Projekt
Baustelle: 

Wie bringen wir leere Kirchen zum Klingen?

Krobitz, St. Annen-Kapelle

Krobitz, St. Annen-Kapelle

Die Kunstkapelle St. Anna in Krobitz ist im Rahmen der IBA Kandidatur der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland entstanden. Der international renommierte Künstler Carsten Nicolai hat eigens für diese Kapelle aus dem 11. Jahrhundert eine skulpturale Arbeit entwickelt: ‚organ’ ist im weitesten Sinne ein Musikinstrument, das von frühen Entwürfen sogenannter Flammenorgeln aus dem späten 18. Jahrhundert inspiriert ist.

tmue20170624f002_b.jpg

tmue20170624f002_b.jpg
Die skulpturale Arbeit von Carsten Nicolai ist von den Flammenorgeln aus dem späten 18. Jahrhundert inspiriert. Foto: Thomas Müller

tmue20170624f062_b.jpg

tmue20170624f062_b.jpg
Detail der Mechanik. Foto: Thomas Müller

tmue20170624f044_b.jpg

tmue20170624f044_b.jpg
Das von Carsten Nicolai geschriebene Stück dauert etwa zwölf Minuten. Foto: Thomas Müller

tmue20170624f051_b.jpg

tmue20170624f051_b.jpg
IBA Projektleiterin Ulrike Rothe im Gespräch mit dem Künstler Carsten Nicolai. Foto: Thomas Müller

170322_SLK_Postkarten_04.jpg

170322_SLK_Postkarten_04.jpg
Die St.-Anna-Kapelle in Krobitz aus dem 11. Jahrhundert.
1 / 5

Im Gegensatz zur klassischen (Kirchen-) Orgel erzeugen hier Flammen die Töne, indem sie die Luft in den Glaszylindern zum Schwingen bringen. Das Kunstprojekt schafft einen starken Ort und verleiht der romanischen Kapelle, die einen Fixpunkt in der sanft anmutenden Landschaft im Saale-Orla-Kreis bildet, neue Strahlkraft. Die Kunstkapelle ist das erste realisierte Projekt im Rahmen des Ideenaufrufs ‚Querdenker für Thüringen 2017’, mit dem die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland nach innovativen Nutzungen für viele der leerstehenden Kirchen in Thüringen sucht.

Von April bis September 2018 ist die Kirche wieder an jedem ersten Sonntag im Monat von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Gruppenanmeldungen können gerne telefonisch auch außerhalb der Öffnungszeiten vereinbart werden (E-Mail an: anfrage@st-anna-krobitz.de). Sollte die Kapelle während der Öffnungszeiten geschlossen sein, erreichen Sie uns unter folgender Telefonnummer: +49 162 2633671 

Mehr zum Projekt 
Improvisationskonzert mit Matthias von Hintzenstern zur Kunstinstallation ‚organ’
24. August 2017

Improvisationskonzert mit Matthias von Hintzenstern zur Kunstinstallation ‚organ’

IMG_4530_b.JPG

IMG_4530_b.JPG
Foto: Gernot Lindemann

IMG_4529_b.JPG

IMG_4529_b.JPG
Foto: Gernot Lindemann

IMG_4547_b.JPG

IMG_4547_b.JPG
Foto: Gernot Lindemann

IMG_4526_b.JPG

IMG_4526_b.JPG
Foto: Gernot Lindemann
1 / 4
Neue IBA Projekte nominiert
04. September 2017

Neue IBA Projekte nominiert

tmue20170624f002_b.jpg

tmue20170624f002_b.jpg
Die skulpturale Arbeit von Carsten Nicolai ist von den Flammenorgeln aus dem späten 18. Jahrhundert inspiriert. Foto: Thomas Müller

tmue20150323a020_b.jpg

tmue20150323a020_b.jpg
Schloss Schwarzburg soll zu einem Denkort für Demokratie werden. Foto: Thomas Müller

Timber_b.jpg

Timber_b.jpg
Timber Prototype: Visualisierung des Innenraums. Darstellung: Geronimo Bujny

Siegerentwurf_MONO_architekten_b.jpg

Siegerentwurf_MONO_architekten_b.jpg
Siegerentwurf zur Tank- und Rastanlage ‚Leubinger Fürstenhügel’ von MONO Architekten, Berlin
1 / 4

Timber Prototype
Der Timber Prototype ist ein wandelbares Bauwerk in einer experimentellen, hochdämmenden Holzbauweise mit rund 20 Quadratmetern Grundfläche. Der Bau als Ergebnis eines Forschungsprojektes bietet Lösungsansätze für zwei wesentliche Probleme des Bauens: die Erhöhung des Anteils an nachwachsenden Rohstoffen in modernen Bauweisen und die Verbesserung der Wiederverwendbarkeit von Baumaterial.

„Seit einigen Jahren erfährt der Baustoff Holz in Fragen der Nachhaltigkeit und Vorfertigung eine rasante Entwicklung. In Regionen wie Süddeutschland, Vorarlberg oder der Schweiz trägt er zur Wirtschaftskraft und baukulturellen Identität bei. In Thüringen hingegen hat er ein hohes Entwicklungspotential. Durch die Verknüpfung modernster Entwurfs- und Fertigungstechnologien in Kombination mit dem regionalen Baustoff möchte das Projekt sowohl technisch als auch gestalterisch die Spielräume ausloten und neue Entwicklungsperspektiven aufzeigen“, so IBA Fachbeiratsmitglied Barbara Holzer. 

Der Prototyp wird im Herbst 2017 aus robotisch vorgefertigten Holzelementen auf dem Gelände des Eiermannbaus in Apolda montiert. Denkbar ist ein anschließender Aufbau auch an anderen Standorten in Thüringen. Unterschiedliche Nutzungen beziehungsweise Möblierungen sind je nach Kontext möglich. Eine denkbare Nutzungsart ist eine minimierte Wohnfunktion in dieser Mikroarchitektur. 

 

Tank- und Rastanlage ‚Leubinger Fürstenhügel’
In unmittelbarer Nachbarschaft der bedeutenden archäologischen Fundstätte ‚Leubinger Fürstenhügel‘ entsteht an der Bundesautobahn A 71eine Tank- und Rastanlage. Dabei sollen die Ergebnisse eines europaweit ausgelobten interdisziplinären Planungswettbewerbs – Hochbauarchitektur, Landschaftsarchitektur, Kommunikationsdesign – zu einer beispielgebenden Lösung einer Baukultur ‚Made in Thüringen’ umgesetzt werden, die Bezug auf das archäologische Erbe der Region nimmt. Mit der IBA Projektnominierung für die Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel unterstreicht die IBA Thüringen die Bedeutung eines erfolgreichen Verlaufs des Vergabeverfahrens. Gemäß der Empfehlung des Fachbeirats der IBA Thüringen ist dies besonders der Fall, wenn die Umsetzung des mit dem 1. Preis ausgezeichneten Wettbewerbsentwurfs aus dem für die Tank- und Rastanlage durchgeführten Planungswettbewerb erreicht werden kann. Am 1. September 2017 erhielt Shell Deutschland Oil GmbH den Zuschlag als Konzessionsnehmer der Tank- und Rastanlage für mindestens 30 Jahre und wird den Siegerentwurf des interdisziplinären Planungswettbewerbs und die Empfehlungen der IBA Thüringen umsetzen.

Kunstprojekt ‚organ’ zieht rund 200 Besucher in lange verschlossene Kapelle
28. Juni 2017

Kunstprojekt ‚organ’ zieht rund 200 Besucher in lange verschlossene Kapelle

tmue20170624f056_b.jpg

tmue20170624f056_b.jpg
Rund 200 Besucher kamen zum Eröffnungswochenende der skulpturalen Arbeit ‚organ’ nach Krobitz. Foto: Thomas Müller

tmue20170624f002_b.jpg

tmue20170624f002_b.jpg
Die skulpturale Arbeit von Carsten Nicolai ist von den Flammenorgeln aus dem späten 18. Jahrhundert inspiriert. Foto: Thomas Müller

IMG_4103_b.jpeg

IMG_4103_b.jpeg
Die St.-Anna-Kapelle in Weira stammt aus dem 11. Jahrhundert. Foto: Gernot Lindemann

tmue20170624f026_b.jpg

tmue20170624f026_b.jpg
Lange Jahre war die St.-Anna-Kapelle ungenutzt und für die Öffentlichkeit unzugänglich. Foto: Thomas Müller

tmue20170624f051_b.jpg

tmue20170624f051_b.jpg
IBA Projektleiterin Ulrike Rothe im Gespräch mit dem Künstler Carsten Nicolai. Foto: Thomas Müller

tmue20170624f044_b.jpg

tmue20170624f044_b.jpg
Das von Carsten Nicolai geschriebene Stück dauert etwa zwölf Minuten. Foto: Thomas Müller

tmue20170624f062_b.jpg

tmue20170624f062_b.jpg
Detail der Mechanik. Foto: Thomas Müller

IMG_4119_b.jpeg

IMG_4119_b.jpeg
Foto: Gernot Lindemann
1 / 9

Elke Bergt von der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland dankte am Ende des Gespräches allen, die am Vorhaben mitgewirkt und dieses unterstützt sowie gefördert haben. Dazu zählen der Künstler Carsten Nicolai mit seinem Team von yamaguchi-ufficio d’arte und WERKSTATT 4, die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Weira / Krobitz mit dem amtierenden Superintendent und Pfarrer, die politische Gemeinde Weira, die Kulturstiftung des Bundes, das Regionalmanagment LEADER des Saale-Oral-Kreises mit dem Amt für Landesentwicklung und Flurneuordnung Gera, das Architekturbüro nitschke+kollegen, die Tischlerei Herden und der Stampflehmbauer Hoppert Handwerk & Design sowie der Restorator Olaf Lindner, das Büro für Szenografie chezweitz und das Team der IBA Thüringen sowie der EKM.

Bei frischen Sauerteigbrot und Altenburger Ziegenkäse mit Lauchzwiebeln sowie Roséwein und Apfelsaft aus der Region klang der Sommerabend zum Johannisfest beim Feuer aus. Erfüllt von dem Kunstwerk ‚organ’ und der St.-Anna-Kapelle fuhren die Gäste beeindruckt, angeregt und beflügelt nach Hause, um wieder zu kommen!

OTZ: Feuer, Licht und Klänge in der St.-Annen-Kapelle in Krobitz

Termine 

Momentan keine Termine

Ansprechpartner 

Ulrike Rothe

Projektleiterin

Telefon +49 3643 90088-12

ulrike.rothe@iba-thueringen.de

Ort 
Krobitz
Deutschland
Projektträger

Evangelische Kirche in Mitteldeutschland
Kirchengemeinde in Weira
Gemeinde Krobitz/Weira in der VG Oppurg

Partner

Thüringer Staatskanzlei
Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie
Diakonie Mitteldeutschland                                                                     
Bischöfliches Bauamt

Künstler