Leerstand

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Bleibt alles anders! Positionen über den Leerstand

In Deutschland stehen Tausende städtische Ankergebäude, wie Bahnhöfe, Kaufhäuser, Postgebäude, Kliniken und Kirchen permanent leer; Mitteldeutschland besitzt mit seiner Vielzahl von Schlössern und Burgen zusätzlich ein anspruchsvolles Aufgabenfeld. Die demografischen Entwicklungen, ebenso wie marktwirtschaftliche Verwertungsprozesse, führen nicht nur zu einer veränderten, sondern vor allem zu einer stark reduzierten Nachfrage für diese häufig repräsentativen, öffentlichen Gebäude. Die Möglichkeiten kultureller Nutzungen sind endlich. Im IBA Salon soll dieser Gebäudeleerstand in seinem strukturellen Charakter diskutiert werden. Welche Strategien für den Umgang mit dem nicht gebrauchten, gebauten Erbe haben wir? Lohnt es sich überhaupt, eine leerstehende Stadtkulisse zu sichern? Wer bestimmt den Wert der ungenutzten Gebäude und in wie weit ist ihr Erhalt eine gesellschaftliche Verpflichtung? Was leisten Zwischennutzungen? Braucht es andere Akteurskonstellationen und Praktiken? Wer sind die Stadtmacher von heute? Und welche Standards brauchen wir für die temporäre Nutzung und Inkulturnahme?

Impulsstatement
Volker Hädrich, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Thüringen

Podiumsgespräch mit
Jonas Büchel, Kulturmanager in Riga und Mitglied der Bürgerinitiative ‚Free Riga!’
Dr. Lucio Nardi, Architekt und Initiator des Sozio-Kultur-Projekts Schwarzwurzel in Steinach
Daniel Schnier, Architekt und Gründer der ZwischenZeitZentrale in Bremen
Dr. Ulrike Wendland, Landeskonservatorin am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Sachsen-Anhalt

Moderation
Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen

Ausstellung
Der IBA Salon wird begleitet von einer temporären Ausstellung, die nur am 16. Oktober von 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr im Bahnhof Apolda zu sehen ist.

Zum Bericht

Schalterhalle im Bahnhof Apolda
Bahnhofsstraße 69
99510 Apolda
Deutschland