Kandidat
Baustelle: 

Wie gelangen wir zur klimagerechten Stadt?

Nordhausen, Mobilitätskonzept

Nordhausen, Mobilitätskonzept

Die Stadt Nordhausen und die Hochschule Nordhausen stellen sich den Herausforderungen der Umsetzung der Energiewende und der klimagerechten Stadtentwicklung auch oder gerade in Anbetracht der aktuellen demografischen und finanziellen Rahmenbedingungen. Ein möglichst geringer Rohstoff- und Energieverbrauch auf erneuerbaren Grundlagen steht deshalb im Zentrum des gemeinsamen Handelns. Die Nordhäuser Zukunftsstrategie setzt dabei auf die Querschnittsthemen Baukultur, Mobilität, Produktion und Konsum und verbindet alle Themen mit konkreten Ideen.

Die Frage des ‚Wie‘ haben Hochschule und Stadt Nordhausen gemeinsam mit den lokalen Akteuren in Stadt und Landkreis im Rahmen von Zukunftswerkstätten behandelt uns sich auf eine ganzheitliche Zukunftsstrategie für (Um)Bau-,  Mobilitäts- und Klimaschutzprojekte geeinigt.

160504_Illustrationen_Kreislauf.jpg

160504_Illustrationen_Kreislauf.jpg
Nordhausen verfolgt eine ganzheitliche Zukunftsstrategie für das Stadtland von morgen. Grafik: Jörn Gertenbach, Urban Catalyst Studio © BMBF

160819_NordhäuserZukunftszeitung_b.jpg

160819_NordhäuserZukunftszeitung_b.jpg
Die Nordhäuser Zukunftszeitung präsentiert die Ideen der Bürgerwerkstätten aus der Zukunftsperspektive.
1 / 2

Wie sieht in Stadt und Landkreis die Zukunft der Mobilität aus, wenn der Energie- und Treibstoffbedarf zu einem Drittel der jährlichen Treibhausgasemissionen beiträgt und gleichzeitig die Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs in ländlichen Räumen zunehmend schwieriger wird? Ein Privat-Pkw steht zudem im Durchschnitt 95% des Tages ungenutzt herum. Dabei verbraucht er nicht nur Fläche zum Parken, sondern kostet den Steuerzahler bei einer öffentliche Stellfläche einen fünfstelligen Betrag. Wie lassen sich diese Faktoren in ein zukunftsfähiges Stadtland Mobilitätkonzept umwandeln?

Im Rahmen einer öffentlichen Zukunftswerkstatt wurde dazu die Idee eines ticketlosen, umlagefinanzierten ÖPNV (Bürgerticket) in der gesamten Region zur Stabilisierung der Mobilität im ländlichen Raum und als Katalysator für den Umstieg vom Auto hin zur Mehrnutzung des ÖPNV intensiv besprochen. Als Vision diskutiert wurde auch die Vernetzung von ÖV-Angeboten, Bürgerbus und Carsharing über Gemeinde-, Kreis-  und Landesgrenzen hinweg, mit bedienungsfreundlicher Verbindungsabfrage durch eine App. Einfache Mitnahmemöglichkeiten in Bus und Bahn, Abstellanlagen, Fahrradverleihsysteme  oder auch der Einsatz von Lastenrädern kamen ebenso zur Sprache wie verschiedene Aktionen: autofreie Tage bis hin zum Einsammeln sämtlicher Verkehrsschilder, so dass nur noch die rechts vor links-Regelung greift. Die gleichberechtigte Nutzung des Straßenraumes durch alle Verkehrsteilnehmer (shared spaces) wurden als Ideen eingebracht.

Die Möglichkeiten der Umsetzung all dieser Ideen sowie weiterer umweltfreundlicher Mobilitätsformen wie eCarsharing mit Ladesäulennetzwerk aus erneuerbarer Energie in Kooperationen mit den öffentlichen Institutionen und Unternehmen der Region, der Ausbau von Fuß- und Radwegen sowie die Schnittstellen untereinander (Gestaltung und Taktung) sollen in einem ganzheitlichen, integrierten Mobilitätskonzept für die Stadt und den Landkreis Nordhausen gleichermaßen untersucht, konzipiert und sukzessive umgesetzt werden.

Mehr zum Projekt 
Nordhäuser Zukunftszeitung erschienen
02. Juni 2016

Nordhäuser Zukunftszeitung erschienen

Abschlussforum zur ,Zukunftsstadt Nordhausen'
15. April 2016

Abschlussforum zur ,Zukunftsstadt Nordhausen'

160314_IBAKandidaten_NORD_Abschlussforum_Bürgerwerkstätten_075_b.jpg

160314_IBAKandidaten_NORD_Abschlussforum_Bürgerwerkstätten_075_b.jpg
Die Teilnehmer des Abschlussforums Zukunftsstadt Nordhausen am 14. März 2016. Foto: Thomas Müller

160314_IBAKandidaten_NORD_Abschlussforum_Bürgerwerkstätten_051_b.jpg

160314_IBAKandidaten_NORD_Abschlussforum_Bürgerwerkstätten_051_b.jpg
Kerstin Faber, Projektleiterin der IBA Thüringen, stellt zentrale Themen und Ideen aus den vergangenen Bürgerwerkstätten vor. Foto: Thomas Müller

160314_IBAKandidaten_NORD_Abschlussforum_Bürgerwerkstätten_033_b.jpg

160314_IBAKandidaten_NORD_Abschlussforum_Bürgerwerkstätten_033_b.jpg
Siri Frech und Jörn Gertenbach, Mitarbeiter des Urban Catalyst Studio Berlin, stellen die Idee des Zukunftsbildes Nordhausen vor. Foto: Thomas Müller
1 / 7

Die an diesem Abend gebildete Redaktionsgruppe aus Bürgern und Verwaltung wird sich nun um die Gestaltung einer Zukunftszeitung und um die Formulierung des Abschlussberichts kümmern. Beide Teile bilden zusammen mit dem ‚Zukunftsbild-Nordhausen’ den Wettbewerbsbeitrag, den Nordhausen beim Bundesministerium für Bildung und Forschung im Sommer einreichen wird. Die Jury des Ministeriums wird anschließend die 20 vielversprechendsten Beiträge aus den 51 Teilnehmerstädten auswählen, welche dann die Förderung für die zweite Phase des Wettbewerbs erhalten.

Innovativ denken, realistisch handeln
01. März 2016

3. Zukunftswerkstatt Nordhausen:
Innovativ denken, realistisch handeln

tmue20160222a009_b.jpg

tmue20160222a009_b.jpg
3. Bürgerwerkstatt in Nordhausen. Foto: Thomas Müller

tmue20160222a028_b.jpg

tmue20160222a028_b.jpg
Frau Prof. Dr. Doris Gstach zur Gestaltung der Energielandschaft StadtLand. Foto: Thomas Müller

tmue20160222a072_b.jpg

tmue20160222a072_b.jpg
Präsentation und Auswertung. Foto: Thomas Müller

tmue20160222a050_b.jpg

tmue20160222a050_b.jpg
Radio ENNO berichtet zur Bürgerwerkstatt. Foto: Thomas Müller
1 / 7

Den Einstieg und die fachliche Begleitung der zweiten Arbeitsgruppe zum Thema ,Energielandschaft StadtLand gestalten’ gab Prof. Dr. Doris Gstach, die die Professur Freiraumplanung und Landschaftsgestaltung an der FH Erfurt inne hat. Der Wandel im System der Energieerzeugung und Ressourcennutzung hat immer Auswirkungen auf die Landschaft gehabt. Zeugnisse historischer Produktionslandschaften werden heute größtenteils akzeptiert, sogar als natürlich ästhetisch empfunden. Dies muss auch für die aktuelle Energiewende gelten. Dabei müssen Freizeitlandschaft, Naturschutz und produktive Landschaft – ob landwirtschaftlich oder energetisch – viel stärker als eine Einheit zusammen gedacht werden. Es wurde anschließend diskutiert, wie ein Handbuch für Best Practice-Beispiele für die Region entstehen kann.

Die dritte Arbeitsgruppe ,Vom Altbau zum energetischen Traumhaus’ beriet der Architekt Steffen Langner von ADOBE Architekten aus Erfurt. Ergebnis: Es müssen immer Individuallösungen gefunden werden, die eine nachhaltige soziale, ökonomische und ökologische Entwicklung ermöglichen. Eine Blaupause gibt es nicht. Darüber hinaus wurden konkrete Maßnahmen - wie beispielweise das Nutzen regionaler Ressourcen als nachhaltige Baustoffe für den Wohnungsbau und der Verzicht auf Verbundstoffe – diskutiert.

Am 14. März wird von 19 bis 21 Uhr im Bürgerhaus Nordhausen das Abschlussforum der ersten Phase des Wettbewerbs stattfinden. Ideenskizzen und Projektvorschläge aus den vergangenen Werkstätten werden die Grundlage dafür sein, ein Zukunftsbild für Stadt und Region zu entwerfen. Dazu ist das Studio Urban Catalyst aus Berlin eingeladen, sowohl Einblick in die Entwicklung eines Zukunftsbildes zu geben sowie das erste Grundgerüst dafür vorzustellen. Alle engagierten Visionäre sind willkommen, mit zu diskutieren.

Mobil in der Zukunftsstadt
25. Januar 2016

Mobil in der Zukunftsstadt

Die zweite Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit dem Thema ,Teilen statt besitzen’, eine Überzeugung mit Nachholbedarf in Sachen Anhängerschaft. Die Wege zu einem sicheren und lebenswerten Straßenraum wurden in der dritten Arbeitsgruppe besprochen. Initiativen wie autofreie Tage, Rad- und Fußverkehrs-Apps mit Belohnungssytem und Lastenraddienstleistungen wurden vorgeschlagen.

An die dritte der insgesamt fünf Veranstaltungen im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt des BMBF schließt sich am 22. Februar die nächste Werkstatt zum Thema ,Energetischer Stadtumbau’ an. Diese wird wieder im Bürgerhaus in Nordhausen von 18.00 bis 22.00 Uhr stattfinden.

Mit viel Energie in die 1. Bürgerwerkstatt
30. November 2015

Mit viel Energie in die 1. Bürgerwerkstatt

1. Bürgerwerkstatt Nordhausen, Foto: Thomas Müller

1. Bürgerwerkstatt Nordhausen, Foto: Thomas Müller
Erste Werkstatt zum Thema ,Gemeinsam Handeln’ im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt Nordhausen. Foto: Thomas Müller

1. Bürgerwerkstatt Nordhausen, Foto: Thomas Müller

1. Bürgerwerkstatt Nordhausen, Foto: Thomas Müller
Matthias Golle vom BürgerEnergie Thüringen e.V. stellt die Handlungsmöglichkeiten und einige Projekte von Bürgerenergiegenossenschaften vor. Foto: Thomas Müller

1. Bürgerwerkstatt Nordhausen, Foto: Thomas Müller

1. Bürgerwerkstatt Nordhausen, Foto: Thomas Müller
Eigeninitiative ist gefragt und auch kleine Handlungen tragen zum energetischen Wandel bei. Foto: Thomas Müller

1. Bürgerwerkstatt Nordhausen, Foto: Thomas Müller

1. Bürgerwerkstatt Nordhausen, Foto: Thomas Müller
Rund 70 Interessierte fanden den Weg in das Bürgerhaus Nordhausen. Foto: Thomas Müller

1. Bürgerwerkstatt Nordhausen, Foto: Thomas Müller

1. Bürgerwerkstatt Nordhausen, Foto: Thomas Müller
Steffen Schuhmann stellt einige Projekte vor, in denen es um das gemeinsame Motivieren geht und wünscht den Nordhäusern ,viel Erfolg beim energischen Wandel'. Foto: Thomas Müller

1. Bürgerwerkstatt Nordhausen, Foto: Thomas Müller

1. Bürgerwerkstatt Nordhausen, Foto: Thomas Müller
Intensive Arbeit in einer der drei Arbeitsgruppen. Foto: Thomas Müller

tmue20151125b076_Fotor.jpg

tmue20151125b076_Fotor.jpg
Die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen werden allen Teilnehmern vorgestellt. Foto: Thomas Müller
1 / 11

Einen kurzen Input zu den Themen der drei Arbeitsgruppen ,Gemeinsam investieren‘, ,Gemeinsam Verhalten ändern‘ und ,Gemeinsam motivieren‘ gaben der Kommunikationsdesigner Prof. Steffen Schuhmann von der Kunsthochschule Berlin Weissensee, die Projektleiterin Kerstin Faber von der IBA Thüringen, der Vorsitzende des Vereins Bürgerenergie Thüringen Matthias Golle sowie Prof. Dagmar Everding vom Lehrstuhl Ökologischer Stadtumbau der Hochschule Nordhausen. Anschließend wurden eine Stunde lang Ideen gesammelt und erste Projektkooperationen verabredet.

Sie alle werden Bestandteil einer Zukunftsvision 2030+ für die Stadt und Region Nordhausen, mit der sich Nordhausen für die nächste Phase im Wettbewerb ,Zukunftsstadt‘ bewerben wird.

Nach einer Pause über den Jahreswechsel hinweg geht die Zukunftsstadt in Nordhausen am 18. Januar 2016 zum Thema einer zukünftigen Stadt-Land-Mobilität in die zweite Runde. 

Bericht zur Bürgerwerkstatt in der NZZ

Startschuss für die ‚Zukunftsstadt’ Nordhausen im Rahmen der IBA Kandidatur
04. November 2015

Startschuss für die ‚Zukunftsstadt’ Nordhausen im Rahmen der IBA Kandidatur

tmue20151027b102_b.jpg

tmue20151027b102_b.jpg
Auftaktveranstaltung zum Wettbewerb ‚Zukunftsstadt’ im Ratssaal des Bürgerhauses Nordhausen. Foto: Thomas Müller

tmue20151027b020_b.jpg

tmue20151027b020_b.jpg
Dr. Klaus Zeh, Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen, begrüßt die Teilnehmer. Foto: Thomas Müller

tmue20151027b047_b.jpg

tmue20151027b047_b.jpg
Diskussion mit Fritjof Mothes, StadtLabor Leipzig (Moderation); Beate Meißner, Stadt Nordhausen; Kerstin Faber, IBA Thüringen; Dr. Mathias Wilde, Goethe-Universität Frankfurt a.M; Prof. Dr. Dagmar Everding, Hochschule Nordhausen. Foto: Thomas Müller

tmue20151027b060_b.jpg

tmue20151027b060_b.jpg
Diskussion der Teilnehmer in Arbeitsgruppen. Foto: Thomas Müller

tmue20151027b090_b.jpg

tmue20151027b090_b.jpg
Ideen für die Zukunftsstadt Nordhausen. Foto: Thomas Müller
1 / 10

Deshalb hat sich die Stadt Nordhausen gemeinsam mit der Hochschule Nordhausen im Rahmen der IBA Qualifizierungsarbeit beim Wettbewerb ‚Zukunftsstadt’ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beworben. Unter dem Titel ‚Modellstadtregion für energetischen Wandel 2030+’ hat es Nordhausen als eine von 51 Kommunen deutschlandweit in die erste Phase des Wettbewerbs geschafft. In der ersten Phase geht es nun darum, diese vielen Akteure und Ideen für eine umweltbewusste und ressourcenschonende Zukunftsgestaltung zu finden und erste gemeinsame Projektvorschläge zu verabreden. Dazu finden in den kommenden Monaten drei Bürgerwerkstätten statt. Deren Ergebnisse werden bei erfolgreicher Bewerbung für die Phasen zwei und drei im Rahmen des Wettbewerbs in die Planung und Realisierung gehen.

Die Auftakt- und Informationsveranstaltung zum Wettbewerb ‚Zukunftsstadt’ fand am 27.10.15 von 19.30 bis 21.30 Uhr im Bürgerhaus Nordhausen statt. Der Einladungen folgten etwas 60 Akteure, die sich sogleich an moderierten Tischgesprächen folgenden Fragen stellten: Was können wir nur gemeinsam tun? Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Was ist ein energetischer Stadtumbau? Heraus kamen Ideen und Vorstellungen, die nun in die Vorbereitung der Bürgerwerkstätten fließen, zu denen alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Termine und Themen:
27.10.2015, 19.30 bis 21.30 Uhr, Auftaktveranstaltung ‚Zukunftsstadt’
25.11.2015, 18.00 bis 22.00 Uhr, 1. Bürgerwerkstatt ‚Gemeinsam Handeln’
18.01.2016, 18.00 bis 22.00 Uhr, 2. Bürgerwerkstatt ‚Stadt-Land-Mobilität’
22.02.2016, 18.00 bis 22.00 Uhr, 3. Bürgerwerkstatt ‚Energetischer Stadtumbau’
14.03.2016, 18.00 bis 22.00 Uhr, Abschlussveranstaltung und Präsentation der Ergebnisse

Veranstaltungsort:
Ratssaal im Bürgerhaus, Nikolaiplatz 1, 99734 Nordhausen

Termine 

Momentan keine Termine

Ansprechpartner 

Kerstin Faber
Projektleiterin
Telefon (temporär) +49 3644 877 926 3
kerstin.faber@iba-thueringen.de

Ort 
Nordhausen
Deutschland