Wartburgkreis

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Rückblick
23. Juni 2014

IBA on tour: Wartburgkreis

Die IBA Thüringen stellt sich am 23. Juni 2014 im Wartburgkreis mit ihren Themen und ihrer Vorgehensweise vor. In Kooperation mit dem Landratsamt Wartburgkreis lädt sie zur öffentlichen Diskussion ein und möchte mit Interessierten vor Ort über folgende Fragen ins Gespräch kommen:

Was sind die Zukunftsfragen, mit denen sich die Internationale Bauausstellung Thüringen beschäftigt?
Welche innovativen Ansätze gibt es im Wartburgkreis?
Was hat der Wartburgkreis von der IBA Thüringen?

Begrüßung
Reinhard Krebs | Landrat des Wartburgkreises

Vorstellung der Internationalen Bauausstellung IBA Thüringen
Dr. Marta Doehler-Behzadi | Geschäftsführerin der IBA Thüringen GmbH

Öffentliche Diskussion mit
Dr. Marta Doehler-Behzadi | Geschäftsführerin der IBA Thüringen GmbH 
Reinhard Krebs | Landrat des Wartburgkreises
Udo Schilling | Bürgermeister der Gemeinde Moorgrund und Vorsitzender der RAG LEADER Wartburgkreis
Dr. Uwe Wilke | Erfurt und Partner GmbH
und dem Publikum

Moderation
Andreas Rückewold | Antenne Thüringen

Eine Veranstaltung der IBA Thüringen in Kooperation mit dem Landratsamt Wartburgkreis.

Zum Bericht

Trinkhalle am Gradierwerk
Am Flößrasen 1
36433 Bad Salzungen
Deutschland
Artikel
IBA Besuch im Wartburgkreis widmet sich Stadtentwicklung
23. Juni 2014

IBA Besuch im Wartburgkreis widmet sich Stadtentwicklung

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Impressionen aus dem Wartburgkreis. Fotos: Thomas Müller

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Bürgermeister Marik Henkel erläutert der IBA Geschäftsführerin die geplante Einbindung der Hauptstraße in Geisa in das Nahwärmenetz

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Baufällige Fassade in der Geisaer Altstadt. Geisa war zu Zeiten des Kalten Krieges östlichster Punkt der NATO und westlichster Punkt des Warschauer Paktes

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Die Kemenate in Vacha ist umgeben von Brachflächen

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In eine Ausstellung in der Trinitatiskirche sind die Maßnahmen des Stadtumbaus Ruhla zusammengestellt

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Der historischen Köhlergasse in Ruhla kommt eine Schlüsselrolle beim Stadtumbau zu

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Fassadendetail aus der Plattenbauten in Bad Salzungen / Allendorf

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Die Kuranlagen der Stadt sind Teil der Umbaupläne des Mobilitätsquartiers „Bahnhofsareal“

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Das Gradierwerk in Bad Salzungen ist in den Kurpark integriert

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Podiumsgespräch, v.l.n.r.: Dr. Uwe Wilke (Erfurt und Partner GmbH), Dr. Marta Doehler-Behzadi (Geschäftsführerin IBA Thüringen GmbH), Reinhard Krebs (Landrat Wartburgkreis), Udo Schilling (Bürgermeister der Gemeinde Moorgrund und Vorsitzender der RAG LEADER Wartburgkreis)
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Um Ruhla künftig als attraktives Reiseziel zu etablieren, sind mehrere Maßnahmen geplant.
Eine Initiative, um den Fremdenverkehr anzukurbeln und die Stadt zum Anziehungspunkt für Besucher zu machen, sind die ‚Lux Festspiele’. Ihr Name geht auf Friedrich Lux, einen aus Ruhla stammenden Opernkomponisten der Romantik, zurück. Wie die Initiatoren erläuterten, können sich Ruhla und die Region von einer Industrielandschaft zu einem Festspielort entwickeln. Getragen von einem Verein fanden die Festspiele in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal statt. Diese sollen fortan kontinuierlich professionalisiert und auf Schlossanlagen und weitere Orte in der Region ausgedehnt werden. Kultur und Musik könnten so das Image von Ruhla künftig positiv prägen.

In der Kreisstadt Bad Salzungen präsentierte der Planer Dr. Burlein das Projekt ‚Gartenstadt Allendorf’. Nach dem Rückbau der Plattenbauten soll auf diesem Areal, unter Einbeziehung der bestehenden Infrastruktur, ein vielfältiges Quartier mit hohen Freiraumqualitäten entstehen. Vorgesehen sind unterschiedliche Wohn- und Gebäudetypologien in Plusenergiebauweise.

Unter dem Motto ‚Wohnen. Leben. Zukunft – Labor3’ sind in Bad Salzungen noch zwei weitere Modellquartiere geplant. Zum einen das Identitätsquartier ‚Stadtkern’, in dem man zur Sicherung des ortstypischen Charakters den Leerstand aktiv managen möchte; zum anderen das Mobilitätsquartier ‚Bahnhofsareal’, wo im Rahmen der Umgestaltung die Verbindung zur Stadt und den Kuranlagen optimiert werden soll.

Mit einer Gesprächsrunde im historischen Gradierwerk von Bad Salzungen fand diese IBA on tour ihren Abschluss.  Kritisch diskutiert wurden etwa die bestehenden Standards im Bauwesen. Knut Rommel vom Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Meiningen formulierte: „Es sollte mehr um Prozesse und Verfahren gehen, beispielsweise um die Frage, inwiefern Eigenleistung als Eigenanteil im Rahmen von Förderprogrammen eingebracht werden kann.“ Und Dr. Uwe Wilke vom Büro Erfurt und Partner GmbH ergänzte: „Standards zu hinterfragen ist wichtig. In der Architektenkammer haben wir gesagt, dass wir neue Ideen und neue Standards für Thüringen benötigen.“

Standardisierte Verfahren und Abläufe kritisch auf den Prüfstand zu stellen, ist ein Thema, das auch die IBA Thüringen umtreibt und dem sie sich in den kommenden Jahren widmen wird. Abschließend brachte der Landrat Reinhard Krebs seine Erwartungen an die IBA Thüringen auf den Punkt: Das allerwichtigste ist, dass die IBA Anstöße für neue Ideen gibt.“