Kandidat
Baustelle: 

Wie entsteht Baukunst auf dem Land?

Konzentrieren und Ernten auf Schloss Bedheim

Konzentrieren und Ernten auf Schloss Bedheim

Schloss und Rittergut Bedheim bilden eine fast vollständig erhaltene Gutshofanlage. Verschiedenartige Gebäude staffeln sich am Dorfrand und bilden den Übergang in die offene Landschaft. Vor einigen Jahren beschloss der Sohn der Schlossbesitzer, mit seiner Familie in das Schloss zu ziehen, ein Architekturbüro zu eröffnen und das Schlossareal zu entwickeln. Im Zeitalter des Teilens möchte er mit Freunden und Kollegen Voraussetzungen für gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten auf dem Land schaffen. Das Schloss soll vorbildhaft saniert werden. Dabei werden auch die Grenzen zwischen öffentlich, halböffentlich und privat hinterfragt. Zusätzlich ist ein moderner Neubau für das Wohnen durch eine eigens hierfür gegründete Genossenschaft geplant. 

Die solidarische und soziale Landwirtschaft wird weiterentwickelt und mit einer Jungpflanzenanzucht wirtschaftlich gefestigt. Parallel sollen alle Erkenntnisse in den akademischen Kontext und die Architekturdiskurse rückgekoppelt werden. Die ‚Bedheimer Kamingespräche' werden dabei den Startschuss einer Kampagne für hochwertiges Bauen im ländlichen Raum geben. 

Mehr zum Projekt 
2. Bedheimer Kamingespräch
17. November 2016

2. Bedheimer Kamingespräch
Selbstbau zwischen Baumarktcharme und architektonischem Meisterwerk

IMG_0220.jpeg

IMG_0220.jpeg
Anika Gründer begrüßt als Gastgeberin zum zweiten Bedheimer Kamingespräch. Foto: StudioGründerKirfel

IMG_0229.jpeg

IMG_0229.jpeg
Einführung der IBA Geschäftsführerin Marta Doehler-Behzadi. Foto: StudioGründerKirfel

IMG_0232.jpeg

IMG_0232.jpeg
Eric van der Werf wirft einen Blick auf den Selbstbau in Holland und Belgien. Foto: StudioGründerKirfel

IMG_0240.jpeg

IMG_0240.jpeg
Van Bo Le Mentzel stellt den Selbstbau in einen gesellschaftspolitischen Kontext. Foto: StudioGründerKirfel

IMG_0248.jpeg

IMG_0248.jpeg
Wolfgang Zeh vermittelt die Freude am Selbstbau. Foto: StudioGründerKirfel

IMG_0253.jpeg

IMG_0253.jpeg
Das Publikum beim zweiten Bedheimer Kamingespräch. Foto: StudioGründerKirfel

IMG_0259.jpeg

IMG_0259.jpeg
Olga Hungar erzählt aus ihrer Praxis als Initiatorin von Selbstbau im öffentlichen Raum. Foto: StudioGründerKirfel

IMG_0269.jpeg

IMG_0269.jpeg
Der Landspaziergang durch Bedheim führt zu lokalen Selbstbauprojekten. Foto: StudioGründerKirfel

IMG_0318.jpeg

IMG_0318.jpeg
Gemeinsames Arbeitsessen. Foto: StudioGründerKirfel

IMG_0328_b.jpeg

IMG_0328_b.jpeg
Judith Resch verkündet ihre fingierte Presseerklärung gegen den Einsatz von Styrodyr. Foto: StudioGründerKirfel
1 / 10

Im Jahr 2017 wollen die Bedheimer Schlossbewohner diese Erkenntnisse auch in der Praxis anwenden und ein Wirtschaftsgebäude auf ihrem Schlossareal selbst bauen. Dieser Prozess soll medial begleitet werden – wir bleiben neugierig.

Die Bedheimer Kamingespräche werden im Herbst 2017 fortgeführt und künftig jährlich als Forum für baukulturelle Impulse veranstaltet. 

Der Freude am Selbstbau und dem zweiten Bedheimer Kamingespräch widmet sich auch die Ausgabe #474 der BaunetzWoche. Das Magazin können Sie sich hier als PDF herunter laden.

Bedheimer Erklärung
16. Dezember 2015

Bedheimer Erklärung

UNIVERSITÄTEN, UNTERRICHTET NICHT NUR URBANISMUS SONDERN AUCH RURALISMUS!
Wissen und Können über das Bauen auf dem Land sind weitgehend verlorengegangen. Heute wird das Bewusstsein von landschaftlichem Kontext, regionalen Fähigkeiten und Materialien dringend wieder gebraucht.

JOURNALISTEN, BERICHTET ÜBER QUALITÄTVOLLE ARCHITEKTUR!
Gute Gestaltung braucht öffentliche Vermittlung, Fürsprecher und Botschafter – gerade außerhalb der Städte. Außerdem hält sie interessante Geschichten bereit. Architekten, publiziert eure Werke und Gedanken nicht nur in Fachmagazinen!

LAND UND GEMEINDEN, FÖRDERT GUTES BAUEN AUF DEM LAND! JEDES DORF BRAUCHT EIN VORREITERPROJEKT!
Die Gestaltung von Siedlungen und Landschaft kann nicht dem Selbstlauf oder technischen Parametern überlassen bleiben. Keine Aufgabe ist zu klein für eine gute Gestaltung. Vergebt die Aufträge für Neubau und Sanierung an die besten Gestalter. Tretet in den Wettbewerb um die besten Gestaltungen.

Downloads 
Erstes Bedheimer Kamingespräch
04. November 2015

Erstes Bedheimer Kamingespräch

IMG_9680_b.jpg

IMG_9680_b.jpg
Das erste Bedheimer Kamingespräch im Josephsaal von Schloss Bedheim. Foto: IBA Thüringen

IMG_9474_b.jpg

IMG_9474_b.jpg
Landspaziergang vom Schloss in die Umgebung. Foto: IBA Thüringen

IMG_9587_b.jpg

IMG_9587_b.jpg
Arbeitsessen mit thematischen Tischreden. Foto: IBA Thüringen

IMG_9633_b.jpg

IMG_9633_b.jpg
Menükarte als Notizblock zu den einzelnen Punkten der Bedheimer Erklärung. Foto: IBA Thüringen

IMG_9662_b.jpg

IMG_9662_b.jpg
Schlossführung. Foto: IBA Thüringen
1 / 5

Das Bedheimer Kamingespräch fand auf Einladung des IBA Kandidaten ‚Konzentrieren und ernten auf Schloss Bedheim’ und der IBA Thüringen statt und soll jährlich weiter geführt werden.

STADTLAND Gespräch in Bedheim
28. August 2015

STADTLAND Gespräch in Bedheim

tmue20150828c030_b.jpg

tmue20150828c030_b.jpg
STADTLAND Gespräch im Café von Schloss Bedheim. Von links: Dr. Marta Doehler-Behzadi, Thomas Penndorf, Florian Kirfel, Ulla Schauber, Günther Köhler, Kerstin Faber. 28. August 2015. Foto: Thomas Müller

tmue20150828c050_b.jpg

tmue20150828c050_b.jpg
IBA Architektur vor Schloss Bedheim. Wegen Regens fand das Gespräch im Café statt. Foto: Thomas Müller

tmue20150828c028_b.jpg

tmue20150828c028_b.jpg
Teilnehmer des IBA STADTLAND Gesprächs auf Schloss Bedheim in der mobilen Architektur, die von internationalen Studierenden während der IBA Summer School entwickelt wurde. Foto: Thomas Müller

tmue20150828c003_b.jpg

tmue20150828c003_b.jpg
Leider werden wir von Regen begrüßt. Foto: Thomas Müller

tmue20150828c015_b.jpg

tmue20150828c015_b.jpg
Führung über das Gelände von Schloss Bedheim und der Gärtnerei. Foto: Thomas Müller

tmue20150828c010_b.jpg

tmue20150828c010_b.jpg
Führung über das Gelände von Schloss Bedheim. Foto: Thomas Müller

tmue20150828c022_b.jpg

tmue20150828c022_b.jpg
Sanierungsarbeiten auf Schloss Bedheim. Foto: Thomas Müller

tmue20150828c037_b.jpg

tmue20150828c037_b.jpg
Gespräch mit: Dr. Marta Doehler-Behzadi, Thomas Penndorf, Florian Kirfel. Foto: Thomas Müller

tmue20150828c036_b.jpg

tmue20150828c036_b.jpg
Florian Kirfel, Ulla Schauber, Günther Köhler, Kerstin Faber. Foto: Thomas Müller

tmue20150828c045_b.jpg

tmue20150828c045_b.jpg
Live-Illustration des Gesprächsverlaufes. Foto: Thomas Müller

Bedheim_final 96 rgb.jpg

Bedheim_final 96 rgb.jpg
Illustration des Gesprächs von Rosa Linke und Stefan Kowalczyk

tmue20150828c048_b.jpg

tmue20150828c048_b.jpg
Die Bauten entstanden durch Internationale Studierende während der IBA Summer School in Weimar. Foto: Thomas Müller
1 / 15

Man zieht nicht zur Arbeit aufs Land, sondern bringt sie mit. Dies bedeutet auch einen sozio-kulturellen und ökonomischen Mehrwert. Initiativen können individuell brauchen: mehr politische Wertschätzung, praxisbezogene Beratungsangebote, Aufklärung der Gemeinden und Banken, Bürokratieabbau/Förderangebote, Öffentlichkeitsarbeit, Bürgschaften. Gemeinden und Institutionen wie die Kirche können Brückenbauer sein – mental und faktisch beispielsweise durch Verpachtung von Land an Initiativen. Fehlende Infrastrukturen werden durch Zugezogene oft neu aufgebaut. Hochwertige Baukultur kann anziehend wirken. Trotz höherer Selbstverantwortung wird die Bindung an die Stadt kulturell und ökonomisch gebraucht. Mehr noch als Mobilität ist ein schnelles Internet Voraussetzung dafür. Leben auf dem Land bedeutet ein Leben im Stadtland.

  1. Teilnehmer des Gesprächs waren:
  2. Günther Köhler, Bürgermeister Stadt Römhild
  3. Florian Kirfel-Rühle, Architekt, Studio Gründer Kirfel, Schloss Bedheim (IBA Kandidat)
  4. Thomas Penndorf, Gartenbauer und Imker, Lebensgut Cobstädt e.V., Cobstädt
  5. Ulla Schauber, Raum- und Umweltplanerin, Wohnstrategen e.V., Weimar

Das IBA STADTLAND Gespräch in Bedeheim wurde durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Termine 
22. September 2017 bis 23. September 2017
Ansprechpartner 

Tobias Haag

Projektleiter
Telefon +49 3643 5831-67

tobias.haag@iba-thueringen.de

Ort 
Schloss 1
98630 Bedheim
Deutschland
Projektträger

Familie Kirfel-Rühle von Lilienstern 
mit den Schlossbewohnern Anika Gründer, Nikola Mayer, Erik van der Werf
und dem Förderverein Schloss Bedheim e.V. gem.