebäude der Industriemoderne, wieder in Gebrauch zu nehmen. Dafür suchen wir Inspiration und Ideen von Vielen.

Mit dem IBA Campus gründen wir jährlich ein internationales und interdisziplinäres Kollektiv auf Zeit. In diesem Team bearbeiten wir einen IBA Projektstandort in Thüringen. 2016 findet der IBA Campus im und zum Eiermannbau Apolda statt. Die Ergebnisse werden während der IBA Konferenz LeerGut am 30. Juni 2016 präsentiert.

Wir vergeben im Jahr 2016 zwölf Teilnehmerstipendien. Seid Teil der IBA Modellprozesse, gestaltet mit uns die Zukunft Thüringens! Wir suchen Studierende und Absolventen aus den Bereichen Kunst, Design, Architektur, Planung, Wirtschaft ebenso, wie Querdenker aus anderen Disziplinen mit Lust auf ein reales Experiment. Reaktiviert mit uns den Eiermannbau für Apolda.

Team
René Hartmann, Wüstenrot Stiftung
Andreas Krüger, Belius Stiftung
Christof Mayer, Raumlabor Berlin
und weitere

Eine gemeinsame Veranstaltung der IBA Thüringen und der Wüstenrot Stiftung.

Ausführliche Informationen: www.iba-thueringen.de/ibacampus

Eiermannbau
Auenstraße 9
99510 Apolda
Deutschland