• 2019 Oktober
    • Rückblick
      11. Oktober 2019 bis 12. Oktober 2019

      Dadaistisch-musikalische Collage in Erinnerung an Oskar Schlemmers 'Figurales Kabinett'

      Oskar Schlemmer, der ab Herbst 1923 die Bauhausbühne leitete, erinnert sich, das vom ersten Tag an neben der Freude am Gestalten ein besonderes Gespür für Satire und Parodie geherrscht habe. „Es war ein Vermächtnis der Dadaisten, alles ins Lächerliche zu ziehen, das nach Ernsthaftigkeit oder moralischen Grundsätzen roch.“ In seinem „Figuralen Kabinett I“ versuchte er, mit Kabarett-Methoden die „Fortschrittsgläubigkeit“ seiner Zeit zu parodieren. Die Aufführung zur Bauhauswoche 1923 bezeichnete er als „babylonische Verwirrung voll Methode: halb Schießbude – halb Metaphysikum abstraktum“.
      Das Programm spannt einen Bogen von der Ur-Szene des Dadaismus 1916 im Cabaret Voltaire Zürich bis hin zu surrealen Filmen aus dem Jahre 1986 der Künstlerin Gabriele Stötzer, die am 4. Dezember 1989 in Erfurt zu den Initiatorinnen der ersten Besetzung einer Stasi-Zentrale in der DDR gehörte.

      Ensemble der DADAMENTA:
      Norico Kimura, Gesang/Rezitation/Kalligraphie
      Gabriele Stötzer, Texte/Rezitation/Aktions-Malerei
      Daniel Hoffmann, Trompete/Flügelhorn/Rezitation/Grammophon
      Michael von Hintzenstern, Harmonium/Rezitation/Klangerzeuger
      Axel Görmar, Aktion/Rezitation

      Neue Bauhauskapelle (Weimar)

      Abendkasse ab 18.30 Uhr geöffnet
      Preise: 7 bis 15 Euro (nach eigenem Ermessen)
      Vorbestellungen über: https://www.openpavillon.eu/events/halb-schiessbude-halb-metaphysikum-premier  

      Cabaret Voltaire in Zürich, 2016. Foto: privat

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