atelier le balto

Projekte
Schwarzatal, Bahnhof Rottenbach

Schwarzatal, Bahnhof Rottenbach

Schwarzatal, Bahnhof Rottenbach

Tor in die Region: Genossenschaft übernimmt Nahversorgung

»Aus der simplen Mobilitätsschnittstelle tief im ländlichen Raum wird die Schnittstelle von Asphalt und Staudenbeet, von Discounter und Genossenschaft, von Globalisierung und Regionalität, kurz: von StadtLand.«
Prof. Andreas Wolf, ehemaliges Fachbeiratsmitglied der IBA Thüringen

Die Bahn fährt noch, aber das Bahnhofsgebäude steht leer. Eine mittlerweile typische Situation in ländlichen Regionen. Auch die Stadt Königsee im Schwarzatal, historisch geprägt von Tourismus, Landwirtschaft und mittelständischen Unternehmen, war davon betroffen.

Der leer stehende Bahnhof Rottenbach wurde als ein ›Tor ins Schwarzatal‹ saniert und wird seit dem 5. Juli 2019 flexibel als BahnHofsladen und Bürgerbüro genutzt.

Die denkmalgerechte Sanierung des Bahnhofsgebäudes erfolgte durch das Baubüro Lehninger aus Gotha.

Eine 2015 gegründete Genossenschaft lokaler Produzenten betreibt seit Juli 2019 den BahnHofladen, der eigene Produkte aus der Region anbietet. Damit werden Reisende und Bewohner gleichermaßen versorgt, ohne den BahnHofladen gäbe es kein Lebensmittelgeschäft mehr im Ort.

Mehr zum Projekt 
Eröffnung des Bahnhofs Rottenbach mit BahnHofladen
05. Juli 2019

Eröffnung des Bahnhofs Rottenbach mit BahnHofladen

Bahnhof Rottenbach gehörte 2014 im Rahmen der Initiative der Zukunftswerkstatt Schwarzatal zu den ersten nominierten IBA Vorhaben. Die Genossenschaft BahnHofladen Rottenbach e.G. gründete sich 2015: »Wir wollten nicht weiter über den Verfall im Zentrum unserer Stadt jammern, sondern mit verlässlichen Partnern die Sanierung des Bahnhofs angehen und einfach selbst machen!«, so der Genossenschafts-Vorsitzende Peter Möller.

Vor zwei Jahren begann die denkmalgerechte Sanierung des Bahnhofsgebäudes unter Leitung des baubüros lehniger aus Gotha. Bereits 2015 setzte sich das Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto aus Berlin mit dem Entwurf ›STADTLAND:INSELN!‹ zur Gestaltung eines Verkehrsverknüpfungspunkts vor dem Bahnhof durch. Im Wintersemester 2016/17 erarbeiteten Studierende der Bauhaus-Universität Weimar und der Hochschule Technik Wissenschaft und Kultur (HTWK) Leipzig Entwürfe für die Gestaltung des BahnHofladens. Daraus ging das Architekturbüro K²L Architekten aus Leipzig hervor, das in Zusammenarbeit mit dem Architektur- und Ingenieurbüro Lindig | Herbst | Lichtenheld aus Rudolstadt aus dem Entwurf Realität machte. Die Besonderheit: Der BahnHofladen wird flexibel zum Verkauf oder als Bürgertreffpunkt genutzt.

Die Qualitätsmaßnahme, unterstützt und begleitet durch die IBA Thüringen, hat sich gelohnt: Der Bahnhof ist ein Schmuckstück, der BahnHofladen modern, der Bahnhofsvorplatz regionaltypisch: Regionale Materialien wie Holz und Schiefer und grüne Inseln mit Staketenzaun umsäumt greifen typische Landschaftsbilder auf.

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft war maßgeblich an der Förderung des IBA Projekts beteiligt. Weitere Unterstützung erfuhr das Vorhaben von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), vom Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR), vom Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera (ALF), von der LEADER-Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt und von Investitionen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Testfahrt Wasserstoffzug
04. Februar 2019

Testfahrt Wasserstoffzug

Entwurf der HTWK Leipzig für BahnHofladen Rottenbach
14. Februar 2017

Entwurf der HTWK Leipzig für BahnHofladen Rottenbach

Er verdichtet das Warenangebot auf variable Regale an der Längsseite des Raumes.

L-förmige Spangen, die sich über den Raum spannen, nehmen Vorhänge auf, mit denen sich der Raum unterteilen und abtrennen lässt.

25 Studierende reichten ihre Arbeiten ein, von denen sechs für die erste Präsentation am 14. Februar 2017 im Rathaus Königsee-Rottenbach ausgewählt wurden. Davon gelangten zwei in die engere Auswahl. Foto: Clemens Weise

Der BahnHofladen ist Teil des Bahnhofs Rottenbach. Dieser soll als ‚Ein Tor ins Schwarzatal’ zu einem Ort des Willkommens und einem neuen Knotenpunkt werden.

Umbaustelle Bahnhof Rottenbach
18. Juli 2016

Umbaustelle Bahnhof Rottenbach

Am 18. Juli 2016 wurde der Umbau des Verkehrsverknüpfungspunkts Bahnhof Rottenbach unter Beileigung des Bürgermeisters der Gemeinde Königsee-Rottenbach, Volker Stein, Herrn Staatssekretär Dr. Klaus Sühl vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, Frau Diana Saager, Leiterin der Oberweißbacher Berg- und Schwarztalbahn, Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen, und Véronique Faucheur sowie Marc Pouzol vom Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto gestartet.

Etwa 150 Gäste waren mit von der Partie und verfolgten die gemeinsame Pflanzung des Apfelbaums der Sorte 'Ruhm aus Thüringen'. Der Apfelbaum steht symbolisch für die STADTLAND:Inseln, die auf dem Verkehrsverknüpfungspunkt und Vorplatz Bahnhof Rottenbach noch entstehen sollten.

Anschließend konnten bei einem ersten bunten Markttreiben kulinarische Spezialitäten aus der Region präsentiert und verköstigt werden.

Dies war eine gelungene Einstimmung auf den genossenschaftlichen Regionalladen, der 2019 eröffnen soll.

Das IBA Projekt ist eine Gemeinschaftsleistung der Stadt Königsee-Rottenbach, der LEADER-Aktionsgruppe Saalefeld-Rudolstadt, der Genossenschaft BahnHofladen Rottenbach e.G., der Initiative 'Zukunftswerkstatt Schwarztal', der Oberweißbacher Berg- und Schwarztalbahn, der IBA Thüringen und vieler engagierter Bürger und Bürgerinnen im Schwarzatal. Das Vorhaben wird durch das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft unter anderem mit Mitteln des ÖPNV gefördert.

Ideenstudie: STADTLAND! INSELN für den Bahnhof Rottenbach
30. Juni 2015

Ideenstudie: STADTLAND! INSELN für den Bahnhof Rottenbach

Der Bahnhofsvorplatz Rottenbach wurde nach Entwürfen des atelier le balto realisiert.

Am 1. Juni 2015 lud die Stadt Königsee-Rottenbach fünf renommierte regionale, nationale und internationale Büros ein, Rottenbach und das Schwarzatal kennenzulernen. Der BahnHofladen gehörte damals noch zum IBA Kandidat 'Resilientes Schwarzatal', das im September 2014 zum IBA Kandidaten nominiert wurde. In der Qualifizierungsphase ging es darum, exemplarische und exzellente Lösungen zu finden, die dem Anspruch einer Internationalen Bauausstellung gerecht werden. Diese müssen nicht immer teurer als der Mindeststandard sein. Manchmal ist es die pfiffige Idee, die das Besondere schafft und gleichzeitig  den Aufwand optimiert. Zu den Kriterien der Bewertung der Ideenstudie zählten deshalb auch die Kosten.

Peter Möller, Geschäftsführer der Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn, verwies auf den günstigen Umstand, dass mit der BahnHofladen Genossenschaft im Gegensatz zu ähnlichen Projekten die Nutzung des Bahnhofs geklärt ist. Die Gestaltung des Gesamtensembles soll nicht zuletzt die Bedeutung des Rottenbacher Bahnhofs als Tor zum Schwarzatal zum Ausdruck bringen.

An der Ideenstudie betieligten sich neben atelier le balto:

freiraumpioniere, Weimar
HEINISCH Landschaftsarchitekten, Gotha
evergreen landschaftsarchitektur, Dresden
r + p Landschaft s Architektur, Dresden

 

Schwarzatal, Region

Schwarzatal, Region

Schwarzatal, Region

Neue Sommerfrische: Akteure aus Stadt und Land gestalten die Landschaft

›Die herausragende Qualität der Landschaft ist ein wesentliches Identifikationselement und Gemeinschaftsprojekt der Bewohner des Schwarzatals. Das IBA Vorhaben zeigt in herausragender Weise, wie es gelingen kann, aus den Bedingungen und Eigenarten der Landschaft programmatische Ideen zu entwickeln und umzusetzen, die die Sommerfrische-Landschaft neu in Wert setzen.‹
Prof. Antje Stokmann, Fachbeirätin IBA Thüringen

Am Nordrand des Thüringer Schiefergebirges erstreckt sich das Schwarzatal entlang der 53 Kilometer langen Schwarza.

Das Schwarzatal am Nordrand des Thüringer Schiefergebirges war vor der Vereinigung eines der beliebtesten Urlaubsziele der DDR. Bereits im 19. Jahrhundert erholten sich dort touristische Gäste an der kühlen Schwarza.

Um ein zukunftsfähiges Landschaftsbild für das Schwarzatal zu entwickeln, organisierte der tatkräftige Verein ›Zukunftswerkstatt Schwarzatal‹ 2018 ein kooperatives Werkstattverfahren – mithilfe des Modellprogramms der Raumordnung des Bundes (MORO) und der IBA Thüringen sowie in Kooperation mit der LEADER Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt. Hier trafen vier internationale Landschaftsarchitekturbüros auf die Akteure aus der Region. Im favorisierten Entwurf von ›MAN MADE LAND‹ und ›fabulism‹ wird der 136 Kilometer lange Panoramaweg des Schwarzatals als verbindendes Element interpretiert.

Unter dem Titel ›Slow Landscape Schwarzatal – Sommerfrische am Panoramawegnetz‹ schlägt der favorisierte Entwurf ein systematisches und gut strukturiertes Gesamtkonzept vor: Die vorhandenen Qualitäten des Wanderwegnetzes im Schwarzatal sollen unter dem Motto ›Less is More‹ gestärkt werden. Hierfür wird die Konzentration auf den Panaromawanderweg gelegt, der ausgedünnt und durch ausgewählte Querverbindungen ergänzt wird. Entlang des Wegnetzes werden für verschiedene Landschaftstypen – ›Waldfrische‹, ›Wasserfrische‹, ›Wiesenfrische‹ und ›Dorffrische‹ – programmatische Ideen vorgeschlagen, um die Sommerfrische-Landschaft erlebbar zu machen und die lokale Ökonomie zu stärken.

Mehr zum Projekt 
Pilotprojekt ›Waldfrische‹ 2019
20. Januar 2020

Pilotprojekt ›Waldfrische‹ 2019

Rückblick auf den Tag der Sommerfrische 2019
25. August 2019

Rückblick auf den Tag der Sommerfrische 2019

Schwarzburger Gespräche zum ›Zukunftsfähigen Landschaftsbild Schwarzatal‹
24. August 2018

Schwarzburger Gespräche zum ›Zukunftsfähigen Landschaftsbild Schwarzatal‹

Die entstandenen Entwürfe wurden am ersten Tag der Schwarzburger Gespräche öffentlich präsentiert. Nach einer folgenden Komitee-Sitzung wurde der Entwurf 'Slow Landscape Schwarzatal - Sommerfrische am Panoramawegnetz' von man made land & fabulism favorisiert und ein erstes Pilotprojekt empfohlen.

In dem Entwurf wird der Panoramaweg als verbindendes Raumelement mit wesentlichen Querverbindungen als Netzwerk im Schwarzatal gestärkt. Die neue Sommerfrische, die sich derzeit vor allem noch auf die Öffnung und Transformation leerstehendender Sommerfrische Häuser konzentriert, wird mit den Themen Dorf- und Wasserfrische, Wiesen- und Waldfrische angereichert. Die Entwicklung einer Food Akademie an der Mankenbachs Mühle in Verbindung mit einer baulichen Intervention an dem Fluss Schwarza soll ein positives und modellhaftes Initial für die Belebung der Gastronomie in der Sommerfrische Landschaft sein. Die Maßnahmen sollen unter aktiver Einbeziehung der Bewohner im Schwarzatal erfolgen.

Das Kooperative Werkstattverfahren 'Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal' wurde ausgelobt von der Zukunftswerkstatt Schwarzatal e.V.
, Verein zur Förderung einer zukunftsfähigen regionalen Entwicklung, in Kooperation mit der Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen GmbH und
 LEADER-Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt.

Am zweiten Tag der Schwarzburger Gespräche wurde die favorisierte Arbeit einem breiten Publikum vorgestellt und darauf basierend eine Charta für das Schwarzatal diskutiert. Alle vier Arbeiten der Landschaftsarchitektursbüros wurden im Anschluss an die Schwarzburger Gespräche im Kaisersaalgebäude von Schloss Schwarzburg zum Tag der Sommerfrische ausgestellt.

Alle am Kooperativen Werkstattverfahren beteiligten Teams:

Favorisierte Arbeit: man made land – Prof. Anna Lundquist, Lena Flamm & fabulism: Mirko Andolina
A24 Landschaft - Steffan Robel, Lola Meyer, Jan Grimmek, Jürgen Höfler, Olivia Grandi
Station C23 - Prof. Sigrun Langner, Michael Rudolph, Mara Trübenbach, Anna Bauch & herr meier licht: Jürgen Meier
bauchplan ).( - Kay Strasser, Tina Roj, Victoria Wakulicz, Elisabeth Judmair, Julia Ulrich, Wasim Dery, Fernando Nebot Gomez, Arnaud Calatayud, Abdelrahman Gamil, Julia Merkle, Nicolas Posso Vidales, Jonas Hammerer, Polina Palo, Thomas Meyer, Michael Franke, Marie Baldenweck, Eleni Boutsika-Palles, Anna Stauber, Janet Kyas-Reich

Gefördert bzw. betreut wird das Vorhaben im Bundesprogramm 'Modellvorhaben der Raumordnung' (MORO, Projekt Regionale Landschaftsgestaltung) vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Kooperatives Werkstattverfahren ›Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal‹ gestartet
28. Mai 2018

Kooperatives Werkstattverfahren ›Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal‹ gestartet

Eingeladen waren vier regional, überregional und international besetzte Landschaftsarchitekturstudios: A24, bauchplan ).(, man made land und Station C23. Die Bearbeitungsteams sind interdisziplinär mit Landschaftsarchitekten, Architekten, Szenografen bzw. Künstlern besetzt. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurde die Aufgabenstellung umfassend vorgestellt und diskutiert, das Mittlere Schwarzatal und die Bergbahnregion Schwarzatal bereist und es fand ein reger Austausch mit Projektpartner vor Ort statt.

Bei der Zwischenpräsentation am 18. Juni 2018 stellten die Teams ihre ersten Ideen zur Diskussion vor Ort vor. Im Rahmen der Schwarzburger Gespräche am 24. und 25. August 2018 wurden die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert.

Resilientes Schwarzatal Teil des Bundesprogramms MORO
01. September 2017

Resilientes Schwarzatal Teil des Bundesprogramms MORO

Schwarzburger Gespräche zu Kulturgut, Lebensraum und Zukunftskapital
31. August 2016

Schwarzburger Gespräche zu Kulturgut, Lebensraum und Zukunftskapital

StadtLand Gespräch in Bechstedt
02. September 2015

StadtLand Gespräch in Bechstedt

Das StadtLand Gespräch fand auf dem KulturNaturHof Bechstedt statt.

Teilnehmer des Gesprächs waren IBA Geschäftsführerin Dr. Marta Doehler-Behzadi, Dr. Burkhardt Kolbmüller vom KulturNaturHof Bechstedt, Dr. Alexander Bittner von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Architekt Florian Aicher, Kulturwissenschaftler und Regionalentwickler Lars Fischer und IBA Projektleiterin Kerstin Faber.

Neue Formen der Kommunikation zwischen allen Beteiligten sind notwendig, um Kulturlandschaften nachhaltig zu entwickeln. Sie müssen Geltung erlangen und brauchen Zeit, um zu wirken.

Impulssetzungen können motivierend wirken. Ein neuer transdisziplinärer Diskurs über den Zugriff auf Fläche und ihre Ressourcen zwischen Stadt und Land könnte erprobt werden.

Der Zugriff auf landwirtschaftliche Fläche kann durch Vergabeverfahren von Gemeinden und Institutionen nachhaltiger gesteuert werden. Ein 'back to the roots' wird es nicht geben, jedoch müssen die Produktionsweisen und das Konsumverhalten öffentlich und kritisch hinterfragt werden. Es fehlt eine Lobby der Dörfer und eine Kultur der Ideen; dies müsste befördert werden. Ein Erfahrungsaustausch von Erfolgen zwischen Stadt und Land ist notwendig, nicht zuletzt auch, um Zusammenhänge und gegebenenfalls neue Verbindungen zu identifizieren. Illustration des Gesprächs von Rosa Linke und Stefan Kowalczyk

Das IBA StadtLand Gespräch in Bechstedt wurde durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Erste Schwarzburger Gespräche mit Beteiligung der IBA
25. Oktober 2014

Erste Schwarzburger Gespräche mit Beteiligung der IBA

Kalender 
13. August 2020 - 14:00 bis 16:00
23. August 2020
Ort 
Schwarzatal
Deutschland
Artikel
Eröffnung des Bahnhofs Rottenbach mit BahnHofladen
05. Juli 2019

Eröffnung des Bahnhofs Rottenbach mit BahnHofladen

Bahnhof Rottenbach gehörte 2014 im Rahmen der Initiative der Zukunftswerkstatt Schwarzatal zu den ersten nominierten IBA Vorhaben. Die Genossenschaft BahnHofladen Rottenbach e.G. gründete sich 2015: »Wir wollten nicht weiter über den Verfall im Zentrum unserer Stadt jammern, sondern mit verlässlichen Partnern die Sanierung des Bahnhofs angehen und einfach selbst machen!«, so der Genossenschafts-Vorsitzende Peter Möller.

Vor zwei Jahren begann die denkmalgerechte Sanierung des Bahnhofsgebäudes unter Leitung des baubüros lehniger aus Gotha. Bereits 2015 setzte sich das Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto aus Berlin mit dem Entwurf ›STADTLAND:INSELN!‹ zur Gestaltung eines Verkehrsverknüpfungspunkts vor dem Bahnhof durch. Im Wintersemester 2016/17 erarbeiteten Studierende der Bauhaus-Universität Weimar und der Hochschule Technik Wissenschaft und Kultur (HTWK) Leipzig Entwürfe für die Gestaltung des BahnHofladens. Daraus ging das Architekturbüro K²L Architekten aus Leipzig hervor, das in Zusammenarbeit mit dem Architektur- und Ingenieurbüro Lindig | Herbst | Lichtenheld aus Rudolstadt aus dem Entwurf Realität machte. Die Besonderheit: Der BahnHofladen wird flexibel zum Verkauf oder als Bürgertreffpunkt genutzt.

Die Qualitätsmaßnahme, unterstützt und begleitet durch die IBA Thüringen, hat sich gelohnt: Der Bahnhof ist ein Schmuckstück, der BahnHofladen modern, der Bahnhofsvorplatz regionaltypisch: Regionale Materialien wie Holz und Schiefer und grüne Inseln mit Staketenzaun umsäumt greifen typische Landschaftsbilder auf.

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft war maßgeblich an der Förderung des IBA Projekts beteiligt. Weitere Unterstützung erfuhr das Vorhaben von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), vom Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR), vom Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera (ALF), von der LEADER-Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt und von Investitionen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Ideenstudie: STADTLAND! INSELN für den Bahnhof Rottenbach
30. Juni 2015

Ideenstudie: STADTLAND! INSELN für den Bahnhof Rottenbach

Der Bahnhofsvorplatz Rottenbach wurde nach Entwürfen des atelier le balto realisiert.

Am 1. Juni 2015 lud die Stadt Königsee-Rottenbach fünf renommierte regionale, nationale und internationale Büros ein, Rottenbach und das Schwarzatal kennenzulernen. Der BahnHofladen gehörte damals noch zum IBA Kandidat 'Resilientes Schwarzatal', das im September 2014 zum IBA Kandidaten nominiert wurde. In der Qualifizierungsphase ging es darum, exemplarische und exzellente Lösungen zu finden, die dem Anspruch einer Internationalen Bauausstellung gerecht werden. Diese müssen nicht immer teurer als der Mindeststandard sein. Manchmal ist es die pfiffige Idee, die das Besondere schafft und gleichzeitig  den Aufwand optimiert. Zu den Kriterien der Bewertung der Ideenstudie zählten deshalb auch die Kosten.

Peter Möller, Geschäftsführer der Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn, verwies auf den günstigen Umstand, dass mit der BahnHofladen Genossenschaft im Gegensatz zu ähnlichen Projekten die Nutzung des Bahnhofs geklärt ist. Die Gestaltung des Gesamtensembles soll nicht zuletzt die Bedeutung des Rottenbacher Bahnhofs als Tor zum Schwarzatal zum Ausdruck bringen.

An der Ideenstudie betieligten sich neben atelier le balto:

freiraumpioniere, Weimar
HEINISCH Landschaftsarchitekten, Gotha
evergreen landschaftsarchitektur, Dresden
r + p Landschaft s Architektur, Dresden

 

Kalender
Rückblick
26. August 2016 bis 27. August 2016

Landschaft – Kulturgut, Lebensraum und Zukunftskapital
Schwarzburger Gespräche 2016

Unsere mitteleuropäischen Kulturlandschaften sind über Jahrhunderte durch menschliche Aktivitäten gestaltet worden. Sie bilden heute Lebensräume von hoher Attraktivität und nie dagewesener Lebensqualität. Zugleich stehen Kulturlandschaften unter erheblichem Druck: Abwanderung und Überalterung stellen die Daseinsvorsorge in Frage, unsensible Nutzungen führen zu irreversiblen Veränderungen, globalisierte Warenströme machen Regionen anfällig für Störungen.

Diese Befunde treffen in ihrer Ambivalenz auch auf das Schwarzatal zu: Ein großartiger Natur- und geschichtsträchtiger Kulturraum kann bis heute die Nach-Wende-Verluste nur schwer kompensieren; Dörfer und Städte schrumpfen, Orts- und Landschaftsbilder werden überformt. Auf der anderen Seite sind Einheimische wie Besucher immer wieder von der Kulturlandschaft des Tales beeindruckt, von ihren vielfältigen Potenzialen als alltägliches Lebensumfeld und als touristische ‚Sommerfrische’. Aktuell hat sich die Internationale Bauausstellung IBA Thüringen das Schwarzatal als Schwerpunkt ausgesucht, um eine zukunftsweisende Gestaltung von Landschaft, Baukultur und sozialer Infrastruktur beispielhaft zu fördern.

Wie muss sich das Schwarzatal entwickeln, um auch zukünftig für Einwohner wie Gäste attraktiv zu bleiben? Wie kann man Bewohner und Verantwortungsträger besser an Gestaltungs- und Entwicklungsprozessen beteiligen? Was wäre zu tun, damit die einzigartige Kulturlandschaft überregional stärker wahrgenommen wird? Was können Inputs von außen, was kann speziell die Internationale Bauausstellung IBA Thüringen dazu beitragen?

Über diese Fragen möchten wir in den Schwarzburger Gesprächen gern mit Ihnen ins Gespräch kommen. Wir laden dazu herzlich ein und freuen uns über Ihre aktive Mitwirkung! Insbesondere interessieren uns Ihre Lieblingsorte im Schwarzatal und Ihre Vorschläge für neue Gestaltungen.

Veranstalter: Initiative Zukunftswerkstatt Schwarzatal

Freitag, 26. August

13.00 Uhr  
Begrüßungskaffee und erste Verständigung: Mein Lieblingsort im Schwarzatal
(Vorschläge können auf einer Wandkarte markiert werden)

13.30 Uhr  
Eröffnung und Einführung in das Thema
Burkhardt Kolbmüller (Zukunftswerkstatt Schwarzatal)

14.00 Uhr
Entstehung, Entwicklung und Reflexion von Landschaftsbildern
Prof. Ilke Marschall (FH Erfurt, FB Landschaftsarchitektur)

14.30 Uhr  
‚Sommerfrische Schwarzatal’ – Bilder einer traditionsreichen Kulturlandschaft
Kristine Glatzel (Förderverein Schloss Schwarzburg e.V.)

anschl. Diskussion

15.30 Uhr
Kaffeepause

16.00 Uhr
Vertiefung in thematischen Gruppen              

a) Kulturlandschaften als sinnliche und soziale Sehnsuchtsräume
Wie sind unsere Vorstellungen von „schöner Landschaft“ entstanden, und welche Bilder tragen uns in die Zukunft?

b) Kulturlandschaft Schwarzatal – Natur, Land- und Forstwirtschaft, Sommerfrische
Wie ist die Wahrnehmung ‚unserer’ Kulturlandschaft? Was schätzen wir besonders, was stört uns, und warum? Was sollte verändert und weiter entwickelt werden?

c) Strategischer Dialog
Könnte nicht alles auch ganz anders sein? Ein (moderierter) freier Raum für Reflexion und Austausch

17.30 Uhr           
Ernteplenum: Was haben wir gelernt und erfahren?

18.00 Uhr           
Abendessen

anschl.                 
Tagesausklang am Lagerfeuer
 

Sonnabend, 27. August

9.00 Uhr     
Einführung: Zukunftsfähiges Landschaftsbild Schwarzatal. Kommunikation, Identität und Marke
Ulrike Rothe (IBA Thüringen)

9.30 Uhr
Wirkung und Kommunikation neuer Raumbilder. Das Lausitzer Seenland
Kathrin Winkler (Geschäftsführerin Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V.)

10.00 Uhr
Altes aufnehmen, Neues gestalten. Möglichkeiten moderner Landschaftsarchitektur
Veronique Faucheur / Marc Pozoul (atelier le balto, Berlin)

anschl. Diskussion

11.00 Uhr  
Kaffeepause

11.30 Uhr           
Vertiefung in thematischen Gruppen

a) ‚Sommerfrische Schwarzatal’ – Wie bringt man eine traditionsreiche Kulturlandschaft in die Zukunft?
Diskussion möglicher Inhalte und Schwerpunkte eines zukunftsfähigen Landschaftsbildes Schwarzatal

b) Dialogischer Spaziergang:
Ein beweglicher Diskussionsraum in der Landschaft als Alternative zu Diskursen in geschlossenen Räumen                                                                              

13.00 Uhr  
Ernteplenum, Verabredungen
Was haben wir gelernt und erfahren? Wie geht es jetzt weiter?

13.30 Uhr           
Mittagsimbiss im Schlossgarten

14.30 Uhr  
Exkursion
Geführte Sommerfrische-Wanderung auf den ehemaligen fürstlichen ‚Chaisenwegen’ um Schwarzburg, mit abschließendem gemeinsamen Kaffeetrinken

Ende gegen 17.00 Uhr

Kaisersaal Schwarzburg
Germany
DE
Rückblick
18. Juli 2016 - 12:00

Start der UMBAUSTELLE des IBA Projektes
‚Ein Tor ins Schwarzatal – Bahnhof Rottenbach’

Am 18. Juli 2016 beginnen die Umbauarbeiten am Verkehrsverknüpfungspunkt (VVP) Bahnhof Rottenbach. Es werden STADTLAND:Inseln auf dem Bahnhofsplatz entstehen, die das deutsch-französische Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto entwickelt hat.

Der Beginn der Baumaßnahmen ist ein wichtiger Meilenstein im Gesamtvorhaben ‚Resilientes Schwarzatal’, das 2014 zum IBA Kandidaten nominiert wurde. Seit Frühjahr 2016 ist der Bahnhof Rottenbach als Einzelvorhaben IBA Projekt und tritt jetzt in die konkrete Bauphase.  

Das IBA Projekt ist eine Gemeinschaftsleistung der Stadt Königsee-Rottenbach, der LEADER-Aktionsgruppe Saalefeld-Rudolstadt, der Genossenschaft BahnHofladen Rottenbach e.G., der Initiative ‚Zukunftswerkstatt Schwarztal’, der Oberweißbacher Berg- und Schwarztalbahn, der IBA Thüringen und vieler engagierter Bürger und Bürgerinnen im Schwarzatal. Das Vorhaben wird durch das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft mit Mitteln des ÖPNV gefördert.

 

Programm

12:00 Uhr
Begrüßung
Bürgermeister Volker Stein/Stadt Königsee-Rottenbach

Grußworte
Dr. Klaus Sühl, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft
Diana Saager, Leiterin Oberweißbacher Berg- und Schwarztalbahn

Dr. Marta Doehler-Behazdi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen
Véronique Faucheur und Marc Pouzol, Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto

12:45 Uhr
Gemeinsames UMBAUEN


13:00 Uhr
Brotzeit auf der UMBAUSTELLE und erste Probeverkostung im BahnHofladen Rottenbach

zum Bericht

Bahnhof Rottenbach
Am Bahnhof 3
07422 Rottenbach
Germany
DE

Erstes Treffen Kuratoren-Board

Erstes Treffen des Kuratoren-Boards im Projekt ‚STADTLAND:Kirche. Querdenker für Thüringen 2017’.

Mitglieder des Kuratoren-Boards:

  1. Barbara Holzer (Holzer Kobler Architekturen GmbH, Zürich/CH und Berlin/D)
  2. Marc Pouzol (Atelier Le Balto, Berlin/D und F)
  3. Tom Unverzagt (Unverzagt. Visuelle Kommunikation, Leipzig/D)
  4. Florian Heilmeyer (Architektur und Kunstjournalist, Berlin/D)
  5. Anne Schönharting (OSTKREUZ - Agentur der Fotografen GmbH, Berlin/D)
  6. Jürg Montalta (Regie im öffentlichen Raum, Berlin/D und CH)
  7. Barbara Steiner (Kuratorin, Autorin, Herausgeberin – Kunst- und Kulturvermittlung, Leipzig/D)
  8. Christian Fuhrmann (Dezernent Gemeinde, Landeskirchenamt der EKM, Erfurt/D)

Vielfältige Landschaften gestalten!
Was wäre, wenn sich eine Region neu entdeckt?

2. September 2015 | 16 bis 18 Uhr | Bechstedt

Seit jeher prägt der Mensch durch Besiedlung und Kultivierung die Landschaft. Mit der Industrialisierung und Globalisierung wurde nicht nur die Kulturlandschaft, sondern auch unser Verhältnis zu Baukultur und Landschaft stark verändert. Der strukturelle und demografische Wandel stellt die Bewohner zusätzlich unter Druck. Wie kann eine Region ihre Kulturlandschaften unter diesen Bedingungen neu entdecken und gestalten? Wie gelingt eine nachhaltige und identitätsstiftende Regionalentwicklung; welche Rolle spielt die Baukultur? Welche Akteure sind angesprochen und wie können sie vernetzt oder unterstützt werden?

Teilnehmer des öffentlichen Tischgesprächs:

  1. Prof. Olaf Langlotz, Abteilungsleiter Städte- und Wohnungsbau, Staatlicher Hochbau im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft
  2. Dr. Alexander Bittner, Deutsche Bundesstiftung Umwelt
  3. Dr. Burkhardt Kolbmüller, Kulturwissenschaftler und Regionalentwickler, Zukunftswerkstatt Schwarzatal (IBA Kandidat)
  4. Florian Aicher, Architekt, Autor und Architekturjournalist, Rotis/Leutkirch
  5. Lars Fischer, Kulturwissenschaftler und Regionalentwickler, Büro für Landschaftskommunikation, Eberswalde 
  6. Veronique Faucheur, Landschaftsarchitektin, atelier le balto, Berlin

Die IBA STADTLAND Gespräche werden durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Zum Bericht

Teilnehmer des Gesprächs waren IBA Geschäftsführerin Dr. Marta Doehler-Behzadi, Dr. Burkhardt Kolbmüller vom KulturNaturHof Bechstedt, Dr. Alexander Bittner von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Architekt Florian Aicher, Kulturwissenschaftler und Regionalentwickler Lars Fischer und IBA Projektleiterin Kerstin Faber.

KulturNaturHof Bechstedt
Ortsstraße 19
07426 Bechstedt
Germany
DE
Service

2019: Übersicht der Pressemitteilungen

2019
Übersicht der Pressemitteilungen

4. Dezember 2019
IBA Projektfamilie weiter gewachsen

1. Oktober 2019
IBA Zwischenpräsentation ›StadtLand‹ zu Ende gegangen

23. Juli 2019
IBA Ausstellung ›StadtLand‹ zählt zur Halbzeit 4.000 Besucher 

5. Juli 2019
IBA Projekt Bahnhof Rottenbach feierlich eröffnet
Genossenschaft übernimmt ab jetzt Nahversorgung mit BahnHofladen

23. Mai 2019
IBA Ausstellung ›StadtLand‹ feierlich von Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow vor 400 Gästen eröffnet

22. Mai 2019
IBA Thüringen präsentiert vom 24. Mai bis 29. September 2019 den Zwischenstand ihrer Projektarbeit in der Ausstellung ›StadtLand‹ im Eiermannbau Apolda

27. März 2019
Blockbau digital - das IBA Projekt 'Timber Prototype House' ist fertig!

19. März 2019
Zwei neue IBA Kandidaten und zwei neue IBA Projekte
 


Apolda, 4. Dezember 2019

IBA Projektfamilie weiter gewachsen

Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft
übergibt Stadt Weimar Entwurf für Schule
der Zukunft

Startschuss für den Neubau der Staatlichen Gemeinschaftsschule Weimar als Schule der Zukunft: Die im September abgeschlossene Entwurfsplanung wurde am 2. Dezember 2019 der Schulgemeinschaft im Jugend- und Kulturzentrum mon ami in Weimar vorgestellt und von der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft offiziell an die Stadt Weimar übergeben. Die Gemeinschaftsschule ist ein erstes Pilotprojekt für den Planungsbaukasten Schulbau Open Source, den die Stiftung in den nächsten Jahren als Qualitätsrahmen und Planungswerkzeug für guten Schulbau entwickeln wird. Darüber hinaus ist die Schule auch ein Projekt der IBA Thüringen.

Mehr Informationen zum Projekt auf
der IBA Website

 IBA Projekt ›Blankenhain, Gesundheitskirche‹
Breites Netzwerk entwickelt Vivendium

Ein breites Netzwerk von lokalen Akteuren entwickelt die Kirche St. Severi in Blankenhain zu einer Gesundheitskirche namens Vivendium. Spiritualität und Therapien sollen hier gemeinsam Raum finden. Ein Licht- und Möblierungskonzept wird die Entwicklung unterstützen. Der IBA Fachbeirat lobt den behutsamen Umgang mit der historischen Bausubstanz der Kirche, die gesellschaftlich relevante Nutzungsidee und den deutlichen Bezug zur Stadt Blankenhain und dem Klinikum. 

Mehrere Kirchen-Modellprojekte bearbeitet die IBA Thüringen im Ergebnis des Projektaufrufs ›Querdenker 2017‹ gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), darunter das IBA Projekt Her(r)bergskirche in Neustadt am Rennsteig, die Bienengartenkirche in Roldisleben, die Netzwerkkirche in Ellrich und das IBA Projekt Kunstkapelle Krobitz.

Website zum Konzept Vivendium 

IBA Projekt ›Schwarzatal, Haus Bräutigam‹
Neues IBA Projekt erhält Förderung

Der Verein ›Haus Bräutigam‹ will das derzeit leerstehende, ehemalige Sommerfrische Haus in Schwarzburg zu einem Ort für temporäres Wohnen und Arbeiten entwickeln, nachdem die Zukunftswerkstatt Schwarzatal e.V. das Objekt in der Ortsmitte vor dem Abriss bewahrt hatte. Die gemeinschaftlich organisierte und ressourcenschonende Transformation soll zu einem zukunftsfähigen Modell für Umbau- und Umnutzungsprojekte mit Ausstrahlung in den Ort, die Region und darüber hinaus werden. Der IBA Fachbeirat lobt die Selbsthilfekräfte der Akteure, welche das Schwarzatal und die regionale Baukultur stärken, der Verein ›Haus Bräutigam‹ stünde für fruchtbare und neue Stadt-Land-Verbindungen. Der Verein hat neben dem Projektstatus auch erfolgreich Fördermittel von der Förderinitiative ›Ländliche Entwicklung in Thüringen‹ mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) eingeworben und mit dem Rückbau von Anbauten an der vorgehängten Fassade begonnen. Dadurch konnte das historische Fachwerk wieder freigelegt werden. Das IBA Projekt gehört zum Gesamtgefüge Sommerfrische mit anderen Standorten und Aktivitäten im Schwarzatal.

Aktuelle Eindrücke auf dem neuen Instagram Profil des Vereins

IBA Kandidat ›Saalburg-Ebersdorf, Sportpädagogik Kloster‹
Mehr Architektourismus am Thüringer Meer

Der Landessportbund Thüringen plant einen Neubau für das seesport- und erlebnispädagogische Zentrum am Thüringer Meer. Dort finden unter Federführung der Thüringer Sportjugend zahlreiche Erholungs- und Bildungsveranstaltungen für Vereinsgruppen und Schulklassen statt. Die Durchführung eines Architekturwettbewerbs ist geplant, um bei der Umsetzung des Projektes möglichst gute bauliche und architektonische Ideen für die pädagogische Arbeit zu erhalten. Der IBA Fachbeirat sieht hier die Chance, mit dem regionalen Baustoff Holz neue Bauformen, Bauweisen und Baustandards in einer ausdrucksstarken Landschaft zu initiieren. Das Vorhaben bereichert die Aktivitäten zum Architektourismus am Thüringer Meer. 

Mehr Informationen zum Projekt auf der IBA Website

IBA Gremium
Neue Fachbeiratsmitglieder berufen

Der Fachbeirat hat aus seiner Mitte Michael von der Mühlen, Staatssekretär a.D. im Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, als seinen neuen Vorsitzenden gewählt. Damit löst er Uli Hellweg ab, der die IBA Programmatik seit 2016 maßgeblich mit formte. Zu den neuen Mitgliedern zählen außerdem Prof. Kerstin Schultz von der Hochschule Darmstadt sowie Dr. Barbara Janorschke vom Institut für angewandte Bauforschung Weimar.

Alle Ausstellungsfilme der IBA Zwischenpräsentation online

Wer die IBA Ausstellung ›StadtLand‹ im Eiermannbau verpasst hat oder die Inhalte nochmal rekapitulieren möchte: Auf dem YouTube Kanal der IBA Thüringen sind der StadtLandFilm mit Übersetzung und zahlreiche Akteurs-Interviews zu sehen. 

Hier geht's zum StadtLandFilm

Fachtagung Klima-Gestaltungsplan
in Nordhausen

Am 12. Februar 2020 veranstaltet die Hochschule Nordhausen im Rahmen des Forschungsprojekts ›Klima-Gestaltungsplan für die Stadt und den Landkreis Nordhausen‹ eine Fachtagung über die Entwicklung eines raumgestalterischen Leitbilds zur Anpassung an den Klimawandel. Die Ergebnisse der Tagung werden in das Forschungsprojekt einfließen.

Mehr Informationen und kostenlose Anmeldung


Apolda, 1. Oktober 2019

IBA Zwischenpräsentation ›StadtLand‹ zu Ende gegangen
9.600 Ausstellungsbesucher

Die Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen hat vom 23. Mai bis zum 29. September 2019 ihre rund 30 im Freistaat verteilten StadtLand-Vorhaben über das Umbauen, Neubauen und Selbermachen in der Provinz in einer zentralen Ausstellung im Eiermannbau Apolda präsentiert. 2011 durch das damalige Kabinett beschlossen und 2012 als Gesellschaft gegründet folgte 2014 der erste IBA Projektaufruf ›Zukunft StadtLand!‹. Mittlerweile betreut die IBA Thüringen rund 30 Vorhaben, davon sind sechs fertiggestellt: Die Kunstkapelle in Krobitz, die Probewohnung im Sommerfrische Haus Döschnitz, der Sch(l)afstall in Bedheim, das Timber Prototype House, die Her(r)bergskirche in Neustadt am Rennsteig und der genossenschaftliche BahnHofladen in Rottenbach. 2023 ist das Finale der IBA Thüringen, auf das die IBA Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach diesem positiven Meilenstein nun mit aller Kraft hinarbeiten.

Die Ausstellung ›StadtLand‹ war eine zentrale Schau des experimentellen IBA Prozesses, der an vielen Standorten in ganz Thüringen stattfindet. Die kuratorische Leitung hatten die IBA Geschäftsführerin Dr. Marta Doehler-Behzadi und die Architektin und Programmleiterin der IBA Thüringen, Katja Fischer. Das europäische Gestalternetzwerk Constructlab unter der Leitung von Alexander Römer war Partner für die Szenografie. Die Ausstellung zeigte innovative Ideen, interessante Projektmacher, besondere Orte und eine Baukultur made in Thüringen.

Bei 120 Führungen wurden über 2.600 Besucher durch den Eiermannbau und die Ausstellung geführt; seit Beginn dieses Jahres waren über 10.000 Besucher in der Ikone der Moderne. Die Zwischenpräsentation war ein wichtiges Aktivierungsmoment für die Entwicklung der Open Factory im Eiermannbau. Auch die Büro-Gewächshäuser der IBA Thüringen und damit ein Modell zur Belebung von LeerGut waren Teil der Ausstellung. Hier kamen die Besucher mit dem IBA Team ins Gespräch. Mittlerweile interessieren sich andere Nutzer für ein Studio, ein Büro-Gewächshaus oder Werkstattflächen in der Open Factory.

Dass der Eiermannbau für eine Fülle an Veranstaltungen geeignet ist, davon zeugte in diesem Ausstellungssommer auch das Kunstprojekt ›Hotel Egon‹. An 40 Tagen haben über 300 Gäste im Denkmal übernachtet. Sie schliefen in ungewöhnlichen Hotelzimmern und –betten und beteiligten sich an intensiven StadtLand-Programmen in Apolda.

Neben den vielen Thüringern besuchten auch internationale Gäste aus Frankreich, Österreich, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien und Polen den Eiermannbau. Als Tagungsort nutzten unter anderem das Thüringer Kabinett, der Bund Deutscher Architekten und die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung den Eiermannbau. Und auch Apoldaer Nachbarn wie das Berggymnasium, eurocylinder systems und das Lebenshilfe-Werk durfte die IBA begrüßen. Am 3. Oktober wird die Stadt ihre feierliche Stadtratssitzung im Veranstaltungssaal begehen.

Dr. Marta Doehler-Behzadi, seit 2014 Geschäftsführerin der IBA Thüringen, freut sich über das große Interesse: »Der Eiermannbau hat sich dank des Erfolgs dieser Ausstellung und der begleitenden Veranstaltungen zu einem wichtigen Standort für die Kreativszene im Weimarer Land entwickelt und sich bundesweit beim Fachpublikum einen Namen gemacht. Das wäre ohne unsere IBA Projektmacher und Partner nicht möglich gewesen! Ich möchte mich für ihr Engagement im StadtLand Thüringen, ihre Teilhabe an der Ausstellung und ihr Vertrauen bedanken. Nun arbeiten wir mit voller Kraft an der Umsetzung der IBA Vorhaben.«


Apolda, 23. Juli 2019

IBA Ausstellung ›StadtLand‹ zählt zur Halbzeit 4.000 Besucher

Die Ausstellung ›StadtLand‹ im Eiermannbau Apolda zeigt im Jahr der Zwischenpräsentation der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen sehr anschaulich und dennoch detailliert bis zum 29. September rund 30 Projekte über das Umbauen, Neubauen und Selbermachen in der Provinz. Eröffnet am 23. Mai 2019 kamen bis jetzt rund 4.000 Besucher in den Eiermannbau.
Bis zum Herbst werden weiterhin jeden Samstag um 14 Uhr kostenlose Führungen durch die IBA Ausstellung angeboten. Am 22. August findet um 18 Uhr die Veranstaltung ›Eiermann und Freunde‹ statt und informiert über die Entwicklung des Eiermannbaus zur Open Factory. Zum Tag des offenen Denkmals am 8. September werden 11 und 14 Uhr Führungen angeboten.

Die Ausstellung präsentiert neben anschaulichen Projektbeschreibungen und Akteurs-Interviews auch einen 15-minütigen StadtLand-Film, der sich an das Thema der IBA annähert. Die kostenlose Ausstellung ›StadtLand‹ ist täglich außer mittwochs geöffnet, unter der Woche von 9 bis 17 Uhr, am Wochenende von 11 bis 17 Uhr.


Königsee-Rottenbach, 5. Juli 2019

IBA Projekt Bahnhof Rottenbach feierlich eröffnet 
​Genossenschaft übernimmt ab jetzt Nahversorgung mit BahnHofladen

Bahnhof Rottenbach ist durch seine Lage ein wichtiger Verteiler in die Region. Heute wurde das Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen feierlich vor 300 Gästen als ein neues ›Tor ins Schwarzatal‹ eröffnet. Im sanierten Gebäude versorgt ab jetzt ein BahnHofladen einer dafür eigens gegründeten Genossenschaft Touristen und Einwohner, wo sonst Einkaufsmöglichkeiten fehlen. Birgit Keller, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft: »Das Projekt ist in mehrerer Hinsicht besonders: Es trägt mit dem BahnHofladen und dem Bürgerbüro als multifunktionales Ortszentrum zu einer zukunftsorientierten Entwicklung der Region im Schwarzatal bei. Und es zeugt von einem sehr hohen bürgerschaftlichen Engagement der Menschen vor Ort. Hier wurde die Genossenschaft ›BahnHofladen e.G.‹ gegründet, deren Mitglieder aktiv an der Gestaltung und Entwicklung des Projekts mitgewirkt haben und damit einen wirkungsvollen Beitrag für die Entwicklung der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum leisten.«

Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen: »Wenn die Menschen in Königsee-Rottenbach ihren BahnHofladen annehmen, dann nehmen sie letztlich auch die Entwicklung ihrer Region und des Tourismus selbst in die Hand. Das StadtLand Thüringen zeigt Eigeninitiative.«

Bahnhof Rottenbach gehörte 2014 im Rahmen der Initiative der Zukunftswerkstatt Schwarzatal zu den ersten nominierten IBA Vorhaben. Die Genossenschaft BahnHofladen Rottenbach e.G. gründete sich 2015: »Wir wollten nicht weiter über den Verfall im Zentrum unserer Stadt jammern, sondern mit verlässlichen Partnern die Sanierung des Bahnhofs angehen und einfach selbst machen!«, so der Genossenschafts-Vorsitzende Peter Möller.

Vor zwei Jahren begann die denkmalgerechte Sanierung des Bahnhofsgebäudes unter Leitung des baubüros lehniger aus Gotha. Bereits 2015 setzte sich das Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto aus Berlin mit dem Entwurf ›STADTLAND:INSELN!‹ zur Gestaltung eines Verkehrsverknüpfungspunkts vor dem Bahnhof durch. Im Wintersemester 2016/17 erarbeiteten Studierende der Bauhaus-Universität Weimar und der Hochschule Technik Wissenschaft und Kultur (HTWK) Leipzig Entwürfe für die Gestaltung des BahnHofladens. Daraus ging das Architekturbüro K²L Architekten aus Leipzig hervor, das in Zusammenarbeit mit dem Architektur- und Ingenieurbüro Lindig | Herbst | Lichtenheld aus Rudolstadt aus dem Entwurf Realität machte. Die Besonderheit: Der BahnHofladen wird flexibel zum Verkauf oder als Bürgertreffpunkt genutzt.

Die Qualitätsmaßnahme, unterstützt und begleitet durch die IBA Thüringen, hat sich gelohnt: Der Bahnhof ist ein Schmuckstück, der BahnHofladen modern, der Bahnhofsvorplatz regionaltypisch: Regionale Materialien wie Holz und Schiefer und grüne Inseln mit Staketenzaun umsäumt greifen typische Landschaftsbilder auf.

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft war maßgeblich an der Förderung des IBA Projekts beteiligt. Weitere Unterstützung erfuhr das Vorhaben von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), vom Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR), vom Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera (ALF), von der LEADER-Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt und von Investitionen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).


Apolda, 23. Mai 2019

IBA Ausstellung ›StadtLand‹ feierlich von Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow vor 400 Gästen eröffnet

Vom 24. Mai bis 29. September 2019 präsentiert die Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen in der Ausstellung ›StadtLand‹ ihre innovativen und nachahmungswerten Projekte für den ländlichen Raum im Eiermannbau Apolda. Zu der heutigen Vernissage der Ausstellung kamen 400 Gäste, die zuerst von IBA Geschäftsführerin Dr. Marta Doehler-Behzadi im Eiermannbau Apolda willkommen geheißen wurden: »Wir verstehen die IBA Thüringen und unsere Ausstellung als einen Diskussionsbeitrag, der sich an die Öffentlichkeit richtet. Hier wird die Provinz zeigen, dass Fortschritt nicht bloß den städtischen Zentren und Metropolen vorbehalten ist. Wie gelingt die Zukunftsgestaltung in den ländlichen Räumen, den kleinen und mittleren Städten, im StadtLand? Diese Fragen beschäftigen inzwischen nicht nur Thüringen, sondern auch andere Regionen Deutschlands und in Europa.«

Im Anschluss begrüßte die Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, Anne Katrin Bohle, die Gäste: »Internationale Bauausstellungen - IBA - experimentieren seit rund 100 Jahren im Bereich des Planens und Bauens und setzen Impulse, die über ihre Zeit hinausweisen. Nach reinen Architekturausstellungen haben sich IBA mittlerweile zu komplexen Baukultur-Ausstellungen entwickelt, die neben ästhetischen und technologischen Aspekten zunehmend soziale, wirtschaftliche und ökologische Fragen in den Mittelpunkt rücken. So auch die IBA Thüringen mit ihrem Thema ›StadtLand‹. Wir brauchen diese Planungs- und Projektlabore, die uns zeigen, wie wir mit neuen, nicht alltäglichen Methoden und Mitteln die Herausforderungen an aktuelle Stadt- und Regionalentwicklung meistern können.«

Der Thüringer Ministerpräsident, Bodo Ramelow, der die Ausstellung anschließend eröffnete, sagte: »Mit der Vorstellung rund 30 ausgewählter Projekte bei der Zwischenpräsentation der IBA Thüringen bietet sich der Öffentlichkeit die Chance, den Selbstanspruch der IBA zu überprüfen. Das Industriedenkmal von Egon Eiermann entwickelt die IBA Thüringen seit 2018 zur Open Factory und führt es bis 2023 schrittweise einer nachhaltigen und gemeinwohlorientierten Nutzung zu. Die Kulturlandschaft in Deutschland wird sich in den nächsten Jahren durch Wanderungsprozesse, Klimawandel, Energieproduktion, Infrastrukturausbau und neue Nutzungen dramatisch verändern. Wir dürfen den komplexen Wandel nicht länger als Bedrohung wahrnehmen, sondern als gestaltbaren Prozess. Die IBA Projekte demonstrieren, dass wir die Zukunft gestalten und in der Lage sind, uns auf veränderte Bedingungen einzustellen.«

Auf dem Weg zu ihrem Finale 2023 ist die Ausstellung ›StadtLand‹ ein Zwischenresümee zum IBA Prozess. Zur Zeit bearbeitet die IBA Thüringen 28 Vorhaben, fünf Projekte sind fertiggestellt. Dazu gehören die St. Annen-Kapelle in Krobitz, die erste Sommerfrische Adresse in Döschnitz, der Sch(l)afstall in Bedheim, das Timber Prototype House sowie die Her(r)bergskirche in Neustadt am Rennsteig.

Die Ausstellung zeigt neben den fertigen auch die laufenden IBA Vorhaben über das Umbauen, Neubauen und Selbermachen in der Provinz. Sie präsentiert neue Architekturen und Freiraumkonzepte in und mit Landschaft und Ländlichkeit. Außerdem stellt sie die tatkräftigen Menschen hinter den Projekten vor.

Bereits am Vormittag des 23. Mai traf sich in Apolda das internationale Netzwerk ›IBA meets IBA‹. Hier versammeln sich die Vertreter der IBAs aus Deutschland und Europa und treten mit dem IBA Expertenrat des Bundes in Austausch, der die IBA Prozesse begleitet. Die Thüringer Ministerin und IBA Aufsichtsratsvorsitzende Birgit Keller begrüßte die Gäste aus Basel, Hamburg, Heidelberg, aus Parkstad in den Niederlanden, der Region Stuttgart und Wien.

»Die Anzahl der aktuell laufenden IBAs, sechs an der Zahl, zeigt, wie erfolgreich das Format Internationale Bauausstellung ist und dass es auf so viele unterschiedliche gesellschaftliche Herausforderungen in ganz unterschiedlichen Regionen Europas reagieren kann. Ich freue mich, dass Thüringen dieses Jahr Gastgeber des IBA Netzwerks ist.« Bei einem anschließenden Projekt-Speed-Dating tauschten sich die auswärtigen Gäste mit Vertretern von Kandidaten und Projekten der IBA Thüringen aus.

Die Ausstellung ›StadtLand‹ ist vom 24. Mai bis 29. September 2019 von Montag bis Freitag (außer Mittwoch) jeweils 9 bis 17 Uhr sowie am Sonnabend und Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.


Apolda, 22. Mai 2019

IBA Thüringen präsentiert vom 24. Mai bis 29. September 2019 den Zwischenstand ihrer Projektarbeit in der Ausstellung ›StadtLand‹ im Eiermannbau Apolda

Dieses Jahr zieht die Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen Zwischenbilanz. 2011 beschlossen und 2012 begründet, lud sie 2013 zum offiziellen IBA Auftakt ein. Seit ihrem ersten Projektaufruf ›Zukunft StadtLand‹ 2014 bearbeitet sie mittlerweile 28 IBA Vorhaben in ganz Thüringen. Die IBA Vorhaben sind so vielfältig wie das Land selbst, sie reichen vom Ferienhaus im XS-Format am Thüringer Meer bis zum Zukunftsstadtkonzept in Nordhausen, vom digitalen Blockbau vor dem Eiermannbau bis zu einem Land(wirt)schaftskonzept für 1.500 Hektar Feld in Kannawurf. »Alle IBA Projekte und Prozesse verkörpern jeweils eigene Facetten, Dimensionen und Aspekte für das Thema der IBA Thüringen: StadtLand. So tragen sie zu einem gemeinsamen Zukunftsbild für Thüringen bei.«, sagt Dr. Marta Doehler-Behzadi, die Geschäftsführerin der IBA Thüringen.

Die Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft und Vorsitzende des IBA Aufsichtsrats Birgit Keller: »Die Zwischenpräsentation der IBA Thüringen ist ein bedeutender Meilenstein im IBA Prozess. Der IBA Aufsichtsrat, die Thüringer Landesregierung und alle am Prozess Beteiligten sind sehr gespannt auf die Ausstellung. Wir werden dabei die Aufmerksamkeit nutzen, um die Chancen des ländlichen Raums hervorzuheben. Nach der Ausstellung werden wir uns auf die weitere Umsetzung der IBA Projekte bis zum Finaljahr 2023 konzentrieren.«

Mit der Ausstellung ›StadtLand‹ werden im Eiermannbau Apolda die Projektschauplätze, innovative StadtLand Zukunftsideen und zahlreiche Projektakteure vorgestellt. In einem temporären Kinosaal im ersten Obergeschoss des Eiermannbaus beginnt die Ausstellung. Hier zeigt ein eigens produzierter Film eine Annährung an den IBA Raum und die IBA Macher. In der Nachbarhalle kommen auf sieben Monitoren 16 Projektakteure zu Wort.

Nebenan laden ›Thüringer Szenerien‹ aus großformatigen Standortaufnahmen und Projektsilhouetten die Besucher dazu ein, den Ist-Zustand und Zukunftsvisionen der IBA Vorhaben zu erleben. In Logbüchern wird jedes IBA Vorhaben eingehend erläutert und illustriert.

Auf der zweiten Etage kann der experimentelle Ausbau des IBA Büros mit seinen 14 Gewächshäusern in der Open Factory nachvollzogen werden. Die finale Ausstellungssituation im Veranstaltungssaal lädt schließlich zum Mitmachen ein: Über einen Greenscreen können die Besucher verschiedene Bildhintergründe aus Stadt und Land auswählen und sich selbst hineinprojizieren.

Mit dem europäischen Gestalternetzwerk Constructlab hat die IBA Thüringen einen idealen Partner für die Szenografie der Ausstellung gefunden. Constructlab bearbeitet kollaborative Prozesse und schafft mit Handwerkern, Künstlern, Filmemachern und Grafikern vor Ort mehr als eine Ausstellung. Alexander Römer, Gründer von Constructlab: »Das Making-of der Ausstellung ist wie bei allen Projekten von Constructlab ein Impuls zur Aktivierung des Ortes, hier ganz im Sinne der ›Open Factory‹-Idee der IBA. Unser konzeptioneller Schwerpunkt liegt in der engen Beziehung von Entwurf und Ausführung. Damit ist die Baustelle nicht mehr der Ort, an dem die Designidee auf eine harte Realität prallt, sondern der Kontext, in dem sich ein Projekt prototypisch entwickelt.« Römer wurde bei der Szenografie unterstützt von Filmemacher Fred Plassmann und Grafiker Pieterjan Grandry. Die kuratorische Leitung lag bei der IBA Thüringen in Händen von Katja Fischer.

Die Ausstellung hebt einen entscheidenden Aktivierungsmoment im Projektprozess Eiermannbau hervor. Die IBA Thüringen ist Mieterin und ›Placemaker‹ des Industriedenkmals in einem und entwickelt das IBA Projekt zu einer Open Factory. Zum Bauhausjubiläumsjahr 2019 ist der Eiermannbau außerdem Teil der nationalen und thüringenweiten Grand Tour der Moderne. Sie verbindet deutschlandweit über 100 bedeutende und zugängliche Gebäude, die zwischen 1900 und 2000 erbaut wurden, zu einer Reise durch 100 Jahre Architekturgeschichte. Die IBA Ausstellung ›StadtLand‹ und die Grand Tour sind wichtige und zukunftsweisende Zwischennutzungen für den Eiermannbau.

Direkt auf dem Grundstück kann auch das fertige IBA Projekt Timber Prototype House eins zu eins erlebt werden. Der Experimentalbau entstand im Rahmen der Forschungsinitiative ›Zukunft Bau‹ des Bundes und in enger Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart und der Jade Hochschule Oldenburg. Er hat seinen Platz auf dem Gelände des Eiermannbaus in Apolda.

Neben dem Timber Prototype House sind vier weitere IBA Projekte bis heute fertiggestellt worden. 2017 wurde das Kunstprojekt ›organ‹, eine mit Gas betriebene Flammenorgel, vom international renommierten Künstler Carsten Nicolai eigens für die St. Annen-Kapelle in Krobitz angefertigt. Die Kapelle aus dem 11. Jahrhundert ist damit das erste realisierte Modellvorhaben aus dem Querdenker-Aufruf ›500 Kirchen 500 Ideen‹, den die IBA 2017 gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) startete.

In diesem Jahr geht sie in die dritte Saison. 2018 wurden drei IBA Projekte fertiggestellt. In Döschnitz entstand im lange Zeit leerstehenden Heimatmuseum die erste Sommerfrische Adresse dank modernem Apartment, das die Architektin Lina Maria Mentrup einrichtete. Auf dem Gelände von Schloss Bedheim bauten die dort ansässigen Architekten und Künstler Florian Kirfel-Rühle und Anika Gründer gemeinsam mit regionalen Handwerkern und Studierenden aus Weimar den Sch(l)afstall, ein Wirtschaftsgebäude, entstanden in einfacher Holzbauweise. 2019 wurde schließlich die Her(r)bergskirche in Neustadt am Rennsteig vom IBA Fachbeirat zum Projekt erklärt. Sie ist damit das zweite Modellprojekt des Querdenker-Aufrufs und lässt eine Reihe von Folgeprojekten in der Region erwarten.

2019 wird das IBA Projekt Bahnhof Rottenbach fertiggestellt. Das Bahnhofsgebäude ist wie viele andere aus der Nutzung genommen worden, nun soll der Verkehrsverknüpfungspunkt mit einem genossenschaftlich betriebenen BahnHofladen als ›Tor ins Schwarzatal‹ touristisch erschlossen und wiederbelebt werden. Der BahnHofladen wird am 5. Juli feierlich eröffnet.

Alle Veranstaltungshöhepunkte der Ausstellung ›StadtLand‹ finden Sie auf iba-stadtland.de.


Apolda, 27. März 2019

Blockbau digital - das IBA Projekt 'Timber Prototype House' ist fertig!

Im Rahmen der Forschungsinitiative 'Zukunft Bau' der Bundes entstand in Zusammenarbeit des Teams um Prof. Achim Menges, Universität Stuttgart, Hans Drexler, Jade Hoschschule Oldenburg, und der IBA Thüringen ein kleienr aber feiner Experimentalbau auf dem Gelände des Eiermannbaus in Apolda. Ziel war es, das Potential des einfachen und regionalen Baustoffs Holz mit Hilfe modernster digitaler Planungswerkzeuge und Fertigungstechnologien aufzuzeigen. Dabei wurde auf das Prinzip der traditionellen Blockbauweise zurückgegriffen – diese jedoch erheblich weiterentwickelt. Entstanden ist ein ca. 15 Quadratmeter großer Versuchsbau aus vertikalen und in freier Form angeordneter Holzbalken. Durch die digitale Bearbeitung des Holzes konnte sowohl der Dämmwert des Holzes verbessert als auch hochpräzise Füge- und Verbindungslösungen realisiert werden. Die robotische Fertigungstechnologien ermöglicht eine einfache Produktion der Bauteile in hoher Stückzahl und lässt gleichermaßen eine freie Formensprache für den Bau zu.  

Der Planungs- und Bauprozess könnte für diverse Bauvorhaben in Thüringen beispielhaft sein. Mit einem regionalen 'Wirtschaftskreislauf Holz' werden nicht nur die Kompetenzen des Landes Thüringen gestärkt, er ist zudem ökologisch mehr als sinnvoll. 34 Prozent Thüringens sind bewaldet. Der im großen Umfang vorhandene Rohstoff Holz ist als traditioneller Baustoff beliebt, die Möglichkeiten des Materials sind jedoch längst nicht ausgeschöpft. 

Gefördert wurde das IBA Projekt vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau, mit Unterstützug der Universität Stuttgart. Hauptsponsoren waren ThüringenForst und die Rettenmeier Holzindustrie Hirschberg GmbH. Außerdem unterstützten die Kooperations- und Industriepartner Holz von Hier gGmbH, Georg Ackermann GmbH, Universal Holzbau GmbH, Glaskontor Erfurt GmbH, Bauhaus-Universität Weimar, Ingenieurbüro Matthias Münz, Stadt Apolda und Nils Holger Moormann zusammen mit hofmann+loeffler creativeinrichtungen GmbH den Prozess.
 
Das Timber Prototype House wird Teil der IBA Ausstellung 'StadtLand' sein. Vom 24. Mai bis 29. September 2019 haben Besucher die Möglichkeit, das Blockbauexperiment zu sehen, zu begehen und im benachbarten Eiermannbau alle weiteren IBA Vorhaben kennenzulernen. Wir freuen uns auf Sie!


Apolda, 19. März 2019

Zwei neue IBA Kandidaten und zwei neue IBA Projekte

Der Fachbeirat der IBA Thüringen hat in seiner letzten Sitzung im März über zwei neue IBA Kandidaten und zwei neue IBA Projekte beraten und entsprechende Nominierungen empfohlen.

Zwei Standorte am Thüringer Meer, die 'Urlaubswerft am Thüringer Meer' und das 'Langhaus am Thüringer Meer' erhalten IBA Kandidatenstatus. Hervorgegangen sind die beiden Vorhaben aus dem Wettbewerb 'XS - Neue Ferienhäuser modellhaft bauen'. Auslober waren der Freistaat Thüringen, vertreten durch das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, gemeinsam mit der Stiftung Baukultur Thüringen und der IBA Thüringen. Beim weiteren Qualifizierungsprozess für den Projektstatus sind aufgrund der Verbindung von Landschaft, Wald und Wasser am Thüringer Meer exzellente touristische Angebote und Raumqualitäten zu erwarten. Birgit Keller, Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft: "Mit den beiden neuen Kandidaten zeigt die IBA, dass sie gemeinsam mit zahlreichen Partnern wegweisende und beispielgebende Projekte in und für Thüringen, insbesondere in ländlich geprägten Gebieten entwickelt. Die IBA Thüringen wird noch bis zum Jahr 2023 an der Umsetzung ihrer Ziele arbeiten – 2019 ist die Zwischenpräsentation. Wir wollen, dass die IBA zum erfolgreichen Aushängeschild Thüringens wird und so die aktuellen deutschlandweiten Themen zu Demografie, bezahlbarem Wohnen und ressourcenschonender Revitalisierung von Bestandsbauten mitbestimmt."

Die 'Her(r)bergskirche' in Neustadt am Rennsteig ist nun ein IBA Projekt. Im Kirchenraum der Michaeliskirche entstand eine experimentelle Mikroarchitektur als besonderes Übernachtungsangebot. Die starke touristische Nachfrage und das internationale Interesse sind Anregung für weitere Gemeinden entlang des Rennsteigs, ihre Kirchen einem neuen Publikum zu öffnen. Das Projekt ging 2017 aus dem Querdenker-Aufruf '500 Kirchen - 500 Ideen' der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und der IBA Thüringen hervor.

Für 'Nordhausen, Plattenbauquartier Nord' empfahl der IBA Fachbeirat ebenfalls den Status eines IBA Projekts. Nach der Entwicklung des Rahmenplans zur klimagerechten Quartiersentwicklung für Nordhausen Nord lobte die SWG Nordhausen in Kooperation mit der Stadt Nordhausen und der IBA Thüringen den Realisierungswettbewerb 'Multitalent gesucht' aus. Geplant ist nun, den ersten Preis des Wettbewerbs umzusetzen. Somit erhalten Bestandswohnungen und Freiräume des Wohnhofs an der Carl-von-Ossietzky-Straße durch individuellen Umbau unter Beachtung der grauen Energie und mit Verzicht auf ein Wärmedämmverbundsystem auf Erdölbasis eine neue Raum- und Lebensqualität.

IBA Kandidat wird, wer gute Ideen und Konzepte für das StadtLand Thüringen vorweisen kann. In einem anschließenden Qualifizierungsprozess (mit Workshops, Studien, Planungen, Wettbewerben, etc.) reifen diese Ideen mit Unterstützung der IBA Thüringen zu realisierbaren Projekten. An diese wird ein hoher Maßstab gelegt, der mit einem Qualitätsvertrag zwischen den Projektakteuren und der IBA Thüringen sichergestellt wird: Sie sind radikal im Denken, richtungsweisend in Bezug auf die IBA Themen und Ziele, kreativ in der Umsetzung und exzellent in der Gestaltung. Außerdem sind sie regional verankert und öffnen sich gleichermaßen internationalen Anregungen. Sie sind als Prozess und Produkt beispielhaft für gutes Planen und Bauen. Werden diese anspruchsvollen Kriterien erfüllt, kann der Fachbeirat der IBA Thüringen einen Kandidat zum Projekt ernennen. Zur Zeit gibt es 28 IBA Vorhaben, davon sind zwölf IBA Projekte.

2016: Übersicht der Pressemitteilungen

2016
Übersicht der Pressemitteilungen

8. Dezember 2016
​Open IBA: Plattform zu Internationalen Bauausstellungen gestartet

6. Oktober 2016 
​Vier Kandidaten im IBA Projektaufruf Arrival STADTLAND nominiert

29. Juni 2016
Neuer IBA Kandidat: Studentisches Wohnen am Horn in Weimar 

8. Juni 2016
Internationaler und interdisziplinärer: Erneuerter IBA Fachbeirat nimmt seine Arbeit auf

4. Mai 2016
Projektaufruf ‚Arrival STADTLAND’: Modelle einer neuen Integrations- und Baukultur

28. April 2016
Jetzt anmelden zur IBA Konferenz 'LeerGut' im Eiermannbau Apolda

21. März 2016 
Erste IBA Projekte gehen in die Realisierung

24. Februar 2016 
IBA Thüringen stellt Weichen für die IBA Projektarbeit


8. Dezember 2016
Open IBA: Plattform zu Internationalen Bauausstellungen gestartet

Basel, Heidelberg, Parkstad, Thüringen und Wien – derzeit fünf aktive und acht abgeschlossene Internationale Bauausstellungen (IBA) verdeutlichen die Attraktivität und die Internationalisierung des Baukulturformates IBA. Nun gibt es erstmals einen gemeinsamen Webauftritt, der Format und Geschichte aller Internationalen Bauausstellungen von 1901 bis heute vorstellt und zugleich eine Ausstellung „on demand“ anbietet. 

Am Donnerstag, den 8. Dezember 2016 um 13.00 Uhr stellten Staatssekretär Gunther Adler und Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen, das Projekt Open IBA der Öffentlichkeit vor. Gemeinsam eröffneten sie die erste Open IBA Ausstellung im bcc Berlin im Rahmen des Kongresses ‚Die Europäische Stadt und ihr Erbe’. Zeitgleich ging die Website www.open-iba.de online.

Staatssekretär Gunther Adler vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gratulierte zu dem Anlass: "Open IBA wird das Format Bauausstellung noch stärker öffentlich und auch international bekannt machen und den Exzellenzanspruch an IBA und ihre Projekte vermitteln. Wenn wir uns Gedanken um das Erbe der Europäischen Stadt machen, denken wir in Deutschland auch an das wertvolle Erbe, das uns Internationale Bauausstellungen beispielsweise 1927 mit der Weißenhofsiedlung in Stuttgart oder 1957 mit dem Hansaviertel in Berlin beschert haben. Diese visionären beispielhaften Bauten namhafter Architekten strahlen bis heute weit über Deutschlands Grenzen hinaus. Doch die IBA hat sich über reine Bauthemen hinaus weiterentwickelt und Lösungsvorschläge erarbeitet mit innovativen Ansätzen zu städtebaulichen Herausforderungen und Fragen der Raumentwicklung."

Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen, eröffnete als Initiatorin des Projektes die Ausstellung: „Eine übersichtliche Erläuterung des Ausnahmeformats IBA im Netz war bislang nicht vorhanden. Das Netzwerk IBA meets IBA hat die Initiative ergriffen und systematisch sowie transparent das Wissen über das Format Internationale Bauausstellungen aufbereitet. Mit dem wachsenden nationalen und internationalen Interesse am Instrument IBA entstehen neue Herausforderungen an die Qualitätssicherung der Marke. Ich hoffe, dass Ausstellung und Website dazu beitragen, das Format zu stärken.“

Open IBA, das sind eine Website und eine reproduzierbare Ausstellung, die über Format und Geschichte Internationaler Bauausstellungen informieren und anhand ausgewählter Projekte deren Innovationskraft und Exzellenz darstellen. Das Ziel: den Erfahrungsschatz dieses traditionsreichen Baukulturformates aufzubereiten und der Öffentlichkeit als Informationsquelle zur Verfügung zu stellen. Die zweisprachige Seite zeichnet die Entwicklung der Internationalen Bauausstellungen von ihrem Anfang bis zur Gegenwart nach. Sie stellt die Veränderung des Formates über ihre hundertjährige Geschichte dar, präsentiert ausgewählte Projektbeispiele und erläutert die Herausforderungen und Qualitätsansprüche an Internationale Bauausstellungen.

Verbunden mit der Website ist eine Ausstellung „on demand“: Interessierte Institutionen, Initiativen oder Einzelpersonen können diese modulare Selbstbau-Ausstellung in ihre Arbeit einbeziehen und damit zu Botschaftern des Baukulturformats IBA werden.

Open IBA ist ein Projekt der IBA Thüringen in Zusammenarbeit mit der IBA Heidelberg sowie weiteren Partnern aus dem Netzwerk IBA meets IBA. Es wurde gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

www.open-iba.de

Internationale Bauausstellungen (IBA)
Internationale Bauausstellungen (IBA) gibt es seit über 100 Jahren. Sie experimentieren im Bereich des Planens und Bauens und setzen Impulse, die über ihre Zeit hinausweisen. Während die ersten IBAs mit ihren Architekturensembles Neuland betraten, haben sich IBAs in ihrer räumlichen Dimension und gesellschaftlichen Bedeutung seither stark verändert: Sie sind heute Baukultur-Ausstellungen, die neben ästhetischen und technologischen Aspekten zunehmend komplexe soziale, wirtschaftliche und ökologische Fragen in ihre Arbeit einbeziehen.


6. Oktober 2016
Vier Kandidaten im IBA Projektaufruf Arrival STADTLAND nominiert

Im Rahmen des IBA Projektaufrufs Arrival STADTLAND hat die IBA Thüringen seit Mai diesen Jahres nach Menschen, Orten und Ideen gesucht, die Zuwanderung als Chance begreifen. Dabei bildeten die vielerorts leerstehenden Immobilien und Brachen eine wichtige Ressource. Vier Vorhaben, die insbesondere aus bürgerschaftlichem Engagement motiviert sind, hat die IBA Thüringen nun zu IBA Kandidaten nominiert. 

„Ausgangspunkt des IBA Projektaufrufs Arrival STADTLAND war die Überzeugung, dass das Thema Zuwanderung für die zukünftige Entwicklung Thüringens von besonderer Bedeutung ist. In kleinen Städten und Dörfern bietet diese eine Chance, der demografischen Entwicklung entgegenzuwirken und wichtige Infrastrukturen aufrechtzuerhalten. Es ist wichtig, gerade aus den neuen Bundesländern Zeichen der Weltoffenheit zu senden. Die IBA Thüringen entwickelt mit den nun nominierten IBA Kandidaten modellhafte Projekte einer nachhaltigen Integration,“ so Andreas Wolf, Mitglied im IBA Fachbeirat und ‚Projektpate’ für den Aufruf Arrival STADTLAND.

In seiner Sitzung am 23./24. September 2016 hat der Fachbeirat über die Bewerbungen im Aufruf beraten und der IBA Thüringen empfohlen, vier neue IBA Kandidaten zu nominieren. Die neuen IBA Kandidaten sind:

Kaufhalle Bischofferode
Projektträger: Bürgerverein i.G.
Zusammen mit über 40 ansässigen Geflüchteten aus Afghanistan, Syrien, Irak, Albanien und Kurdistan entsteht ein Gemeinschaftszentrum als Ort vielfältiger sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Aktivitäten in einer ehemaligen Kaufhalle.

Alte Kaserne Saalfeld
Träger: Stadt Saalfeld u.a.
In einem Quartier am Stadtrand von Saalfeld mit überdurchschnittlich hohem Migrationsanteil sollen durch die Stadt Saalfeld gemeinsam mit der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen erste Strukturen aufgebaut werden.

Häselburg, Gera
Träger: KIM Kultur in Mitteldeutschland gGmbH
Die ehemalige Mädchenschule wird in ein internationales Kreativzentrum verwandelt. Der Gebäudekomplex befindet sich in unmittelbarer Nähe des IBA Kandidaten ’Neue Mitte Gera’.

Wir Labor Erfurt
Träger: Plattform e.V.
Ein leerstehendes gewerbliches Objekt in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Container-Flüchtlingsunterkunft am Rande der Stadt Erfurt soll schrittweise in Nutzung genommen werden. Flüchtlinge und Migranten sollen dieses Projekt selbstbestimmt mitentwickeln.

Die neuen Kandidaten werden als Projektfamilie in einen rund sechsmonatigen Qualifizierungsprozess eingebunden. Dank der Unterstützung der Robert Bosch Stiftung ist es möglich, gemeinnützige Projekte mit sogenannten Leergutscheinen (Coachingmitteln) zu fördern. Zusätzlich wird die Projektfamilie als Pilotprojekt in ein dreijähriges Förderprogramm der Nationalen Stadtentwicklungspolitik (NSP) eingebunden. Durch die NSP-Förderung sollen Methoden und Instrumente zum Themenfeld ‚Integration und Stadtentwicklung’ entwickelt und für die kommunale Praxis zur Verfügung gestellt werden.

Die IBA Kandidaten sind Teil der IBA Baustelle ‚LeerGut‘, in der die IBA Thüringen den Umgang mit Leerstand und dessen Aktivierung als zentrales Thema fokussiert.

Des Weiteren hat der Fachbeirat nach einer Projektvorstellung vor Ort empfohlen, folgende Bewerbung als IBA Kandidat zu nominieren:

‚Neue Landschaftstypologien für die Kulturlandschaft des 21. Jahrhunderts‘ in Kannawurf
Träger: Künstlerhaus Thüringen e.V
In einem kooperativen Prozess mit Landwirten, Gemeinde, Bürgern und Experten soll auf der Fläche der Gemarkung Kannawurf für die kommenden Jahrzehnte modellhaft eine neue Landschaftstypologie entwickelt werden.

Dieser Kandidat wird in der IBA Baustelle ‚Land in Sicht‘ geführt, die neue Prototypen und überzeugende Modellfälle zeitgenössischer Thüringer Kulturlandschaften entwickelt. Als nächster Schritt steht in der Projektqualifizierung ein landschaftsarchitektonisch-agrarwirtschaftlicher Ideenwettbewerb an. Die IBA Thüringen macht Landschaft zu ihrem Jahresthema 2017.

Bildmaterial zu den neuen IBA Kandidaten finden Sie in unserem Bildarchiv unter 2016 / IBA Kandidaten: http://192.168.51.117/photo/


29. Juni 2016
Neuer IBA Kandidat: Studentisches Wohnen am Horn in Weimar 

Die IBA Thüringen hat den Neubau eines Gebäudes für ‚Das 100. Studentisches Wohnen am Horn’ in Weimar als IBA Kandidat nominiert. Das vom Studentenwerk Thüringen gemeinsam mit der Stiftung Baukultur Thüringen angeschobene Vorhaben will Wohnen zum baukulturellen Schwerpunkt und Experimentierfeld machen. 

Hinter dem Projekttitel ‚Das 100’ verbirgt sich der Anspruch, heutige Anforderungen an das Zusammenleben, das Bauen und das Betreiben eines solchen Wohngebäudes zu 100%, d.h. konsequent, gerecht zu werden. Dies soll u.a. Aspekte der Grundrissgestaltung, der Materialverwendung, der rationalisierten Baustelle und der Energieeffizienz umfassen.

Das Gebäude wird sich in das bestehende Hochschulzentrum am Horn städtebaulich einbinden und an jener Stelle stehen, an der seit 1996 der Masterplan des Tessiner Architekten Luigi Snozzi einen Turm vorsieht. Die gute Praxis im Baugebiet ‚Neues Bauen Am Horn’ setzt sich damit fort und schließt mit einem wirkungsvollen Akzent ab. Das Baugebiet ‚Neues Bauen Am Horn’ wurde als Projekt und Außenstandort der Expo 2000 geplant und experimentell entwickelt. 

Dr. Marta Doehler-Behzadi zur Bedeutung des neuen IBA Kandidaten: „Durch die räumliche Nähe zum ‚Haus am Horn’ von Georg Muche, dem einzigen realisierten Bauhausgebäude von 1923, und die zeitliche Verknüpfung zum hundertjährigen Bauhausjubiläum im Jahr 2019 erhält dieses Vorhaben eine weit über die eigentliche Aufgabe hinausreichende baukulturelle Bedeutung. Zudem ist sein Standort für einen Modellprojektstandort prädestiniert.“

Das Studentenwerk Thüringen setzt in der Zusammenarbeit mit der Stiftung Baukultur Thüringen auf eine zeitgleiche Begleitforschung. In einer Laborsituation sollen unter Beteiligung von Studierenden Entwurf und Bauprozess einem innovativen, partizipatorischen Anspruch ausgesetzt, ein hoch-innovativer technisch-technologisch-funktionaler Ansatz und ein konsequent klimaneutraler Weg beschritten werden. 

Prof. Gerd Zimmermann, Präsident der Stiftung Baukultur Thüringen: „Mit dem Projekt ‚Das 100’ startet die Stiftung ihre Strategie der projektweisen Partnerschaften – in diesem Fall mit dem Studentenwerk Thüringen, dem Bauherren des ‚Studentischen Wohnens am Horn’. Über diesen Weg der konkreten Anlässe soll sich Baukultur in Thüringen direkt vermitteln lassen. Die IBA Thüringen als weiterer Partner schafft dabei die ideale Gelegenheit, ein innovatives Konzept mit modellhaftem Charakter umsetzen zu können.“

Die Mitte Juni erfolgte Nominierung des Vorhabens ‚Studentisches Wohnen am Horn’ in Weimar zum IBA Kandidaten erwuchs aus der Kooperation des Studentenwerks Thüringen und der Stiftung Baukultur Thüringen. 

In den nächsten Wochen und Monaten soll das inhaltliche Programm des Projekts in Workshops weiter geschärft werden und in eine Auslobung für ein ambitioniertes Wettbewerbsverfahren münden. Aktuelle Förderprogramme des Bundes können zur Umsetzung beitragen. Der Neubau soll zum Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019 in Betrieb sein. 


8. Juni 2016
Internationaler und interdisziplinärer: Erneuerter IBA Fachbeirat nimmt seine Arbeit auf

Der Fachbeirat der IBA Thüringen hat zum Juni 2016 seine Arbeit in neuer Besetzung aufgenommen. Die zehn Experten aus Wissenschaft und Praxis beraten die IBA Thüringen und begleiten die IBA Arbeit in den kommenden drei Jahren. Der neu konstituierte Fachbeirat ist interdisziplinär und international aufgestellt. 

„Ich freue mich sehr, dass wir kompetente und erfahrene Mitglieder für den Beirat gewonnen haben, die ihre nationale und internationale Expertise in die IBA hier in Thüringen einbringen und unsere IBA Projekte in die Gesellschaft tragen. Während der bisherige Beirat in der Gründungsphase der IBA Thüringen die ersten strategischen Weichen gestellt hat, wird der neue Fachbeirat ganz konkret an der Umsetzung des IBA Programms mitwirken und eng an die Projektqualifikation angebunden sein. Ich wünsche mir auch, dass wir mit der großen Expertise der Beiräte verstärkt in die gesellschaftlichen Debatten Thüringens eingreifen, noch experimentellere IBA Projekte anstoßen können und unser Thema STADTLAND als nachhaltigen gesellschaftlichen Entwurf stärken“, so Dr. Marta Doehler-Behzadi, IBA Geschäftsführerin. 

Dem zehnköpfigen Beirat gehören an: 

  • Dr. Kenneth Anders, Büro für Landschaftskommunikation, Bad Freienwalde
  • Uli Hellweg, Hellweg Urban Concept GbR, Berlin
  • Andrea Hofmann, raumlaborberlin
  • Prof. Barbara Holzer, Holzer Kobler Architekturen, Zürich/Berlin, Peter Behrens School of Arts, Düsseldorf
  • Prof. Dr.-Ing. Lamia Messari-Becker, Universität Siegen
  • Stephan Petermann, Office for Metropolitan Architecture, OMA/AMO, Rotterdam
  • Prof. Antje Stokman, Universität Stuttgart / Studio Urbane Landschaften, Hamburg
  • Dr. Julian Petrin, urbanista oHg, Hamburg
  • Prof. Andreas Wolf, pwbaukunst, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur, Leipzig 
  • Bernd Rudolf (Beratendes Mitglied), Bauhaus-Universität Weimar

Der Beirat tagt mehrmals jährlich. Die Mitglieder des IBA Fachbeirats wurden auf Vorschlag der Geschäftsführung durch den Aufsichtsrat der IBA Thüringen GmbH bestätigt und für die Dauer von drei Jahren berufen. Die erste Dreijahresperiode des Gründungsfachbeirats war am 31.05.2016 zu Ende gegangen. Die Kontinuität im Beirat ist durch die Wiederberufung dreier Mitglieder aus dem bisherigen Fachbeirat gewährleistet.  

Zusammensetzung des Fachbeirats 

Kenneth Anders, geboren 1969 in Naumburg/Saale. Studium der Kulturwissenschaften, Soziologie und Philosophie in Leipzig und Berlin. Dissertationsschrift im Fach Kulturgeschichte. Anschließend Arbeit als freier Journalist, seit 2000 sozialwissenschaftliche Umweltforschung in verschiedenen Forschungsverbünden des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. 2004 Gründung des Büro für Landschaftskommunikation mit Lars Fischer (Schwerpunkte: Landschaftsplanung, Umweltwissenschaft, landschaftsbezogene Kunst und landschaftspolitische Bildung), zeitgleich Entwicklung des Oderbruchpavillons als Landschaftswerkstatt für Regionalentwicklung mit Schnittmengen zu Kultur, Planung und Wissenschaft. 2011 Gründung des Aufland Verlages.

Uli Hellweg, geboren 1948 in Dortmund. Studium der Architektur an der  RWTH Aachen. 1976-80 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Urbanistik (DIFU) in Berlin und Sachgebietsleiter des Stadtplanungsamtes der Stadt Gelsenkirchen. 1980 bis 1987 Koordinator für Pilotprojekte bei der IBA Berlin, anschließend Gründung der IBA Nachfolgegesellschaft. 1992-1996 Dezernent für Planen und Bauen der Stadt Kassel. Ab 1996 Geschäftsführertätigkeiten, u.a. bei der Wasserstadt GmbH (Berlin), der DSK (Wiesbaden) und der agora s.a.r.l. (Großherzogtum Luxemburg). 2006 bis 2013 Geschäftsführer der IBA Hamburg, anschließend Aufbau und Geschäftsführer der IBA Hamburg-Nachfolgegesellschaft. Seit 2015 Gesellschafter der HELLWEG URBAN CONCEPT GbR. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, des Deutschen Werkbundes und des Architekturforums Zürich.

Andrea Hofmann, geboren 1969 in Hardenberg (bei Osnabrück). Studium der Architektur an den Fachhochschulen Holzminden und Münster, 1997 bis 1999 Ergänzungsstudiengang an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee. 1997-2008 Projektleitung im Architekturbüro RKW Rhode Kellermann Wawrowsky | Architektur und Städtebau, Berlin. 1998 Mitbegründerin vom Kollektiv raumlaborberlin: Entwicklung von Konzepten an der Schnittstelle von Kultur und Stadtplanung, Installationen, Ausstellungen und temporären Bauten zum Thema öffentlicher Raum und dessen Wahrnehmung. Bisher Projekte u.a. für Architekturbiennalen in Venedig, IBA Stadtumbau Sachsen-Anhalt, zahlreiche Museen, Galerien, Festivals, Theater, Architekturzentren sowie Städte und Kommunen. Seit 2015 im Associated Board des ZK/U, Zentrum für Kunst und Urbanistik.

Barbara Holzer, geboren 1966 in Zürich. Studium an der ETH Zürich im Bereich Architektur. Von 2002 bis 2008 Zusammenarbeit mit dem Studio Daniel Libeskind als Projektleiterin. Seit 2004 als Geschäftsführerin der Holzer Kobler Architekturen in den Bereichen Architektur und Ausstellungen tätig. Seit 2009 Gastprofessur an der ETH Zürich. Seit 2010 Professorin an der Peter Behrens School of Arts, Düsseldorf. Ihr Büro errang zahlreiche Preise, u.a. 2008 Grand Prix Design der Schweizer Eidgenossenschaft, 2009 World Architecture Community Award, 2012 und 2014 AIT Awards. Ihre Arbeiten sind regelmäßig für renommierte Preise nominiert, z.B. 2013 für den Deutschen Fassadenpreis und 2015 für den Mies van der Rohe Award. Zuletzt gestaltete Holzer Kobler Architekturen die Wunderkammer für den Dänischen Pavillon auf der Architekturbiennale von Venedig 2016 sowie die 2016 eröffnete neue Dauerausstellung der Gedenkstätte Buchenwald. Barbara Holzer ist bereits seit Mai 2013 Mitglied im IBA Fachbeirat.

Lamia Messari-Becker, geboren 1973 und aufgewachsen in Marokko. Bis 2001 Studium des Bauingenieurwesens an der TU Darmstadt, 2006 Dissertation an der TU Darmstadt. 2001 bis 2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Darmstadt. 2009 bis 2014 Aufbau und Leitung der Bereiche Nachhaltigkeit und Bauphysik bei einem internationalen tätigen Ingenieurbüro. 2009 bis 2014 Lehraufträge für Tragwerkslehre (TU Darmstadt), Bauphysik (FH Darmstadt) sowie Nachhaltigkeit (THM Gießen). Seit 2014 Leitung des Lehrstuhls Gebäudetechnologie und Bauphysik an der Universität Siegen. Projekte, Forschung und Publikationen rund um Ressourceneffizienz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Hoch- und Städtebau. Mitglied internationaler Gremien und Jurys, u.a. 2015 Gutachterin im Programm Reallabor Stadt des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, 2016 Jury-Vorsitzende Europäischer Balthasar-Neumann Preis und 2016 Jury-Mitglied beim International Highrise Award. Lamia Messari-Becker wurde im April 2016 von der Bundesregierung in den Sachverständigenrat für Umweltfragen berufen und vertritt dort die Bereiche Bauingenieurwesen und nachhaltige Stadtentwicklung.

Stephan Petermann. Bis 2005 Studium der Architektur an der Technischen Universität Eindhoven sowie bis 2007 der Architekturgeschichte und Theorie des Denkmalpflege an der Universität Utrecht. Zunächst Assistent bei Rem Koolhaas im Office of Metropolitan Architecture (OMA), bevor er Associate im Think Tank AMO des Büros OMA wurde. Er unterstützte Rem Koolhaas in der EU-Beratungsgruppe ‚wise man council’ zur Zukunft der Europäischen Union. Für Rem Koolhaas koordinierte er auf der Architekturbiennale 2014 ‚Fundamentals' u.a. die Beiträge der 65 nationalen Pavillons. Aktuell arbeitet Stephan Petermann an zwei Forschungsprojekten, zum Metabolismus von Arbeitsbereichen und zur Erforschung der Zukunft des ländlichen Raumes. Stephan Petermann hat derzeit eine VELUX-Gastprofessur an der Arkitektskolen in Aarhus inne.

Julian Petrin, geboren 1968 bei Düsseldorf. Studium Städtebau und Stadtplanung an der TU Hamburg-Harburg. Gründer des partizipativen Think Tanks Nexthamburg und des Stadtentwicklungsbüros urbanista. Beratung von Kommunen und Akteuren bei der Entwicklung von Zukunftsstrategien und bei der Durchführung von partizipativen Prozessen. Seit 2011 Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, 2012 Berufung in den Konvent der Bundesstiftung Baukultur. 2013 bis 2015 Gastprofessur für Stadtmanagement an der Universität Kassel. Seit 2013 Mitglied im Expertenrat der Nationalen Plattform Zukunftsstadt. 2016 Dissertation an der HafenCity Universität Hamburg.

Bernd Rudolf (beratendes Mitglied), geboren 1956 in Dessau. Studium der Architektur an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar und des Design an der Burg Giebichenstein in Halle, Stipendiat des IFG Ulm. Seit 1993 Professor für Bauformenlehre an der Bauhaus-Universität Weimar, 1997 Gastprofessur am Mount-Ida College Boston. Seit 2005 Dekan der Fakultät Architektur und Urbanistik in Weimar. Langjähriges Fakultätsratsmitglied sowie Mitglied des Akademischen Senats der Universität. 2011 Sprecher der IBA Impulsgruppe und des IBA Werkstattrates der Bauhaus-Universität Weimar. Neben seinen Forschungs- und Lehrtätigkeiten arbeitet er an nationalen und internationalen Projekten, wie zahlreiche Museumsgestaltungen, u. a. Goethe-Nationalmuseum, Stadtmuseum Weimar, Grassi Museum Leipzig. Bernd Rudolf ist bereits seit 2013 beratendes Mitglied im IBA Fachbeirat.

Antje Stokman, geboren 1973 in Nordhorn/Niedersachsen. Studium der Landschaftsarchitektur an der Universität Hannover und dem Edinburgh College of Art. Von 2000 bis 2005 Projektleiterin im Büro Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten in München und Lehraufträge an Hochschulen in Hannover, Berlin, Hamburg, Peking und Shanghai. Von 2005 bis 2010 Juniorprofessorin an der Leibniz Universität Hannover. Seit 2010 Leiterin des Instituts für Landschaftsplanung und Ökologie an der Universität Stuttgart. Auszeichnung mit dem Wissenschaftspreis des Landes Niedersachsen 2009 sowie dem Topos Landscape Award 2011. Seit 2005 Mitglied im Studio Urbane Landschaften, von 2010 -2014 Mitglied im Beirat für Raumentwicklung des Bundesministeriums für Verkehr Bau- und Stadtentwicklung und seit 2012 Mitglied im Beirat für Nachhaltige Entwicklung des Landes Baden-Württemberg.

Andreas Wolf, geboren 1956 in Bensberg/Nordrhein-Westfalen. Studium der Stadt- und Regionalplanung in Köln und Aachen sowie Architektur an der UdK Berlin. Loeb-Fellow in Advanced Environmental Studies der Harvard Graduate School of Design und Gastdozent an der Rhode Island School of Design. Mitarbeit in der Internationalen Bauausstellung IBA Berlin. Akademischer Rat an der TU München am Lehrstuhl für Städtebau. Seit 1992 Professor für Städtebau und Entwerfen an der HTWK-Leipzig. Gastprofessuren am Polytechnikum Mailand und an der Universität Genua. Andreas Wolf ist Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau, der Sächsischen Akademie der Künste und im Deutschen Werkbund Sachsen. Andreas Wolf ist bereits seit 2013 Mitglied im IBA Fachbeirat.


4. Mai 2016
Projektaufruf ‚Arrival STADTLAND’: Modelle einer neuen Integrations- und Baukultur

Mit dem Projektaufruf ‚Arrival STADTLAND’ sucht die IBA Thüringen leerstehende Gebäude, gute Ideen und aktive Menschen, um gemeinsam mit ihnen Modellprojekte einer gelungenen Integrations- und Baukultur zu entwickeln.

Es geht um Orte des Ankommens und Bleibens für eine neue Generation von Einwohnern, die aus dem Zuzug vieler Menschen aus den Krisenregionen dieser Welt resultiert. Der Leerstand zahlreicher ortsbildprägender Gebäude in den Städten und Dörfern – von der IBA als LeerGut bezeichnet – bietet hierfür eine wertvolle Grundlage.

„Die Integration von geflüchteten Menschen ist ein vielschichtiger, zeitaufwendiger, aber auch lohnender Prozess für alle Beteiligten. Mit dem Projekt ‚Arrival STADTLAND’ der IBA Thüringen wird ein neues Integrationsprojekt zur Förderung von Gegenseitigkeit, Verständnis füreinander und zur aktiven Gestaltung eines Miteinanders initiiert. Durch das Leben und Wohnen in gemeinsam gestalteten, ehemaligen Leerräumen soll den Zugewanderten in Thüringen ein Ankommen ermöglicht werden; sie finden ein neues Zuhause, sie wachsen in der Gesellschaft und Gemeinschaft und können sich eine Zukunft aufbauen“, so Mirjam Kruppa, Beauftragte des Freistaats Thüringen für Integration, Migration und Flüchtlinge.

Ziele des Projektaufrufs: 

  • die qualitätsvolle Sanierung und Wiedernutzung leerstehender Immobilien in den Städten und Gemeinden Thüringens;
  • die Gestaltung von Heimat für Geflüchtete in Thüringen, insbesondere im ländlichen Raum;
    ​die Einbindung des Projekts in die Dorf- beziehungsweise Stadtentwicklung und die Integration der Geflüchteten in das Gemeinschaftsleben vor Ort

Gesucht werden Orte, Menschen, Ideen

  • interessante und entwicklungsfähige Gebäude, die für Wohn-, Sozial-, Kultur- und Bildungsprojekte geeignet sind und von den Eigentümern zur Verfügung gestellt oder selbst entwickelt werden;
  • Institutionen wie Stiftungen und Hochschulen, bürgerschaftliche Initiativen, Netzwerke, Vereine, Architekten, Ingenieure, Unternehmen, Kommunen, Einzelpersonen mit Lust auf Zukunft, die im besten Fall nicht für sondern mit Geflüchteten gemeinsam Modellprojekte zur Integration in Thüringen realisieren möchten und an einem gemeinsamen Qualifizierungsprozess mit der IBA Thüringen interessiert sind;
  • Ideen und Ausgangspunkte für unkonventionelle Wohn-, Beherbergungs-, Bildungs- und Beschäftigungsprojekte sowie kulturelle Strategien, um leerstehende Gebäude zu aktiveren und zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner zu integrieren.

Projektverfahren und Zeitschiene

Bis zu fünf Modellvorhaben sollen als IBA Kandidaten in den Qualifizierungsprozess aufgenommen und bis zur Realisierung begleitet werden. Werden sie nach der Qualifizierungsphase auf Empfehlung des IBA Fachbeirats als IBA Projekte nominiert, können sie Teil der Internationalen Bauausstellung Thüringen werden, die ihre Ergebnisse im Jahr 2019 zur Zwischenpräsentation und im Jahr 2023 zur Schlusspräsentation einer breiten Öffentlichkeit vorstellt.

4. Mai
Öffentliche Bekanntmachung unter www.iba-thueringen.de/arrivalstadtland

27. Mai 2016
Informations-, Vernetzungs- und Arbeitstreffen für alle Interessierten in Weimar

30. Juni/1. Juli 2016
IBA Konferenz ‚LeerGut’. ‚Positionen zum Umdenken, Umprogrammieren und Umnutzen von Leerstand’ in Apolda

8. Juli 2016
Frist für die Einreichung für Rückfragen

15. Juli 2016, 24 Uhr
Einreichung der Projektskizzen per E-Mail: arrivalstadtland@iba-thueringen.de

Ende Juli
Vorauswahl von bis zu zehn Bewerbern

Juli/August
Vor-Ort-Besuche potenzieller IBA Kandidaten

September 2016
Vorstellung der Ergebnisse des Projektaufrufs im IBA Fachbeirat und Nominierung der IBA Kandidaten in einer öffentlichen Veranstaltung

Ab Oktober 2016
Beginn des Qualifizierungsprozesses mit den neuen IBA Kandidaten

Weitere Informationen und den ausführlichen Projektaufruf finden Sie unter www.iba-thueringen.de/arrival-stadtland

Hintergrund LeerGut

‚LeerGut’ bestimmt als einer von fünf thematischen Schwerpunkten das Profil der IBA Arbeit. Dabei geht es um das Zusammenführen von leeren Gebäuden und neuen Nutzungsideen. Mit den Flüchtlingen ist dieses Thema höchst aktuell und drängend geworden. Aus gegebenem Anlass stehen Standards, Normen und Verfahren auf dem Prüfstand. Die IBA fragt: Wie wenig ist genug? Wie schnell müssen wir handeln? Wie entsteht daraus Baukultur?

Im Jahr 2016 widmet sich die IBA diesem Thema neben dem Projekt­aufruf ‚Arrival STADTLAND’ in zwei wichtigen Veranstaltungen:

Die IBA Konferenz am 30. Juni und 1. Juli im Eiermannbau in Apolda stellt Positionen zum Umdenken, Umprogrammieren und Umnutzen von Leerstand vor.

Im IBA Campus vom 15. bis 30. Juni entwickeln junge Architekten, Künstler und Designer Nutzungsideen für den seit 22 Jahren leerstehenden Eiermannbau.

Darüber hinaus stellt der Ideenaufruf der EKM ‚STADTLAND: Kirche. Querdenker für Thüringen 2017’ noch bis 30. Juni 2016 die Frage der Umnutzung von Kirchengebäuden in Thüringen in einer breiten Öffentlichkeit.

 

Hintergrund ‚Arrival STADTLAND’

Die globale Flüchtlingskrise mit ihren unmittelbaren lokalen Auswirkungen ist eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung. Weltweit fliehen Millionen von Menschen vor Krieg und Gewalt und suchen eine Perspektive des Neuanfangs in stabileren Regionen. Die aktuelle Medienberichtserstattung ist sehr stark aus diesem Themenfeld geprägt.

Der Freistaat Thüringen wird in seinen ländlich geprägten Räumen oft nur unter dem Aspekt von Einwohnerrückgang und Schrumpfung gesehen. Die IBA Thüringen möchte die Chancen des Ankommens einer neuen Generation von Einwohnern herausarbeiten und diesen Prozess mit besonderer Aufmerksamkeit gestalten und begleiten. Dieses Engagement mündet in den Projektaufruf ‚Arrival STADTLAND’.

Der Name des Projektaufrufs setzt eine Gegenposition zu Doug Saunders Aussage eines urbanen, zentralisierenden Trends in seinem Buch ‚Arrival City‘. Darin beschreibt der Autor die Chancen, die sich aus den weltweiten Flüchtlingsbewegungen meist vom Land in Richtung Stadt ergeben. Die IBA Thüringen hingegen beschreibt mit STADTLAND den Freistaat Thüringen als ein dezentrales, leistungsfähiges Netzwerk, das sowohl aus dem Potential städtischer als auch ländlicher Qualitäten profitieren kann.


28. April 2016
Jetzt anmelden zur IBA Konferenz 'LeerGut' im Eiermannbau Apolda

Am 30. Juni und 1. Juli 2016 veranstaltet die IBA Thüringen in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung ihre Jahreskonferenz. Sie ist einem der fünf Arbeitsschwerpunkte der IBA Thüringen gewidmet: LeerGut, d.h. Leerstand und dessen Zukunftsfähigkeit in kleinen und mittleren Gemeinden. Interessierte sind herzlich dazu in den Eiermannbau in Apolda eingeladen.

Zum Konferenzauftakt laden die Veranstalter am Donnerstag, 30. Juni um 19 Uhr zu einem Vortrag und Podiumsgespräch. Der Architekt Alexander Hagner von gaupenraub +/- stellt in seinem Vortrag ‚Koexistenz’ u.a. das vielfach ausgezeichnete Projekt 'VinziRast – MiTTENDRIN‘ vor: ein Sozialprojekt, in dem Leerstandaktivierung im Zentrum Wiens aus einem Bündnis von Studierenden und Obdachlosen gelang. 
Mit der IBA Geschäftsführerin Dr. Marta Doehler-Behzadi und Philip Kurz, Geschäftsführer der Wüstenrot Stiftung, kommen anschließend unter anderem ins Gespräch: Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, Christian Holtzhauer, Künstlerischer Leiter des Kunstfest Weimar, Frank Rostek, Bürgermeister der Stadt Bleicherode. Ihr Thema: die Herausforderungen von strukturellem Leerstand sowie Ideen und Anlässe für die Wiedernutzung von Bestandgebäuden in Thüringen. 

Am Freitag, 1. Juli ab 9.30 Uhr stellen Experten unterschiedlicher Fachrichtungen gelungene Beispiele und unterschiedliche Positionen vor, wie leerstehende Standorte sinnvoll umgedacht, umgestaltet und umgenutzt werden können. Architekten, Stadtplaner, Künstler, Ökonomen und Kulturschaffende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Lettland kommen zu Wort. Die Künstlerin Susi Weber gibt Einblicke in das Augsburger ‚Grandhotel Cosmopolis‘, in dem Geflüchtete und Hotelgäste gemeinsam unterkommen und auch miteinander leben, beispielsweise indem sie das ehemalige leerstehende Altersheim mit Ateliers und Werkstätten kulturell beleben. Prof. Dr. Linda Hildebrand, TU Aachen, berichtet in ihrem Vortrag ‚Superlocal‘ über ein Projekt der niederländischen IBA Parkstad. Die Wohnungsbaugesellschaft Heem Wonen unternimmt dort den Versuch, ein Quartier rein aus den materiellen Ressourcen vor Ort umzubauen. 

Im Vorfeld der Konferenz werden am Donnerstag, 30.06. bereits ab 17.00 Uhr Nutzungsideen für den seit 22 Jahren leerstehenden Eiermannbau vorgestellt. Dafür arbeitet ein interdisziplinäres und internationales Team aus Studierenden und Absolventen im Eiermannbau ab 15. Juni zusammen.

Die Konferenz bietet für Projektakteure und fachlich Interessierte die Gelegenheit zur Information und Vernetzung. 
Die Teilnahme ist kostenlos. 
Anmeldungen sind ab sofort bis 23.06.2016 möglich unter www.iba-thueringen.de/konferenz-leergut.
IBA Konferenz LeerGut. 
‚Positionen zum Umdenken, Umprogrammieren und Umnutzen von Leerstand.’
Donnerstag, 30. Juni und Freitag, 1. Juli 2016
Eiermannbau Apolda
Auenstraße 9
99510 Apolda
Das ausführliche Programm der Konferenz finden Sie unter www.iba-thueringen.de/konferenz-leergut.

Hintergrund Eiermannbau Apolda

Das vom Apoldaer Architekten Hermann Schneider 1906/07 errichtete und 1938/39 nach Plänen des Architekten Egon Eiermann umfassend umgestaltete und erweiterte Feuerlöschgerätewerk der 'Total AG Foerstner & Co’ stellt heute ein herausragendes Denkmal der Architekturmoderne und Industriebaukultur dar. 1994 wurde die Produktion von Feuerlöschgeräten im Eiermannbau eingestellt. 

Der Industriebau wurde seit Oktober 2010 durch den Eigentümer, die Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten mbH (GESA), in seinen Primärstrukturen unter Beachtung denkmalpflegerischer Anforderungen saniert. Trotz vielfältiger Bemühungen blieb der Eiermannbau seit 22 Jahren ungenutzt. 

Die IBA Thüringen engagiert sich in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung beim IBA Campus Zukunftswerkstatt Eiermannbau sowie im Rahmen ihrer IBA Projektarbeit gemeinsam mit der GESA und der Stadt Apolda für eine nachhaltige Aktivierung und Nutzung des Eiermannbaus.

Hintergrund IBA Kandidat ‚Apolda, Apolda – nächster Halt Zukunft!’

Der Bahnhof Apolda ist Mittelpunkt eines Stadtquartiers, das von aufgegebenen Industriestandorten und sichtbaren Leerständen gekennzeichnet ist. Wie vielerorts in Thüringen hat die Deutsche Bahn AG auch in Apolda das nicht mehr genutzte Bahnhofsgebäude samt Grundstück aufgegeben. Stadt Apolda und Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen sanieren den Bahnhof und das Bahnhofsumfeld nun in beispielhafter Weise. Die für überraschende und sensible Konzepte bekannten Berliner Architekten AFF wurden von der LEG Thüringen mit der Planung und Realisierung des Bahnhofsgebäudes beauftragt.

Im Projekt werden mit einfachen Gestaltungsansätzen die im öffentlichen Bauen üblichen Sanierungsstandards hinterfragt und die Investitionskosten auf das wirklich notwendige Maß reduziert. Gerade daraus sollen eigene baukulturelle Qualitäten und der Modellwert des IBA Kandidaten Apolda entstehen. Umbauziel ist es, das Gebäude auf seine historische Raumstruktur zurückzubauen und damit große, nutzungsneutrale Räume zu schaffen. Damit wird ein nachhaltiger Standort entwickelt, der unterschiedliche Nutzungen aufnehmen kann.

Im Juni 2016 beginnen die Baumaßnahmen am Bahnhofsgebäude. Mit Eröffnung der Landesgartenschau in Apolda am 29.04.2017 soll das Gebäude nutzungsbereit sein – als Eingangstor für die Besucherinnen und Besucher in die Stadt Apolda, aber ebenso als öffentliche Adresse der IBA Thüringen.


21. März 2016 
Erste IBA Projekte gehen in die Realisierung

Die IBA Thüringen hat unter ihren Kandidaten die zwei ersten IBA Projekte nominiert: Den Bahnhof Apolda sowie das ‚Tor ins Schwarztal’. 

Beide Vorhaben sind Modellfälle, die leerstehende Gebäude aktivieren und umgestalten; beide Vorhaben sind Teil einer größeren Gebietskulisse, die weiter qualifiziert wird. Voraussetzung für die Nominierung der bisherigen IBA Kandidaten zum IBA Projekt war ein detailliertes Projektdossier, das die Projektträger vorgelegt haben. Auf dieser Grundlage hat der Fachbeirat in seiner Sitzung am 17. März 2016 den Statuswechsel zum IBA Projekt empfohlen. In vorangegangen Sitzungen hatte der IBA Fachbeirat die Projektakteure vor Ort aufgesucht und sich ein genaues Bild von den Standorten gemacht. Die IBA Projekte gehören zur IBA Baustelle ‚LeerGut‘, in der die IBA den Umgang mit Leerstand und dessen Aktivierung als zentrales Thema fokussiert.
 

IBA Projekt Bahnhof Apolda (Teil der Gesamtmaßnahme des IBA Kandidaten ‚Apolda, Apolda – Nächster Halt Zukunft!‘)
Projektträger: Stadt Apolda und Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG)

Der Bahnhof Apolda und das zugehörige Grundstück sind Mittelpunkt eines Stadtquartiers, das durch aufgegebene Industriestandorte und sichtbare Leerstände gekennzeichnet ist. Wie vielerorts in Thüringen hat die Deutsche Bahn AG auch in Apolda das nicht mehr genutzte Bahnhofsgebäude samt Grundstück aufgegeben.
Der Bahnhof Apolda bildet den ersten Baustein in einem größeren städtebaulichen Umgriff. Umbauziel ist es, das Gebäude auf seine historische Raumstruktur zurückzubauen und so Räume zu schaffen, die sich flexibel nutzen lassen. Damit wird ein nachhaltiger Standort entwickelt, der im Lauf der Zeit unterschiedlichste Nutzungen aufnehmen kann. Das Gebäude ist ein wichtiger baukultureller Beitrag im weitgehend leergefallenen Bahnhofsquartier von Apolda und soll als Impuls für die Aktivierung des städtebaulichen Umfeldes wirken. Dieses soll durch ungewöhnliche Gestaltungs- und Funktionslösungen noch in diesem Jahr qualifiziert werden.
Voraussichtlich im Juni 2016 beginnen die Baumaßnahmen am Bahnhofsgebäude in Apolda; für die Planung wurde das Berliner Architekturbüro AFF beauftragt. Mit Eröffnung der Landesgartenschau in Apolda am 29.04.2017 soll das Gebäude nutzungsbereit sein – als Eingangstor für die Besucherinnen und Besucher in die Stadt Apolda, aber ebenso als öffentliche Adresse der IBA Thüringen.
Prof. Andreas Wolf, Mitglied Fachbeirat: „Richtungsweisend in diesem Projekt ist die Auseinandersetzung mit minimalistischen Gestaltungslösungen, die die Geschichte des Gebäudes nachzeichnen. Durch behutsame Ergänzungen, gestalterische und funktionale Reduktion auf das Notwendige entsteht ein multifunktional nutzbares Gebäude.“
 

IBA Projekt ‚Ein Tor ins Schwarzatal - Bahnhof Rottenbach‘ (Teil der Gesamtmaßnahme des IBA Kandidaten ‚Resilientes Schwarzatal‘) 
Projektträger: Stadt Königsee-Rottenbach, LEADER Aktionsgruppe Saalfeld-Rudolstadt e.V.

Im Rahmen des IBA Projektes soll das Bahnhofsgebäude qualitätvoll saniert und mit einer neuen Nutzung, dem BahnHofladen, reaktiviert werden. Die regionaltypische und moderne Umfeldgestaltung durch das atelier le balto, Landschaftsarchitekten aus Frankreich und Berlin, soll Zugänge zu Themen wie Kulturlandschaft und Baukultur vermitteln. Die Einrichtung eines genossenschaftlichen Dorfladens mit dem Schwerpunkt auf Vermarktung regionaler Produkte ist ein wichtiger Baustein für die Nahversorgung des Ortes sowie zur Steigerung regionaler Wertschöpfung. Die Genossenschaft BahnHofladen Rottenbach e.G. hat sich aus einem Initiativkreis von Bürgern gegründet, um die regionale Nahversorgung aufzubauen.
Im Jahr 2016 wird das Baufeld I ‚Verkehrsverknüpfungspunkt‘ realisiert. Ab 2017 wird das Bahnhofsgebäude mit seinem direkten Umfeld umgestaltet, um den Betrieb als BahnHofladen aufzunehmen.
Prof. Dr. Rolf Kuhn, Mitglied Fachbeirat: „Der BahnHofladen und der Verkehrsverknüpfungspunkt Bahnhof Rottenbach sind logistisch, inhaltlich und baukulturell für die Gesamtmaßnahme ‚Resilientes Schwarzatal‘ von zentraler Bedeutung. Sie sind als Ausgangspunkt der Schwarzatalbahn ein Tor in die Tourismus- und IBA Region Schwarzatal mit dem international bedeutenden Demokratie-Ort Schwarzburg.“
 

IBA Kandidat ‚Timber Prototype IBA2GO’ 
Projektträger: Jade-Hochschule Oldenburg, Universität Stuttgart

Ein Prototyp in Holzbauweise, der ‚Timber Prototype - IBA2GO‘ ist zum IBA Kandidaten nominiert worden. Es handelt sich dabei um ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das traditionelle regionale Rohstoffe und innovative hochmoderne Fertigungs- und Fügungstechnologien vereint. Es soll ein mobiles, wandelbares und transportables Bauwerk aus Holz realisiert werden, das an unterschiedlichsten Standorten der IBA in Thüringen zum Einsatz kommen kann. Das Vorhaben bezieht sich unmittelbar auf die IBA Baustelle Baukultur Made in Thüringen und wird in den kommenden Monaten weiter qualifiziert. Projektträger sind Prof. Hans Drexler (Jade Hochschule) und Prof. AA Achim Menges (Universität Stuttgart). Der Bund unterstützt die Ausarbeitung dieses experimentellen Baukörpers durch Forschungsmittel.

Die Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft und Vorsitzende des Aufsichtsrates der IBA Thüringen, Birgit Keller, verabschiedete am 16. März offiziell die Mitglieder des IBA Fachbeirats, der in seiner bisherigen Zusammensetzung ein letztes Mal tagte. In ihrem Dank verwies sie insbesondere darauf, dass der Fachbeirat die IBA Thüringen in ihrer Gründungsphase aktiv begleitet habe. Ab Juni 2016 wird das fachliche Beratergremium der IBA Thüringen in neuer Zusammensetzung tagen. Der IBA Fachbeirat wird jeweils für drei Jahre berufen.


24. Februar 2016 
IBA Thüringen stellt Weichen für die IBA Projektarbeit

Die IBA Thüringen macht STADTLAND zu ihrem Thema und hat die Weichen für die Projektarbeit gestellt. Im Mittelpunkt stehen Umdenken und Umbauen, Kooperationen und eine Kultur des guten Planens und Bauens in Stadt und Land. Fünf thematische Schwerpunkte bestimmen künftig als ‚IBA Baustellen’ das Profil der IBA Arbeit (siehe Anlage Programmpapier):

  • LeerGut: Umgang mit dem Gebauten und dem Leerstand
  • Selbstverantwortungsland: Neue stadtlandschaftliche Lebensmodelle
  • Land in Sicht: Zeitgenössische Thüringer Kulturlandschaft
  • Landstadt von Übermorgen: Zukunftsfähige Klein- und Mittelstädte
  • Baukultur Made in Thüringen: Gestaltung des Neuen – Markenzeichen für Thüringen

In diesen Baustellen ist die IBA Thüringen aktiv und sucht auf verschiedenen Wegen nach weiteren Modellvorhaben.

Einen Schwerpunkt im Jahr 2016 bildet die IBA Baustelle ‚LeerGut’, die sich dem Zusammenführen von leeren Gebäuden und neuen Nutzungsideen widmet. Mit den Flüchtlingen ist dieses Thema höchst aktuell und drängend geworden. Aus gegebenem Anlass stehen Standards, Normen und Verfahren auf dem Prüfstand. Die IBA fragt: Wie wenig ist genug? Wie schnell müssen wir handeln? Wie entsteht daraus Baukultur?
Die IBA Thüringen beabsichtigt, bis zu fünf Modellvorhaben als IBA Kandidaten zu nominieren. Im Sommer 2016 erfolgt der Aufruf zur Teilnahme.

Die bereits nominierten IBA Kandidaten sind in ihrer Qualifizierungsarbeit weit vorangekommen. In den kommenden Monaten werden die ersten IBA Kandidaten einen Projektstatus erreichen; an vielen Stellen beginnt die konkrete Umsetzung von IBA Ideen (siehe Anlage Einblick in fünf IBA Projektprozesse):

  • Am Bahnhof Apolda beginnen im Mai 2016 die Baumaßnahmen.
  • Für die neue Mitte Gera wurde der internationale Wettbewerb Europan abgeschlossen; die Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse ruft in der Stadt enormes Interesse hervor.
  • Die KoWo (Kommunale Wohnungsgesellschaft) Erfurt hat einen Förderscheck aus Händen des Bundes entgegengenommen und wird in einem hochrangigen Projektteam Lösungen für das serielle Bauen und bezahlbare Wohnen entwickeln.
  • In Nordhausen, IBA Modellstadt für den energetischen Wandel, wird in einem breiten Bürgerbeteiligungsprozess die Stadt der Zukunft erfunden.
  • Der nächste Aufruf zur Mitwirkung im Prozess der IBA Thüringen geht von der EKM (Evangelische Kirche in Mitteldeutschland) aus und wird am 19. März 2016 veröffentlicht.

Auch 2016 tritt die IBA Thüringen wieder durch vielfältige Veranstaltungen in einen Dialog mit der Öffentlichkeit. Neben den eingeführten Formaten IBA Salon und IBA Konferenz veranstaltet die IBA in diesem Sommer erstmals einen IBA Campus. Internationale Studierende, Absolventen und Experten aus unterschiedlichen Professionen kommen für 14 Tage zusammen und bearbeiten eine Thüringer Aufgabe vor Ort gemeinsam mit den lokalen Akteuren. Als Format einer mobilen Universität und Kreativwerkstatt auf Zeit findet der IBA Campus künftig jährlich an einem anderen Ort in Thüringen statt, um dort vor allem einen kreativen Anfangsimpuls zu setzen. Die entwickelten Ideen sollen anschließend aufgegriffen und professionell weiterverfolgt werden.

Veranstaltungsauswahl 2016

12. Mai 2016, 20 Uhr: IBA Salon in Weimar

Der IBA Salon stellt die in Thüringen anstehenden Fragen zu neuen Wohnmodellen in den internationalen Kontext. Dabei geht es um neue Standards und alternative Wohnformen zum üblichen Einfamilienhaus. Diese werden bezüglich ihres Wohnwertes, ihrer Herstellungskosten und Nachhaltigkeitsaspekte hinterfragt. Der Vortrag findet als öffentliche Abendveranstaltung in Kooperation mit dem Institut für Europäische Urbanistik der Bauhaus-Universität Weimar statt, das am 12. und 13. Mai zu einer internationalen wissenschaftlichen Konferenz einlädt.

30. Juni und 1. Juli 2016: IBA Konferenz ‚LeerGut - Re:Connect, Re:Programm, Re:Use’ im Eiermannbau Apolda

Im Jahr 2016 lädt die IBA zur Konferenz an einen außergewöhnlichen LeerGut-Ort, den Eiermannbau in Apolda, ein. Das Gebäude steht Pate für eine Vielzahl von leerstehender Gebäudesubstanz in Thüringen. Experten unterschiedlicher Fachrichtungen beleuchten die Herausforderung Leerstand aus verschiedenen Perspektiven: als Ressource und volkswirtschaftliche Aufgabe, als Praktik und zivilgesellschaftliche Chance und zuletzt als Stil und gestalterische Haltung.
Thema der Konferenz sind auch die Ergebnisse des IBA Projektaufrufes LeerGut und damit weitere IBA Standorte.

15.06.-29.06.2016: 1. Internationaler IBA Campus ‚re:use Eiermann!’ im Eiermannbau Apolda

Der erste IBA Campus sucht Nutzungsideen für dieses besondere Industriedenkmal der Moderne. Er möchte das seit 1994 leerstehende Gebäudeensemble in Apolda experimentell beleben und als zukünftigen Arbeits- und Wohnort erproben. Teilnehmer sind junge Berufstätige, Absolventen und Studierende der Fachrichtungen Architektur, Kunst und Design mit Lust auf ein praktisches Experimentieren im Rahmen einer Internationalen Bauausstellung.

Hintergrund IBA Thüringen und Meilensteine

IBA ist ein organisierter Ausnahmezustand. Bis 2023 wird Thüringen zu einem Zukunftslabor. Die Internationale Bauausstellung Thüringen bietet Anregung und Unterstützung für Partner, die neue Vorgehensweisen erproben und Modellprojekte umsetzen wollen und führt selbst Initiativprojekte durch. Dafür öffnet sie experimentelle Denk- und Gestaltungsspielräume.

STADTLAND ist das Thema der IBA Thüringen und eine Beschreibung der kleinteiligen Siedlungsstruktur des Freistaats Thüringen. Der Begriff steht für veränderte Beziehungen zwischen Individuen und Natur, Siedlung und Landschaft sowie Gesellschaft und ihren Ressourcen. STADTLAND vollzieht eine Einbettung in natürliche, landschaftliche, stoffliche und Ressourcenzusammenhänge, wo einige Jahrhunderte lang Abkopplung im Vordergrund stand. Der IBA Thüringen geht es um einen veränderten gesellschaftlichen ‚Stoffwechsel’. Durch gleichberechtigte und innovative Stadt-Land-Beziehungen sollen Probleme (besser) gelöst werden; der Regionalbezug wird zur thematischen Klammer für Diskurse und Projekte der IBA Thüringen. Damit kann die IBA Thüringen zum Paten für zahlreiche Regionen Europas und der Welt mit ähnlichen Voraussetzungen und Herausforderungen werden.

Die IBA Thüringen hat dazu ein Programmpapier vorgelegt.

Die IBA Arbeit erfährt in den Meilensteinjahren ihre Höhepunkte, in denen sie programmatische Aussagen mit der Darstellung des Projektfortschritts ihrer Kandidaten bzw. Projekte verbindet. Nach dem STADTLAND Sommer 2015 und mit Blick auf das Reformationsjubiläum im Jahr 2017 stellt ein kulturell-künstlerisches Projekt des IBA Kandidaten ‚Perspektiven für kirchliche Gebäude in Thüringen – Aufgabe, Abgabe, Wandel’ in Zusammenhang mit dem Reformationsjubiläum einen nächsten Schwerpunkt. Im Jahr 2019, dem Jahr des 100-jährigen Bauhausjubiläums, findet eine IBA Werkschau (Zwischenpräsentation) statt. Zum IBA Finale 2023 führt die IBA ihre Projekte in einer Realausstellung zusammen. Dann stehen die Ergebnisse der IBA und der Ausblick auf kommende Entwicklungen im Vordergrund.

Die Ergebnisse und Erkenntnisse der IBA sollen in das Alltagshandeln von Politik und Verwaltung, Zivilgesellschaft und Unternehmen einfließen und Veränderungen bewirken, die über das IBA Finale fortwirken. So will die IBA einen Mehrwert für Thüringen schaffen und internationale Aufmerksamkeit erzielen.

Social Media

Auf unserer Webseite www.iba-thueringen.de finden Sie aktuelle Informationen zu den IBA Baustellen und können die dynamischen Qualifizierungsprozesse der IBA Kandidaten verfolgen. Über Anregungen und Hinweise freuen wir uns auch auf Facebook und Twitter (#stadtland).

Den Ausblick auf das Jahr 2016 gab die IBA Thüringen am 24. Februar 2016 im Rahmen der Jahrespressekonferenz in der Kaufmannskirche Erfurt.

 

Pressekontakt: Gabriela Oroz, Pressesprecherin der IBA Thüringen, Tel. +49 (0) 3643 / 900 88 21, E-Mail: gabriela.oroz@iba-thueringen.de