Schwarzatal, Wasserfrische

Schwarzatal, Wasserfrische

Neue Landschaftserlebnisse: Wiederbelebung von Sommerfrische-Orten entlang der Schwarza

Ausgehend vom kooperativen Werkstattverfahren ›Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal‹ 2018, das Konzepte zur Landschaftsgestaltung von verschiedenen Standorten untersuchte, sind nun zwei Wassergrundstücke im Schwarzatal zu IBA Projekten ernannt worden: Schwarzmühle und Obstfelderschmiede, beides Bahnhaltepunkte und Wanderstarts zum Panoramaweg.

Hier entstehen Mini-Topographien für besondere Wasser-, Landschafts- und Naturerlebnisse, so sind in Meuselbach-Schwarzmühle ein Wanderplatz und Sommergarten und am Bahnhof Obstfelderschmiede ein grüner Verweilort geplant. Die Entwürfe für eine Wasserfrische hat Landschaftsarchitektin Anna Lundqvist ausgearbeitet vom Büro MAN MADE LAND ausgearbeitet. 

Die Wasserfrische ist Teil des favorisierten Entwurfs von ›MAN MADE LAND‹ und ›fabulism‹ der, aus dem kooperativen Werkstattverfahren ›Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal‹ 2018 hervorgegangen ist, organisiert vom tatkräftige Verein ›Zukunftswerkstatt Schwarzatal‹ mithilfe des Modellprogramms der Raumordnung des Bundes (MORO) und der IBA Thüringen sowie in Kooperation mit der LEADER Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt. Unter dem Titel ›Slow Landscape – Sommerfrische am Panoramawegnetz‹ schlägt der favorisierte Entwurf ein systematisches und gut strukturiertes Gesamtkonzept vor, bei dem der 136 Kilometer lange Panoramaweg des Schwarzatals als verbindendes Element interpretiert wird.

Projektprozess 
IBA Fachbeirat empfiehlt Projektstatus für Wasserfrische
05. März 2021

IBA Fachbeirat empfiehlt Projektstatus für Wasserfrische

Pilotprojekt ›Wasserfrische‹ 2019/2020
14. September 2020

Pilotprojekt ›Wasserfrische‹ 2019/2020

Schwarzburger Gespräche zum ›Zukunftsfähigen Landschaftsbild Schwarzatal‹
24. August 2018

Schwarzburger Gespräche zum ›Zukunftsfähigen Landschaftsbild Schwarzatal‹

Die entstandenen Entwürfe wurden am ersten Tag der Schwarzburger Gespräche öffentlich präsentiert. Nach einer folgenden Komitee-Sitzung wurde der Entwurf 'Slow Landscape Schwarzatal - Sommerfrische am Panoramawegnetz' von man made land & fabulism favorisiert und ein erstes Pilotprojekt empfohlen.

In dem Entwurf wird der Panoramaweg als verbindendes Raumelement mit wesentlichen Querverbindungen als Netzwerk im Schwarzatal gestärkt. Die neue Sommerfrische, die sich derzeit vor allem noch auf die Öffnung und Transformation leerstehendender Sommerfrische Häuser konzentriert, wird mit den Themen Dorf- und Wasserfrische, Wiesen- und Waldfrische angereichert. Die Entwicklung einer Food Akademie an der Mankenbachs Mühle in Verbindung mit einer baulichen Intervention an dem Fluss Schwarza soll ein positives und modellhaftes Initial für die Belebung der Gastronomie in der Sommerfrische Landschaft sein. Die Maßnahmen sollen unter aktiver Einbeziehung der Bewohner im Schwarzatal erfolgen.

Das Kooperative Werkstattverfahren 'Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal' wurde ausgelobt von der Zukunftswerkstatt Schwarzatal e.V.
, Verein zur Förderung einer zukunftsfähigen regionalen Entwicklung, in Kooperation mit der Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen GmbH und
 LEADER-Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt.

Am zweiten Tag der Schwarzburger Gespräche wurde die favorisierte Arbeit einem breiten Publikum vorgestellt und darauf basierend eine Charta für das Schwarzatal diskutiert. Alle vier Arbeiten der Landschaftsarchitektursbüros wurden im Anschluss an die Schwarzburger Gespräche im Kaisersaalgebäude von Schloss Schwarzburg zum Tag der Sommerfrische ausgestellt.

Alle am Kooperativen Werkstattverfahren beteiligten Teams:

Favorisierte Arbeit: man made land – Prof. Anna Lundquist, Lena Flamm & fabulism: Mirko Andolina
A24 Landschaft - Steffan Robel, Lola Meyer, Jan Grimmek, Jürgen Höfler, Olivia Grandi
Station C23 - Prof. Sigrun Langner, Michael Rudolph, Mara Trübenbach, Anna Bauch & herr meier licht: Jürgen Meier
bauchplan ).( - Kay Strasser, Tina Roj, Victoria Wakulicz, Elisabeth Judmair, Julia Ulrich, Wasim Dery, Fernando Nebot Gomez, Arnaud Calatayud, Abdelrahman Gamil, Julia Merkle, Nicolas Posso Vidales, Jonas Hammerer, Polina Palo, Thomas Meyer, Michael Franke, Marie Baldenweck, Eleni Boutsika-Palles, Anna Stauber, Janet Kyas-Reich

Gefördert bzw. betreut wird das Vorhaben im Bundesprogramm ›Modellvorhaben der Raumordnung‹ (MORO, Projekt Regionale Landschaftsgestaltung) vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Kooperatives Werkstattverfahren ›Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal‹ gestartet
28. Mai 2018

Kooperatives Werkstattverfahren ›Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal‹ gestartet

Eingeladen waren vier regional, überregional und international besetzte Landschaftsarchitekturstudios: A24, bauchplan ).(, man made land und Station C23. Die Bearbeitungsteams sind interdisziplinär mit Landschaftsarchitekten, Architekten, Szenografen bzw. Künstlern besetzt. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurde die Aufgabenstellung umfassend vorgestellt und diskutiert, das Mittlere Schwarzatal und die Bergbahnregion Schwarzatal bereist und es fand ein reger Austausch mit Projektpartner vor Ort statt.

Bei der Zwischenpräsentation am 18. Juni 2018 stellten die Teams ihre ersten Ideen zur Diskussion vor Ort vor. Im Rahmen der Schwarzburger Gespräche am 24. und 25. August 2018 wurden die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert.