Projekt
Baustelle: 

Wie entsteht aus regionalen Baustoffen und Hightech ein IBA Prototyp?

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KUKA Roboter bei der Präzisionsfertigung eines Holtzteils am ICD in Stuttgart © ICD/ITKE/IIGS University of Stuttgart

Timber Prototype

Timber Prototype

Ziel dieses Forschungs- und Entwicklungsprojektes ist ein experimentelles, mobiles und wandelbares Bauwerk, das an unterschiedlichsten Standorten der IBA in Thüringen zum Einsatz kommt. Dabei werden traditionelle regionale Rohstoffe und innovative Fertigungs- und Fügungstechniken vereint. Das Vorhaben bezieht sich unmittelbar auf die IBA Baustelle ‚Baukultur Made in Thüringen’ und wird in den kommenden Monaten weiter qualifiziert.

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Struktur eines experimentellen Versuchsbaus in Holzbauweise am ICD in Stuttgart © ICD/ITKE/IIGS University of Stuttgart

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Statik eines Versuchsbaus mittels Finite Elemente Berechnung am ICD in Stuttgart © ICD/ITKE/IIGS University of Stuttgart
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04. September 2017

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Die skulpturale Arbeit von Carsten Nicolai ist von den Flammenorgeln aus dem späten 18. Jahrhundert inspiriert. Foto: Thomas Müller

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Schloss Schwarzburg soll zu einem Denkort für Demokratie werden. Foto: Thomas Müller

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Timber Prototype: Visualisierung des Innenraums. Darstellung: Geronimo Bujny

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Siegerentwurf zur Tank- und Rastanlage ‚Leubinger Fürstenhügel’ von MONO Architekten, Berlin
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Timber Prototype
Der Timber Prototype ist ein wandelbares Bauwerk in einer experimentellen, hochdämmenden Holzbauweise mit rund 20 Quadratmetern Grundfläche. Der Bau als Ergebnis eines Forschungsprojektes bietet Lösungsansätze für zwei wesentliche Probleme des Bauens: die Erhöhung des Anteils an nachwachsenden Rohstoffen in modernen Bauweisen und die Verbesserung der Wiederverwendbarkeit von Baumaterial.

„Seit einigen Jahren erfährt der Baustoff Holz in Fragen der Nachhaltigkeit und Vorfertigung eine rasante Entwicklung. In Regionen wie Süddeutschland, Vorarlberg oder der Schweiz trägt er zur Wirtschaftskraft und baukulturellen Identität bei. In Thüringen hingegen hat er ein hohes Entwicklungspotential. Durch die Verknüpfung modernster Entwurfs- und Fertigungstechnologien in Kombination mit dem regionalen Baustoff möchte das Projekt sowohl technisch als auch gestalterisch die Spielräume ausloten und neue Entwicklungsperspektiven aufzeigen“, so IBA Fachbeiratsmitglied Barbara Holzer. 

Der Prototyp wird im Herbst 2017 aus robotisch vorgefertigten Holzelementen auf dem Gelände des Eiermannbaus in Apolda montiert. Denkbar ist ein anschließender Aufbau auch an anderen Standorten in Thüringen. Unterschiedliche Nutzungen beziehungsweise Möblierungen sind je nach Kontext möglich. Eine denkbare Nutzungsart ist eine minimierte Wohnfunktion in dieser Mikroarchitektur. 

 

Tank- und Rastanlage ‚Leubinger Fürstenhügel’
In unmittelbarer Nachbarschaft der bedeutenden archäologischen Fundstätte ‚Leubinger Fürstenhügel‘ entsteht an der Bundesautobahn A 71eine Tank- und Rastanlage. Dabei sollen die Ergebnisse eines europaweit ausgelobten interdisziplinären Planungswettbewerbs – Hochbauarchitektur, Landschaftsarchitektur, Kommunikationsdesign – zu einer beispielgebenden Lösung einer Baukultur ‚Made in Thüringen’ umgesetzt werden, die Bezug auf das archäologische Erbe der Region nimmt. Mit der IBA Projektnominierung für die Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel unterstreicht die IBA Thüringen die Bedeutung eines erfolgreichen Verlaufs des Vergabeverfahrens. Gemäß der Empfehlung des Fachbeirats der IBA Thüringen ist dies besonders der Fall, wenn die Umsetzung des mit dem 1. Preis ausgezeichneten Wettbewerbsentwurfs aus dem für die Tank- und Rastanlage durchgeführten Planungswettbewerb erreicht werden kann. Am 1. September 2017 erhielt Shell Deutschland Oil GmbH den Zuschlag als Konzessionsnehmer der Tank- und Rastanlage für mindestens 30 Jahre und wird den Siegerentwurf des interdisziplinären Planungswettbewerbs und die Empfehlungen der IBA Thüringen umsetzen.

Termine 

Momentan keine Termine

Ansprechpartner 

Tobias Haag

Projektleiter
Telefon +49 3643 5831-67

tobias.haag@iba-thueringen.de

Ort 
Wechselnde Standorte in Thüringen
Deutschland
Projektträger
Förderer

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung durch die Forschungsinitiative Zukunft Bau