Projekte

Stadtland

Die IBA Thüringen macht das STADTLAND zu ihrem Thema. Sie konzentriert sich auf drei IBA Baustellen, wo Umdenken und Umbauen, Kooperationen und eine Kultur des guten Planens und Bauens in Stadt und Land im Mittelpunkt stehen.

UMBAUEN LeerGut

Wir aktivieren zahlreiche Leerstände im Land, bauen um und kombinieren neue Nutzungsmodelle mit anderen Baustandards.

Apolda, Eiermannbau

Was tun mit Gebäuden, die wir nicht brauchen?

Apolda, Eiermannbau

Apolda, Eiermannbau

Die zwischen Jena und Weimar gelegene Kleinstadt Apolda war über Jahrzehnte ein wichtiger Industriestandort in Thüringen. Mit ihren heute rund 23.000 Einwohnern gehört Apolda zu den 29 Klein- und Mittelstädten mit einer Größe von 10.000 bis 50.000 Einwohnern, in denen ein Drittel der 2,17 Millionen Thüringer lebt. Seit Beginn des 18. Jahrhunderts lebte die Stadt Apolda von der Textilproduktion, zuerst von Strümpfen, später von Strick- und Wirkwaren. Nur einige der ehemals 6.000 Arbeitsplätze, die es allein in der Textilindustrie in der Stadt gab, sind nach 1990 erhalten geblieben. Viele der großflächigen Produktionsorte der Stadt stehen auch heute noch leer – einer davon ist das Grundstück Auenstraße 11, auch als Eiermannbau bekannt. In der Nachbarschaft zu den prosperierenden Hochschulstandorten Weimar und Jena ist die Standortentwicklung in Apolda ein wichtiger Beitrag für ein zukunftsfähiges StadtLand Thüringen und sein polyzentrales Städtenetz.

Der Eiermannbau in Apolda ist ein Industriedenkmal von besonderem Rang. Es ist das einzige Gebäude des Architekten Egon Eiermann in Thüringen und ein wichtiges Beispiel für eine nachhaltige Umbaukultur. Ursprünglich gebaut als Weberei, wurden seit Mitte der 1930er Jahre Feuerlöschgeräte am Standort produziert. Eiermann selbst hat 1938/39 die bestehende Weberei erweitert, sensibel und aufmerksam die vorhandene Gebäudestruktur fortgeführt und gleichzeitig die funktionalen und ästhetischen Anforderungen seiner Zeit eingebracht. 1994 wurde die Produktion von Feuerlöschgeräten aufgegeben. Seit Frühjahr 2016 wird der Standort initiativ von der IBA Thüringen entwickelt. In einem intensiven Aktivierungs- und Beteiligungsprozess wurde aus den Anregungen des IBA Campus 2016 und der IBA Konferenz LeerGut in einer Machbarkeitsstudie das Leitbild ‘Open Factory’ für den Standort erarbeitet. Zukünftig soll der Eiermannbau eine Adresse werden, bei der Handwerk und Produktion ebenso wie Bildungs- und Vernetzungsangebote, Kunst und Kultur eine wichtige Rolle spielen. Seit April 2018 hat die IBA Thüringen ihren Geschäftssitz im Eiermannbau und ist damit selbst Teil der Entwicklung. Eigentümer des Standortes war bis Ende 2017 die Gesellschaft für Entwicklung und Sanierung von Altstandorten (GESA), heute ist es die LEG Thüringen.

Die Projektpartner Stadt Apolda, Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen und IBA Thüringen betrachten den Leerstand in Apolda als Flächenpotenzial und Ressource: LeerGut. Angesichts ausbleibender Investitionen und fehlender Nutzungsnachfrage sollen mit der Entwicklung des Eiermannbaus die bisher üblichen Bau- und Nutzungsstandards und Vorgehensweisen bei der Entwicklung von Leerständen hinterfragt werden. Ziel der IBA Projektentwicklung, die der Leitidee ‚Wie wenig ist genug?’ folgt, ist ein nachhaltiger Beitrag für die Entwicklung der Stadt. Der kulturelle, ökologische und bauliche Reichtum des Standortes ist für die Projektbeteiligten das Kapital und Ausgangspunkt für eine neue Wertschöpfung in Apolda.

Mehr zum Projekt 
Start Open Factory
04. Juni 2018

Start Open Factory

Pressegespräch Salon Teilnehmende

Pressegespräch Salon Teilnehmende
Vor dem Büro-Gewächshaus, das zum Umbaukonzept für die IBA Geschäftsstelle gehört, sitzen von links: Andreas Foidl von der Belius GmbH, Uli Hellweg, Fachbeiratsvorsitzender der IBA Thüringen, Sabine Wosche, Geschäftsführerin der LEG Thüringen, Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen, Birgit Keller, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft und Aufsichtsratsvorsitzende der IBA Thüringen sowie Rüdiger Eisenbrand, Bürgermeister der Stadt Apolda. ©IBA Thüringen, Foto: Thomas Müller

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Birgit Keller, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen und Sabine Wosche, Geschäftsführerin der LEG Thüringen, beim Pressegespräch 'Es geht auch anders' (v.l.). ©IBA Thüringen, Foto: Thomas Müller

Feuerlöschgerätewerk

Feuerlöschgerätewerk
©IBA Thüringen, Foto: Thomas Müller

Kandidatentreffen Gruppenbild

Kandidatentreffen Gruppenbild
Neben dem Salon fand auch das Kandidatentreffen der IBA Thüringen statt. Mit dabei: Fachbeiratsvorsitzender Uli Hellweg (rechts im Bild). ©IBA Thüringen, Foto: Thomas Müller
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Wer Interesse hat, Werkstätten, Ateliers oder einen Schreibtisch im Coworking Space im Eiermannbau oder angrenzenden Minimax-Gebäude zu mieten, schreibt eine Mail an das Koordinationsteam unter open-factory@iba-thueringen.

Kooperatives Werkstattverfahren zur Gebietskulisse Bahnhof Apolda
27. März 2017

Kooperatives Werkstattverfahren zur Gebietskulisse Bahnhof Apolda
Vier Zukünfte für Apolda

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Der Wasserturm am Bahngelände als Billboard und Veranstaltungsort. Aus dem Beitrag ‚Sofortstadt’ des Büros Modulorbeat aus Münster. Grafik: Modulorbeat.

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Jan Kampshoff stellt den Beitrag ‚Sofortstadt’ des Büros Modulorbeat vor. Foto: Thomas Müller

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Apolda als ‚Datschland’ ist eine Zukunftsvision des Studios Vulkan aus Zürich. Robin Winogrond erklärt das Konzept. Foto: Thomas Müller

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Die EnergieWerkStadt aus Weimar beschäftigt sich vor allem mit energetischen Fragen und schlägt Konzepte für eine Kompaktstadt vor. Andreas Reich erläutert das Zukunftsszenario. Foto: Thomas Müller

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Prof. Anne-Julchen Bernhardt von BeL – Sozietät für Architektur präsentiert in der Zwischenwerkstatt die Idee einer kooperativen Kleinstadt. Foto: Thomas Müller

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Stefan Städtler, Fachbereichsleiter Stadtplanung und Bauwesen, und Bürgermeister Rüdiger Eisenbrandt diskutieren bei der Zwischenwerkstatt die vorgestellten Szenarien. Foto: Thomas Müller

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Öffentliche Diskussion der Entwürfe an einzelnen Zukunftstischen. Foto: Thomas Müller

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Luftbild des Nori-Geländes nördlich des Bahnhofs Apolda. Foto: Thomas Müller

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Aktueller Zustand des RST-Geländes zwischen dem Bahnhof Apolda und der Innenstadt. Foto: Thomas Müller

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Präsentation der Ergebnisse des Werkstattverfahrens im Bahnhof Apolda anlässlich des Tags der Städtebauförderung am 13. Mai 2017. Foto: Thomas Müller

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IBA Geschäftsführerin Marta Doehler-Behzadi erläutert Infrastrukturministerin Birgit Keller am Modell des RST-Geländes mögliche Zukunftsentwicklungen. Foto: Thomas Müller

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Der Tag der Städtebauförderung in Apolda wurde mit einem Stadtumbauspaziergang mit Ministerin Birgit Keller und Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand begangen. Erste Station war der Bahnhof Apolda. Foto: Thomas Müller
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Datschland, Studio Vulkan
Studio Vulkan greift die Verknüpfung von Stadt und Umland in Apolda auf und zieht für seine Zukunftsperspektive den Ring von Kleingartenanlagen, der Apolda umgibt, heran. Nach deren Recherchen stehen 40% dieser Gärten und Datschen leer. Dem gegenüber steht eine ausgeräumte großflächige Landwirtschaft, die einerseits hoch effizient wirtschaftet, auf der anderen Seite Anforderungen zum Landschaftsausgleich oder Naturschutz erfüllen muss. Studio Vulkan schlägt die Kleingärten als Produktionsorte für Mikrolandwirtschaft vor. Neben der Produktion von Nahrungsmitteln können sie erheblich zur Biodiversität und zum Umweltschutz beitragen, der Freizeit, Kontemplation und Bildung dienen. Auf dem RST- und Nori-Gelände sollen gemeinsame Verarbeitungsstandorte, Marktflächen, Informations- und Austauschangebote entstehen und hocheffiziente landwirtschaftliche Produktion angesiedelt werden. Ziel ist weniger ein romantisches Selbstversorgungsideal, sondern eine neue Form der Stadtland-Produktion, die eng an technologische Entwicklung gekoppelt ist und die Hochschulen der Umgebung als Forschungspartner für eine innovative Mikrolandwirtschaft gewinnt.

Kompaktstadt, EnergieWerkStadt
Die EnergieWerkStadt setzt sich in ihrem Szenario besonders mit energetischen Fragen und technischen Innovationen auseinander. Unter dem Credo ‚bodenständig visionär’ strebt sie eine resiliente Stadt an. Ausgehend von weiterem Bevölkerungsschwund wird Apolda in Zukunft eine verdichtete Stadt der kurzen Wege sein, in der Stoffkreisläufe effizient strömen können. Das Bahnhofsareal wird zu einem neuen Wohn- und Arbeitsstandort zwischen den wachsenden Städten Erfurt und Leipzig. Die Idee greift ebenfalls den hausnahen Garten für den Anbau von Nahrungsmitteln auf, setzt mit einem Regionalkaufhaus auf regionalen Handel, woraus eine neue Kiez-Kultur erwachsen kann, die eine soziokulturelle Verankerung der Bewohner ermöglicht. Die vorhandenen baulichen Bestände werden gesichert und um einzelne Bauten ergänzt. Gebaut wird mit natürlichen Baustoffen wie Holz und Lehm, die Dächer und Fassaden sind begrünt, produzieren Nahrungsmittel oder Energie.

Kooperative Kleinstadt, BeL Sozietät für Architektur
In ihrem Apoldaer Zukunftsszenario greifen auch BeL energetische Autonomie, subsistente Nahrungsproduktion, solidarisches Wirtschaften und lokale Produktion als zentrale Entwicklungsbausteine auf. Die Idee der Kooperativen Kleinstadt basiert auf nachhaltigen Stoffkreisläufen und einem gemeinschaftlich initiierten Prozess. Grundlage dafür ist eine der Verständigung der Apoldaer Bürger auf dieses gemeinsame Werte- und Entwicklungsverständnis. Auf dem ehemaligen RST-Areal wird eine multidisziplinäre Fachschule für Kreislaufprozesse vorgesehen, aus der heraus die Zukunft von Apolda mitgestaltet wird. Die Schule besteht aus Werkstätten, Experimentierfeldern, Ausstellungs-, Seminar- und Atelier-Räumen, Start-up-Laboren, einer Bibliothek, Werkhof, Speichern, einem Blockheizkraftwerk, einem Café, Markt und auch temporären Wohnmöglichkeiten. BeL setzen mit ihrem Szenario ganz auf die semiautarken Selbstversorgungskräfte und Talente Apoldas.

Auf Grundlage der vier Zukünfte werden im nächsten Schritt verbindliche Empfehlungen erarbeitet, mit denen die Stadt Apolda, die LEG Thüringen und die IBA Thüringen die konkrete Entwicklung der Standorte zeitlich und inhaltlich vorbereitet. Die Zukunftsszenarien dienen dabei als inhaltliche Orientierung und qualitative Zielsetzung. Erste Maßnahmen der ’Sofort-Stadt’ sollen noch 2017 durchgeführt werden. Schließlich bietet sich mit der Landesgartenschau und dem 16. Thüringentag 2017 für Apolda die einmalige Gelegenheit, einem großen Publikum den Neuanfang rund um den Bahnhof zu vermitteln.

Akteure:
Das Werkstattverfahren wurde von dem Büro Schulten Stadt- und Raumentwicklung aus Dortmund koordiniert und moderiert. Zusätzlich zu den vier Planungsbüros waren externe Berater aus verschiedenen Disziplinen an der Qualifizierung der Entwürfe beteiligt.

Planungsbüros:
BeL – Sozietät für Architektur, Prof. Anne-Julchen Bernhardt, Michel Kleinbrahm
EnergieWerkStadt, Ingo Quaas, Andreas Reich, Dr. Kersten Roselt
Modulorbeat, Jan Kampshoff, Marc Günnewig
Studio Vulkan, Robin Winogrond, Lukas Schweingruber

Berater:
Uli Hellweg, Vorsitzender des Fachbeirats der IBA Thüringen, Hellweg Urban Concept
Andrea Hofmann, Fachbeirat der IBA Thüringen, raumlaborberlin
Andreas Krüger, Belius GmbH
Andreas Foidl, Belius GmbH
Tabea Michaelis, denkstatt sàrl
Prof. Dr. Jörg Londong, Bauhaus-Universität Weimar
Sonja Sauer, INAWA GbR
Henrik Schultz, Stein+Schultz, Stadt-, Regional- und Freiraumplaner
Jörg Casper, Kommunalentwicklung Mitteldeutschland

Finanzierungs- und Betreiberkonzept Eiermannbau
25. November 2016

Finanzierungs- und Betreiberkonzept Eiermannbau
‚Open Factory‘

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Einblicke in die Studie 'Open Factory' - Eiermannbau Apolda. Foto: IBA Thüringen

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Die Geschichte des Eiermannbaus Apolda. Foto: IBA Thüringen

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Entwicklungsszenarien zum Eiermannbau. Foto: IBA Thüringen

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Entwicklungsszenarien zum Eiermannbau. Foto: IBA Thüringen
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IBA Konferenz LeerGut
07. Juli 2016

IBA Konferenz LeerGut

IBA Campus 2016
05. Juli 2016

IBA Campus 2016
Zukunftswerkstatt Eiermannbau

Erste IBA Projekte nominiert
21. März 2016

Erste IBA Projekte nominiert

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Visualisierung der großen Wartehalle im Bahnhofsgebäude Apolda © AFF Architekten, Berlin

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Visualisierung der STADTLAND:Inseln am Bahnhof Rottenbach © atelier le balto, Berlin
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Im Jahr 2016 wird das Baufeld I ‚Verkehrsverknüpfungspunkt‘ realisiert. Ab 2017 wird das Bahnhofsgebäude mit seinem direkten Umfeld umgestaltet, um den Betrieb als BahnHofladen aufzunehmen. Prof. Dr. Rolf Kuhn, Mitglied des IBA Fachbeirats: „Der BahnHofladen und der Verkehrsverknüpfungspunkt Bahnhof Rottenbach sind logistisch, inhaltlich und baukulturell für die Gesamtmaßnahme ‚Resilientes Schwarzatal‘ von zentraler Bedeutung. Sie sind als Ausgangspunkt der Schwarzatalbahn ein Tor in die Tourismusregion Schwarzatal mit dem international bedeutenden Demokratie-Ort Schwarzburg.“

Bahnhofsdinner Apolda
24. September 2015

Haus sucht Nutzer! Bahnhofsdinner in Apolda

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IBA STADTLAND Aktion ‚Haus sucht Nutzer!’. Ein Dinner, um über zukünftige Nutzung und neue Betreiberideen für den Bahnhof Apolda ins Gespräch zu kommen. 24. September 2015. Foto: Thomas Müller

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Der Bahnhof Apolda: Was tun mit einem Gebäude, das wir nicht mehr brauchen? Foto: Thomas Müller

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Unsere mobile STADTLAND Architektur: Wie einzelne Bahnwaggons sind sechs Tische aneinander gehängt, wo die Teilnehmer in kleinen Gruppen diskutierten. Foto: Thomas Müller

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Impuls von Prof. Brigitte Hartwig, Hochschule Anhalt, Projekt ‚VorOrt’. Foto: Thomas Müller

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Impuls von Andreas Krüger, Vorstand belius Stiftung. Foto: Thomas Müller

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An jedem Tisch wurden einzelne Fragen diskutiert und die Ergebnisse gesammelt. Foto: Thomas Müller

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Am Ende des Abends: Eine Tafel voller Ideen für den Bahnhof Apolda. 24. September 2015. Foto: Thomas Müller

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Bahnhofsdinner in der Schalterhalle des Bahnhofs Apolda. 24. September 2015. Foto: Thomas Müller

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Buffet beim Bahnhofsdinner in Apolda. Foto: Thomas Müller

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Illustration der IBA Aktion von Rosa Linke und Stefan Kowalczyk
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Städtische Ankergebäude, wie ein Bahnhof, sind tief im sozialen Gedächtnis einer Stadt verankert - es sind Orte mit Charme und vielfältigen, persönlichen Erinnerungen. Gerade hier können temporäre Nutzungen und ungewöhnliche Momente Mut machen, um diese Orte wieder in Nutzung zu nehmen bzw. sie überhaupt erst einmal anders zu denken. Die eingeladenen Impulsgeber stellten ergänzend Praxisbeispiele vor, deren Erfolg oftmals auf besonderen Projektpartnerschaften beruht. Insbesondere Kooperationen von Kommunen und Bürgerschaft mit Hochschulen wurden vorgestellt. Hochschulen und ihre Studierenden können, gerade am Anfang von Umdenk- und Transformationsprozessen, eine wichtige Impuls- und Aktivierungsfunktion übernehmen. Studentische Arbeiten überraschen dabei mit unabhängigen, unkonventionellen und oftmals einfachen Lösungen. Letztendlich ist eine gleiche Augenhöhe der Partner wichtig und ein gemeinsames Verständnis für die alltäglichen Problemlagen und alternativen Möglichkeiten vor Ort. Was es dann noch braucht für den Erfolg ungewöhnlicher Allianzen in der Stadt- und Regionalentwicklung sind Mut, Phantasie und gegenseitiges Vertrauen.

Das Bahnhofsdinner Apolda wurde durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Vierter IBA Salon im Bahnhof Apolda diskutiert ‚Positionen über den Leerstand’
16. Oktober 2014

Vierter IBA Salon im Bahnhof Apolda diskutiert ‚Positionen über den Leerstand’

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IBA Salon in der Schalterhalle des Bahnhofs Apolda. 16. Oktober 2014. Foto: Thomas Müller

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Dr. Marta Doehler-Behzadi begrüßte die rund 100 Gäste in der ehemaligen Schalterhalle des Bahnhofes

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Volker Hädrich, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Thüringen

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Architekt Dr. Lucio Nardi

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Jonas Büschel berichtet aus Riga

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Die Landeskonservatorin aus Sachsen-Anhalt, Dr. Ulrike Wendland, hat die IBA Stadtumbau begleitet

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Die IBA Geschäftsführerin moderierte die Gesprächsrunde

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Auch das Publikum beteiligte sich rege an der Diskussion, hier Arndt Hobrecker (LEG Thüringen)

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Welche zukünftigen Nutzungen sind denkbar? Welche Raumqualitäten braucht es dafür? Verschiedene Vorschläge als einer von fünf Ausstellungsimpulsen

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Und der Blick zurück: der Bahnhof Apolda als Tor zur Stadt im Jahr 1905.
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Anschließend sprach Dr. Marta Doehler-Behzadi die Begrenztheit von temporären Nutzungen an, schließlich werde keine endgültige Lösung geschaffen. Vor dem Hintergrund der IBA Stadtumbau 2010 in Sachsen-Anhalt sagte die Landeskonservatorin Dr. Ulrike Wendland: „Jede Nutzung ist besser als keine Nutzung. Leerstand zerstört und richtet den größten Schaden an.“

Im Gespräch spielte auch die Frage nach den benötigten Standards eine Rolle. Dr. Lucio Nardi, Initiator des Vereins Schwarzwurzel e.V. in Steinach, plädierte für den ‚Verzicht auf das Maximum’. „Wenn man Leerstand nutzt“, so seine These, „verzichtet man auf Gestaltung. Sich dafür zu entscheiden ist eine Haltungsfrage. Man muss mit den Grenzen eines Gebäudes umgehen.“ Er verwies u.a. auf eine Aktion des Soziokulturprojektes Schwarzwurzel in Steinach: Ein Theaterstück, bei dem mehrere ungenutzte Orte temporär bespielt wurden.

In der folgenden Publikumsrunde hob Katja Fischer, Projektleiterin der IBA Thüringen im Hinblick auf den Bahnhof Apolda hervor: „Das temporäre Öffnen solcher Gebäude, die Überhaupt-Nutzung, auch mit unterschiedlichen Ansätzen ist wichtig.“
Jonas Büchel stimmte dem zu: Konservatorische und sonstige Standards seien zunächst zweitrangig. „Dieser Saal ist heute Abend geöffnet. Und obwohl zum Beispiel der Boden noch nicht denkmalgerecht saniert ist, sitzen wir hier und nutzen den Raum. Räume, müssen geöffnet werden, um überhaupt wahrgenommen zu werden“, formulierte Büchel.

Marta Doehler-Behzadi fasste die Ergebnisse dieses IBA Salons zum Thema Leerstand wie folgt zusammen: „Wir haben heute eine Diskussion über Standards geführt. Über die Frage, was wir wirklich brauchen, und was nicht. Die Nutzung heute Abend mag flüchtig sein, setzt aber ein Signal zur Nutzung leerstehender Gebäude“, betonte sie die Bedeutung der Veranstaltung. Sie holt den Bahnhof Apolda zurück ins öffentliche Bewusstsein.

Parallel zum 4. IBA Salon bespielte 300 Minuten lang eine Ausstellung das Bahnhofsgebäude. Die temporäre Schau mit dem Titel ‚open: station’ beschäftigte sich mit alternativen Strategien und andersartigen Entwicklungsansätzen für den nahezu leerstehenden Bahnhof Apolda. Eröffnet wurde die Ausstellung mit einem Hausspaziergang, bei dem die IBA Projektleiter Katja Fischer und Tobias Haag die Besonderheiten des Bahnhofs erklärten und eine ‚Lesehilfe’ für den ursprünglichen Zustand des Gebäudes ermöglichten.In zahlreichen Räumen, darunter die ehemaligen Wartesäle, wurden die Resultate aus zwei Semesterprojekten an der Bauhaus-Universität Weimar gezeigt: zum einen ‚iba campus APOLDA’– betreut durch die IBA Thüringen/IBA Werkstatt  – , zum anderen ‚abgehängt? - Bahnhöfe in Thüringen’, betreut von der Professur Denkmalpflege und Baugeschichte der Bauhaus-Universität Weimar. Die Projekte von 46 Studierenden entstanden in Zusammenarbeit mit Mentoren aus Berlin, Hamburg, Barcelona und Greifenberg.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Personen, Projekten und Initiativen, die am IBA Salon teilngenommen haben:

  1. Oliver Hasemann, ZwischenZeitZentrale Bremen: http://www.zzz-bremen.de/blog/
  2. Jonas Büchel, Free Riga!: http://freeriga2014.lv
  3. Dr. Lucio Nardi, Kulturverein Schwarzwurzel e.V.: http://www.schwarzwurzel.net

Artikel in der TLZ vom 18.10.2014 

Räume auf – Licht an: ‚Open station’ im Bahnhof Apolda
16. Oktober 2014

Räume auf – Licht an: ‚Open station’ im Bahnhof Apolda

In Apolda entsteht ein ‚IBA Campus.Lab’
14. Februar 2014

In Apolda entsteht ein ‚IBA Campus.Lab’

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Dornburg, Domäne

Wie kommen wir aufs Land, warum bleiben wir da?

Dornburg, Domäne

Dornburg, Domäne

Dornburg ist für das StadtLand Thüringen eine typische Gemeinde: Ortsteil einer Verwaltungsgemeinschaft, knapp eintausend Einwohner, hoher Altersdurchschnitt, kein Nahversorger. In Dornburg, das auf einem steilen Muschelkalkfelsen über dem Saaletal thront, befindet sich aber auch eines der schönsten Park- und Bauensembles des ganzen Landes: die drei Dornburger Schlösser. Das Alte Schloss nutzt die Universität Jena regelmäßig als Klausur- und Veranstaltungsort, Rokoko- und Renaissanceschloss werden als Museen von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten betrieben. 

Der sogenannte ‚Balkon von Thüringen’ jedoch ist schlecht erreichbar oder wird schnell wieder verlassen. Für Touristen und Tagungsbesucher gibt es wenige Übernachtungsmöglichkeiten. Zudem wird die Straße ins Tal regelmäßig gesperrt – der Fels ist porös und erfordert wiederkehrende Sicherungsarbeiten. Aber direkt neben den Dornburger Schlössern befindet sich die leerstehende Domäne im Eigentum der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie bietet ein erhebliches Potenzial für all die Funktionen, die in Dornburg fehlen. Derzeit prüft ein Masterplan Perspektiven für das gesamte Areal. Als erstes Vorhaben ist ein Umbauprojekt geplant, das im ehemaligen Kornspeicher und dem Herrenhaus Übernachtungsmöglichkeiten und Gastronomie anbietet.

Mehr zum Projekt 
Wo stehen wir, wo wollen wir hin?
05. November 2015

Wo stehen wir, wo wollen wir hin?

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Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Arbeitsmaterial für den Workshop in Dornburg. Foto: IBA Thüringen

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Im Gespräch v.l.n.r.: Dr. Marta Doehler-Behzadi, Dr. Rainer Emenlauer (ProStadt), Antje Zimmer (Stadt Dornburg-Camburg), Bürgermeisterin Dorothea Storch (Stadt Dornburg-Camburg). Foto: IBA Thüringen
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In den kommenden Monaten wollen die Projektakteure die Gesamtvision für Dornburg in projektbezogenen Teilaufgaben entwickeln. Dabei wird es neben der Nach- und Umnutzung des historischen Gebäudeensembles Domäne auch um eine Verbesserung des Standortmarketings und die Verbesserung der Erschließung des Ortsteils Dornburg gehen.

STADTLAND Gespräch Dornburg
12. September 2015

STADTLAND Gespräch Dornburg

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Drittes STADTLAND Gespräch in Dornburg. 12. September 2015. Foto: Thomas Müller

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Podium des IBA STADTLAND Gesprächs (von links): Kerstin Faber, Projektleiterin IBA Thüringen; Frank Baumgarten, Vorstand Stiftung Landleben; Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführender Vorstand Region Köln/Bonn; Dorothea Storch, Bürgermeisterin Dornburg-Camburg; Prof. Dr. Walter Rosenthal, Präsident Friedrich-Schiller-Universität Jena; Clemens Böhmer, Architekt und Vorstand ‚Ein Dorf wird Wirt’ Dorfsaal Altenau eG; Dr. Marta Doheler-Behzadi, Geschäftsführerin IBA Thüringen. Foto: Thomas Müller

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In unmittelbarer Nachbarschaft zur Gartenanlage der Dornburger Schlösser: Das IBA STADTLAND Gespräch. Foto: Thomas Müller

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Blick aufs Land mit dem Periskop unserer mobilen STADTLAND-Architektur. 12. September 2015. Foto: Thomas Müller

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Podium und Publikum beim IBA STADTLAND Gespräch in Dornburg (von links): Kerstin Faber, Frank Baumgarten, Dr. Reimar Molitor, Dorothea Storch, Prof. Dr. Walter Rosenthal, Clemens Böhmer, Dr. Marta Doheler-Behzadi. 12. September 2015. Foto: Thomas Müller

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Blick auf das Rokokoschloss Dornburg. Foto: Thomas Müller

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Podium des IBA STADTLAND Gesprächs: Frank Baumgarten, Vorstand Stiftung Landleben; Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführender Vorstand Region Köln/Bonn; Dorothea Storch, Bürgermeisterin Dornburg-Camburg; Prof. Dr. Walter Rosenthal, Präsident Friedrich-Schiller-Universität Jena; Clemens Böhmer, Architekt und Vorstand ‚Ein Dorf wird Wirt’ Dorfsaal Altenau eG; Kerstin Faber, Projektleiterin IBA Thüringen; Dr. Marta Doheler-Behzadi, Geschäftsführerin IBA Thüringen. Foto: Thomas Müller

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Präsentation von Studentenarbeiten ‚Schöner Wohnen bei Dornröschen’ der Bauhaus-Universität Weimar im Rahmen des IBA STADTLAND Gesprächs. Foto: Thomas Müller

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Illustration des Gesprächs von Rosa Linke und Stefan Kowalczyk
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  1. Teilnehmer des Gesprächs waren:
  2. Prof. Dr. Walter Rosenthal, Präsident Friedrich-Schiller-Universität Jena
  3. Dorothea Storch, Bürgermeisterin Dornburg-Camburg (IBA Kandidat)
  4. Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführender Vorstand Region Köln/Bonn e.V., Köln
  5. Clemens Böhmer, Architekt und Vorstand ‚Ein Dorf wird Wirt’ Dorfsaal Altenau eG, Bad Kohlrub
  6. Frank Baumgarten, Vorstand Stiftung Landleben, Kirchheilingen

Parallel zum IBA STADTLAND Gespräch wurden die Studentenarbeiten ‚Schöner Wohnen bei Dornröschen’ der Bauhaus-Universität Weimar, Professur Entwerfen und Wohnungsbau, als Ausstellung öffentlich präsentiert.

Das IBA STADTLAND Gespräch in Dornburg wurde durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Termine 

Momentan keine Termine

Ansprechpartner 

Tobias Haag

Projektleiter
Telefon (temporär) +49 3644 877 926 5
tobias.haag@iba-thueringen.de

Ort 
Dornburg-Camburg
Deutschland
Krobitz, St. Annen-Kapelle

Wie bringen wir leere Kirchen zum Klingen?

Krobitz, St. Annen-Kapelle

Krobitz, St. Annen-Kapelle

Die Kunstkapelle St. Anna in Krobitz ist im Rahmen der IBA Kandidatur der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland entstanden. Der international renommierte Künstler Carsten Nicolai hat eigens für diese Kapelle aus dem 11. Jahrhundert eine skulpturale Arbeit entwickelt: ‚organ’ ist im weitesten Sinne ein Musikinstrument, das von frühen Entwürfen sogenannter Flammenorgeln aus dem späten 18. Jahrhundert inspiriert ist.

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Die skulpturale Arbeit von Carsten Nicolai ist von den Flammenorgeln aus dem späten 18. Jahrhundert inspiriert. Foto: Thomas Müller

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Detail der Mechanik. Foto: Thomas Müller

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Das von Carsten Nicolai geschriebene Stück dauert etwa zwölf Minuten. Foto: Thomas Müller

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IBA Projektleiterin Ulrike Rothe im Gespräch mit dem Künstler Carsten Nicolai. Foto: Thomas Müller

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Die St.-Anna-Kapelle in Krobitz aus dem 11. Jahrhundert.
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Im Gegensatz zur klassischen (Kirchen-) Orgel erzeugen hier Flammen die Töne, indem sie die Luft in den Glaszylindern zum Schwingen bringen. Das Kunstprojekt schafft einen starken Ort und verleiht der romanischen Kapelle, die einen Fixpunkt in der sanft anmutenden Landschaft im Saale-Orla-Kreis bildet, neue Strahlkraft. Die Kunstkapelle ist das erste realisierte Projekt im Rahmen des Ideenaufrufs ‚Querdenker für Thüringen 2017’, mit dem die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland nach innovativen Nutzungen für viele der leerstehenden Kirchen in Thüringen sucht.

Von April bis September 2018 ist die Kirche wieder an jedem ersten Sonntag im Monat von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Gruppenanmeldungen können gerne telefonisch auch außerhalb der Öffnungszeiten vereinbart werden (E-Mail an: anfrage@st-anna-krobitz.de). Sollte die Kapelle während der Öffnungszeiten geschlossen sein, erreichen Sie uns unter folgender Telefonnummer: +49 162 2633671 

Mehr zum Projekt 
Interview mit Carsten Nicolai
21. März 2018

Von einem erstaunlichen Resonanzraum
Interview mit Carsten Nicolai

Kirchen sind akustisch vielleicht die kompliziertesten Orte. Sie haben einen derartig hohen Nachhall, eine so starke Resonanz auf bestimmten Frequenzen, dass man schnell versteht, dass ein Kirchenraum eben immer auch ein riesiger Resonanzraum ist. 

Und was ist dann so neu an einer „Orgel“ in einer Kirche?

Dass die Orgel endlich mal da steht, wo man sie auch sehen kann. Die Orgel der Vergangenheit, diese wahnsinnig prunkvolle Orgel ist so eingebaut worden, dass man sie eigentlich nur beim Herausgehen sieht. Und vor allem ist sie immer mehr zu einem Einrichtungsgegenstand geworden oder vielmehr zu einem Dekorationselement. Bis heute. Der Zuhörer sieht nur noch die Pfeifen, weiß aber gar nicht, wo der Sound herkommt. Hier sitzt die Gemeinde jetzt drum herum, was auch ein bisschen die normale Unterteilung auflöst. Hier findet eine gewisse Demokratisierung statt. Alle treffen sich auf derselben Ebene, in ein- und demselben Raum. Quasi auch ein spätantiker Rückgriff, als man sich beim Bau der ersten Kirchen auf das Vorbild römischer Basiliken bezog, den Versammlungsort schlechthin. Die Kanzel ist zwar noch da, aber wenn man die Mitte mit diesem Instrument besetzt, hat man zugleich einen Zuschauerraum und einen Performanceraum, ein Theater.

Vor allem aber auch einen Akustikraum?

Kirchen sind akustisch vielleicht die kompliziertesten Orte. Sie haben einen derartig hohen Nachhall, eine so starke Resonanz auf bestimmten Frequenzen, dass man schnell versteht, dass ein Kirchenraum eben immer auch ein riesiger Resonanzraum ist. Er sollte ja schwingen bei den Menschen, als ein Verstärker letztendlich des Wortes und der Musik. Der religiöse Glaube der Menschen sollte insgesamt verstärkt werden. Der Kirchenraum ist mehr als ein klassisches Instrument, er ist eben ein Resonanzkörper.

organ weist ein weiteres klassisches Element der Kapelle auf: die Flamme, das ewige Licht.

Flammen haben jenseits der christlichen Symbolik eine ganz eigene Archaik. Die Urelemente Feuer, Wasser, Luft und Erde – im Grunde hat man dort alles vor Ort. organ spielt auf diese Grundelemente an. Wenn die Flamme beginnt zu resonieren, dann sieht man die Luft aufsteigen und die Flamme verändert ihre Farbe. Die spielende Flamme wird blau, die nicht spielende Flamme bleibt gelb. Der Besucher wird das Feuer mit dem Ton verbinden, man hat im Prinzip eine Visualisierung des Sounds, das ist das Schöne an diesem synästhetischen Aspekt. Die Flamme ist Lichtquelle und Feuerquelle zugleich. Im Winter wird organ die Kirche eben auch heizen. Zudem entziehen die Flammen der Umgebung Sauerstoff, es tritt also rudimentärer Sauerstoffmangel ein. Das wird aber bei der Kirche in Krobitz nicht so ganz passieren, weil sie altersbedingt zu porös ist.

Das klingt im besten Sinne archaisch, zeitlos und irgendwie auch meditativ.

Ja, es ist das, was man am Anfang am wenigsten dachte. Eigentlich ist es eine Zurückführung auf die ursprüngliche Nutzung solcher Räume. Das ist das Schöne.

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Improvisationskonzert mit Matthias von Hintzenstern zur Kunstinstallation ‚organ’
24. August 2017

Improvisationskonzert mit Matthias von Hintzenstern zur Kunstinstallation ‚organ’

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Foto: Gernot Lindemann

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Foto: Gernot Lindemann

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Foto: Gernot Lindemann

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Foto: Gernot Lindemann
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Neue IBA Projekte nominiert
04. September 2017

Neue IBA Projekte nominiert

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Die skulpturale Arbeit von Carsten Nicolai ist von den Flammenorgeln aus dem späten 18. Jahrhundert inspiriert. Foto: Thomas Müller

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Schloss Schwarzburg soll zu einem Denkort für Demokratie werden. Foto: Thomas Müller

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Timber Prototype: Visualisierung des Innenraums. Darstellung: Geronimo Bujny

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Siegerentwurf zur Tank- und Rastanlage ‚Leubinger Fürstenhügel’ von MONO Architekten, Berlin
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Timber Prototype
Der Timber Prototype ist ein wandelbares Bauwerk in einer experimentellen, hochdämmenden Holzbauweise mit rund 20 Quadratmetern Grundfläche. Der Bau als Ergebnis eines Forschungsprojektes bietet Lösungsansätze für zwei wesentliche Probleme des Bauens: die Erhöhung des Anteils an nachwachsenden Rohstoffen in modernen Bauweisen und die Verbesserung der Wiederverwendbarkeit von Baumaterial.

„Seit einigen Jahren erfährt der Baustoff Holz in Fragen der Nachhaltigkeit und Vorfertigung eine rasante Entwicklung. In Regionen wie Süddeutschland, Vorarlberg oder der Schweiz trägt er zur Wirtschaftskraft und baukulturellen Identität bei. In Thüringen hingegen hat er ein hohes Entwicklungspotential. Durch die Verknüpfung modernster Entwurfs- und Fertigungstechnologien in Kombination mit dem regionalen Baustoff möchte das Projekt sowohl technisch als auch gestalterisch die Spielräume ausloten und neue Entwicklungsperspektiven aufzeigen“, so IBA Fachbeiratsmitglied Barbara Holzer. 

Der Prototyp wird im Herbst 2017 aus robotisch vorgefertigten Holzelementen auf dem Gelände des Eiermannbaus in Apolda montiert. Denkbar ist ein anschließender Aufbau auch an anderen Standorten in Thüringen. Unterschiedliche Nutzungen beziehungsweise Möblierungen sind je nach Kontext möglich. Eine denkbare Nutzungsart ist eine minimierte Wohnfunktion in dieser Mikroarchitektur. 

 

Tank- und Rastanlage ‚Leubinger Fürstenhügel’
In unmittelbarer Nachbarschaft der bedeutenden archäologischen Fundstätte ‚Leubinger Fürstenhügel‘ entsteht an der Bundesautobahn A 71eine Tank- und Rastanlage. Dabei sollen die Ergebnisse eines europaweit ausgelobten interdisziplinären Planungswettbewerbs – Hochbauarchitektur, Landschaftsarchitektur, Kommunikationsdesign – zu einer beispielgebenden Lösung einer Baukultur ‚Made in Thüringen’ umgesetzt werden, die Bezug auf das archäologische Erbe der Region nimmt. Mit der IBA Projektnominierung für die Tank- und Rastanlage Leubinger Fürstenhügel unterstreicht die IBA Thüringen die Bedeutung eines erfolgreichen Verlaufs des Vergabeverfahrens. Gemäß der Empfehlung des Fachbeirats der IBA Thüringen ist dies besonders der Fall, wenn die Umsetzung des mit dem 1. Preis ausgezeichneten Wettbewerbsentwurfs aus dem für die Tank- und Rastanlage durchgeführten Planungswettbewerb erreicht werden kann. Am 1. September 2017 erhielt Shell Deutschland Oil GmbH den Zuschlag als Konzessionsnehmer der Tank- und Rastanlage für mindestens 30 Jahre und wird den Siegerentwurf des interdisziplinären Planungswettbewerbs und die Empfehlungen der IBA Thüringen umsetzen.

Kunstprojekt ‚organ’ zieht rund 200 Besucher in lange verschlossene Kapelle
28. Juni 2017

Kunstprojekt ‚organ’ zieht rund 200 Besucher in lange verschlossene Kapelle

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Rund 200 Besucher kamen zum Eröffnungswochenende der skulpturalen Arbeit ‚organ’ nach Krobitz. Foto: Thomas Müller

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Die skulpturale Arbeit von Carsten Nicolai ist von den Flammenorgeln aus dem späten 18. Jahrhundert inspiriert. Foto: Thomas Müller

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Die St.-Anna-Kapelle in Weira stammt aus dem 11. Jahrhundert. Foto: Gernot Lindemann

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Lange Jahre war die St.-Anna-Kapelle ungenutzt und für die Öffentlichkeit unzugänglich. Foto: Thomas Müller

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IBA Projektleiterin Ulrike Rothe im Gespräch mit dem Künstler Carsten Nicolai. Foto: Thomas Müller

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Das von Carsten Nicolai geschriebene Stück dauert etwa zwölf Minuten. Foto: Thomas Müller

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Detail der Mechanik. Foto: Thomas Müller

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Foto: Gernot Lindemann
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Elke Bergt von der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland dankte am Ende des Gespräches allen, die am Vorhaben mitgewirkt und dieses unterstützt sowie gefördert haben. Dazu zählen der Künstler Carsten Nicolai mit seinem Team von yamaguchi-ufficio d’arte und WERKSTATT 4, die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Weira / Krobitz mit dem amtierenden Superintendent und Pfarrer, die politische Gemeinde Weira, die Kulturstiftung des Bundes, das Regionalmanagment LEADER des Saale-Oral-Kreises mit dem Amt für Landesentwicklung und Flurneuordnung Gera, das Architekturbüro nitschke+kollegen, die Tischlerei Herden und der Stampflehmbauer Hoppert Handwerk & Design sowie der Restorator Olaf Lindner, das Büro für Szenografie chezweitz und das Team der IBA Thüringen sowie der EKM.

Bei frischen Sauerteigbrot und Altenburger Ziegenkäse mit Lauchzwiebeln sowie Roséwein und Apfelsaft aus der Region klang der Sommerabend zum Johannisfest beim Feuer aus. Erfüllt von dem Kunstwerk ‚organ’ und der St.-Anna-Kapelle fuhren die Gäste beeindruckt, angeregt und beflügelt nach Hause, um wieder zu kommen!

OTZ: Feuer, Licht und Klänge in der St.-Annen-Kapelle in Krobitz

Termine 

Momentan keine Termine

Ansprechpartner 

Ulrike Rothe

Projektleiterin

Telefon (temporär) +49 3644 877 928 6
ulrike.rothe@iba-thueringen.de

Ort 
Krobitz
Germany
Projektträger

Evangelische Kirche in Mitteldeutschland
Kirchengemeinde in Weira
Gemeinde Krobitz/Weira in der VG Oppurg

Partner

Thüringer Staatskanzlei
Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie
Diakonie Mitteldeutschland                                                                     
Bischöfliches Bauamt

Künstler
Schwarzatal, Probeurlaub Döschnitz

Schwarzatal, Probeurlaub Döschnitz

Schwarzatal, Probeurlaub Döschnitz

Die Region ist historisch stark von Tourismus, Landwirtschaft und mittelständischen Unternehmen geprägt. Bei anhaltendem Bevölkerungsrückgang sollen hier unter anderem Projekte neuer touristischer Infrastrukturen der Sommerfrische in Eigenverantwortung entstehen.

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Die eingerichtete Wohnstube am Ende der Aktionswoche im Oktober 2017. Foto: Dörthe Hagenguth

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Außenansicht des Heimatmuseums in Döschnitz. Foto: Dörthe Hagenguth
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Die Musterwohnung im Heimatmuseum in Döschnitz ist das erste realisierte Sommerfrische-Vorhaben. In dem liebevoll eingerichteten, wenn auch so gut wie nicht besuchten Heimatmuseum mit der denkmalgerecht sanierten Außenhülle wurde im ersten Obergeschoss mit einfachen Mitteln eine Ferienwohnung mit barierrefreiem Zugang geschaffen. Damit verbunden ist ein Betreiberkonzept für Eigentümer, Betreiber und Nutzer sowie die aktive Ansprache von Gästen. Ist das Vorhaben zum Probeurlaub erfolgreich, können weitere Räume im Heimatmuseum erschlossen werden.

Gestaltung:
Lina Maria Mentrup, Merle.Stankowski.Atelier (Innenarchitektur)

Beratung:
Michael Stellmacher (Entwicklung von Betreiberkonzepten)

Mehr zum Projekt 
Probeurlaub im Heimatmuseum – wie fühlt sich das Leben auf dem Land an?
08. November 2017

Probeurlaub im Heimatmuseum – wie fühlt sich das Leben auf dem Land an?

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Das fertige Zimmer im Heimatmuseum Döschnitz am Ende der Projektwoche. Foto: Ulrike Rothe

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Das alte Fachwerkhaus in Döschnitz gehört der Gemeinde und wird heute zum Teil als Heimatmuseum genutzt. Foto: Michael Stellmacher

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Auskehren, Schrubben und Spachteln. Foto: Michael Stellmacher

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Unterstützung des Elektrikers Herrn Girbardt. Foto: Ulrike Rothe

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Vorher-Nachher-Vergleich. Fünf Tage Arbeitseinsatz und die Abstellkammer ist wieder wohnlich. Fotos: Lina Maria Mentrup und Michael Stellmacher

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Einladungskarte Sommerfrische Haus Döschnitz

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Bereit für neue Sommerfrische-Gäste. Foto: Michael Stellmacher

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IBA Projektleiterin Ulrike Rothe und die Architektin Lina Maria Mentrup bereiten die Präsentation am Ende der Projektwoche vor. Foto: Michael Stellmacher

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Mit dem neuen Appartement zum Probewohnen kehrt auch wieder Leben in die Heimatstube ein. Foto: Michael Stellmacher
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Kontakt:
Lina Maria Mentrup
mentrup@merlestankowski.com

Ansprechpartner 

Ulrike Rothe

Projektleiterin

Telefon (temporär) +49 3644 8779286
ulrike.rothe@iba-thueringen.de

Ort 
07429 Döschnitz
Germany
Projektträger

Zukunftswerkstatt Schwarzatal e.V.
Gemeinde Döschnitz in der VG Mittleres Schwarzatal

Betreiberin

Lina Maria Mentrup

Schwarzatal, Sommerfrische

Wie bringen wir nachhaltigen Tourismus in die Region?

Schwarzatal, Sommerfrische

Schwarzatal, Sommerfrische

Die Region ist historisch stark von Tourismus, Landwirtschaft und mittelständischen Unternehmen geprägt. Bei anhaltendem Bevölkerungsrückgang sollen hier unter anderem Projekte neuer touristischer Infrastrukturen der Sommerfrische in Eigenverantwortung entstehen.

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In der Nähe der Schwarzaquelle bei Alsbach. Foto: Kai-Uwe Schulte-Bunert

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Schlossberg-Hotel, Schwarzburg. Foto (Ausschnitt): Dörthe Hagenguth

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Fabrikantenvilla, Unterweißbach. Foto (Ausschnitt): Büro für Urbane Projekte

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Tag der Sommerfrische am 27. August 2017. Foto: Thomas Müller
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Anfang des 20. Jahrhunderts war das Schwarzatal eine der bekanntesten Urlaubsregionen des Thüringer Waldes. Hier suchten Touristen Erholung; sie übernachteten in sogenannten Sommerfrische-Häusern, meist kleinen Hotels oder Pensionen, die in ihrer Bauweise lokale Bautraditionen und Materialien aufgriffen. Mit Loggien und Balkonen öffneten sich die Gästezimmer zur Landschaft. Heute stehen viele dieser beeindruckenden Häuser leer, finden keinen Betreiber und verfallen zunehmend. Ziel des IBA Kandidaten ist es, auch angesichts des demografischen Wandels in der Region neue Zielgruppen für einen Besuch und längeren Aufenthalt im Schwarzatal zu gewinnen. Seit 2015 lädt ein ‘Tag der Sommerfrische’ ein, die vergessene Tradition wieder zu entdecken und neu zu beleben. Seit 2017 werden erste Häuser in Nutzung gebracht und passende Betreiberkonzepte ausgearbeitet.

Die Sommerfrische-Architektur ist Teil des Bundesprojektes ‚Baukultur konkret’. In diesem Zusammenhang entstand 2017 die Publikation 33 Baukultur Rezepte.

Ausführliche Informationen zur Sommerfrische im Schwarzatal finden Sie auf der Seite www.sommerfrische-schwarzatal.de

 

Mehr zum Projekt 
Tag der Sommerfrische 2017
01. September 2017

Tag der Sommerfrische 2017

Zukunftskapital Sommerfrische
01. Juni 2016

Zukunftskapital Sommerfrische

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IBA Werkstattgespräch im Hotel 'Weißer Hirsch‘ in Schwarzburg. Foto: IBA Thüringen

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Besichtigung leerstehende Sommerfische-Immobile / zukünftiges Haus 'Anna Louise‘ in Schwarzburg. Foto: IBA Thüringen

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Küchenschrank in der leerstehenden Sommerfrsiche-Immobile / ehemaligen Pension 'Zum Eisenhammer’ in Bockschmiede. Foto: IBA Thüringen
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'Baukultur konkret' im Tapetenwerk Leipzig
23. Februar 2016

'Baukultur konkret' im Tapetenwerk Leipzig

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Expertenrunde bei der öffentlichen Werkstatt des Forschungsprojektes 'Baukultur konkret' im Tapetenwerk Leipzig. Foto: Anna Eckenweber (Büro für urbane Projekte)

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Foto: Anna Eckenweber (Büro für urbane Projekte)

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Foto: Anna Eckenweber (Büro für urbane Projekte)

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Foto: Anna Eckenweber (Büro für urbane Projekte)

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Foto: Anna Eckenweber (Büro für urbane Projekte)
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Sommerfrische Feeling in Schwarzburg
08. Oktober 2015

Sommerfrische Feeling in Schwarzburg

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Geführter Ortsrundgang durch Schwarzburg mit der Gruppe Gnadenlos Schick auf den Spuren der Sommerfrische-Architektur. Foto: Anna Eckenweber

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Foto: Anna Eckenweber

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Foto: Anna Eckenweber

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Foto: Anna Eckenweber
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Eine Aktion der Zukunftswerkstatt Schwarzatal, c/o LEADER Aktionsgruppe Slf-Ru im Kontext des ExWoSt-Forschungsvorhabens ‚Baukultur konkret’ im Auftrag des BBSR und des BMUB. Die Bundesstiftung Baukultur begleitet das Vorhaben. 

Die Auseinandersetzung mit der traditionsreichen Sommerfrische ist ein Schwerpunkt bei der Projektentwicklung des IBA Kandidaten ‚Experimentierfeld Resilientes Schwarzatal’.

Text: Ines Kinsky

Sommerfrische-Architektur im Schwarzatal
23. Juli 2015

Sommerfrische-Architektur im Schwarzatal

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Teilnehmer der Konzeptwerkstatt ‚Baukultur konkret’ besprechen die räumliche Einordnung der Sommerfrische-Architektur im Schwarzatal. Foto: IBA Thüringen
Ansprechpartner 

Ulrike Rothe

Projektleiterin

Telefon (temporär) +49 3644 8779286
ulrike.rothe@iba-thueringen.de

Ort 
Verschiedene Orte Schwarzatal
Deutschland
Partner

Gemeinden in den Verwaltungsgemeinschaften Mittleres Schwarzatal und Bergbahnregion Schwarzatal

Projektsteuerung

Ulrike Rose (i.A. der IBA Thüringen)

Thüringen, 2.000 Kirchen

Können wir die Kirche im Dorf lassen?

Thüringen, 2.000 Kirchen

Thüringen, 2.000 Kirchen

Bauhistorisch und kulturell sind die Thüringer Kirchen ein bedeutender Schatz. Sie sind identitätsstiftend und fast immer ortsbildprägend. 99% der etwa 2000 evangelischen Kirchen in Thüringen stehen unter Denkmalschutz. Aber: Kirchliche Grundstücke, Pfarrhäuser und Kirchen werden immer mehr zu einem Bestand, dessen Pflege und Bewahrung die Grenzen der Belastbarkeit erreicht hat. Angesichts der demografischen Entwicklung und abnehmender kirchlicher Mitgliedszahlen ist es an der Zeit, über einen zukunftsfähigen Umgang mit den vorhandenen kirchlichen Gebäuden nachzudenken.

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Eine Ausstellungeröffnung zum Mitmachen: Bei der Vernissage am 13. Mai konnten die Besucher selbst hunderte Ideen für den Umgang mit Kirchengebäuden lüften. Auf den Monitoren werden die eingereichten Ideenvideos aus dem Querdenker-Aufruf abgespielt. Foto: Thomas Müller

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Gelb war die vorherrschende Farbe des Tages und rückte den Raum der Kaufmannskirche in ein neues Licht. Foto: Thomas Müller

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Die St.-Anna-Kapelle in Krobitz aus dem 11. Jahrhundert.
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Um Offenheit für innovative Strategien herzustellen, wurden in einem ersten Schritt durch einen Experten-Workshop verschiedene Aspekte kirchlichen Bauens und Planens zwischen Akteuren vor Ort und Experten erörtert. Als Ergebnis wurde ein offener Ideenaufruf ‚STADTLAND:Kirche. Querdenker für Thüringen 2017‘ ausgelobt. Über 500 Impulse und Ideen flossen aus dem regionalen, nationalen und internationalen Raum ein, um innovative und zukunftsfähige Nutzungen für die etwa 2.000 evangelischen Kirchen in Thüringen zu geben. Aus dem Prozess wurden sieben Modellprojektthemen ausgewählt, die weiter verfolgt werden sollen: 

  • Kunst/Kultur: Kunstkapelle mit ‚organ‘ in der St. Annen-Kapelle in Krobitz bei Weira (IBA Projekt)
  • Beherbergung: Her(r)bergskirche in der Michaeliskirche in Neustadt a.R. und weitere Kirchen im Thüringer Wald
  • Gesundheit: Gesundheits- und Tageslichtkirche in der Kirche Kirche St. Severi in Blankenhain
  • Soziales: Sozialkaufhauskirche in der Martinskirche in Apolda 
  • Natur: Bienenkirche in der Kirche St. Viti in Roldisleben 
  • Netzwerke: Netzwerkkirche (sozial und digital) in der Kirche St. Johannis in Ellrich und 
  • Kletterkirche in der Neuen Kirche St. Peter und Paul in Donndorf

Informationen zum Ideenaufruf ‚STADTLAND:Kirche - Querdenker für Thüringen 2017’ finden Sie auf der Projektwebsite www.querdenker2017.de.

Mehr zum Projekt 
500 Kirchen 500 Ideen. Perspektiven für Kirchen quergedacht und weitergebaut
13. Dezember 2017

500 Kirchen 500 Ideen. Perspektiven für Kirchen quergedacht und weitergebaut

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Eine Ausstellungeröffnung zum Mitmachen: Bei der Vernissage am 13. Mai konnten die Besucher selbst hunderte Ideen für den Umgang mit Kirchengebäuden lüften. Auf den Monitoren werden die eingereichten Ideenvideos aus dem Querdenker-Aufruf abgespielt. Foto: Thomas Müller

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Hunderte Ideen wurden 2016 zum Ideenaufruf eingereicht, viele davon als Video. Foto: Thomas Müller

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Vor der Kirche steht ein gelbes Haus, an dem die Besucher kreativ werden und neue Nutzungsvorschläge für Kirchengebäude entwickeln können: Der Ideengenerator. Foto: Thomas Müller

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Die Publikation ‚500 Kirchen, 500 Ideen. Neue Nutzung für sakrale Räume’ zum Projekt. Foto: chezweitz

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Rund 200 Besucher kamen zum Eröffnungswochenende der skulpturalen Arbeit ‚organ’ nach Krobitz. Foto: Thomas Müller

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Das von Carsten Nicolai geschriebene Stück dauert etwa zwölf Minuten. Foto: Thomas Müller

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Rund 50 Interessierte kamen zum ersten Querdenker-Salon in die Erfurter Kaufmannskirche. Foto: Thomas Müller

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Foto: Clemens Weise

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Auftaktveranstaltung zum Ideenaufruf Querdenker 2017 am 19. März in der Kaufmannskirche Erfurt. Foto: Thomas Müller
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Modellprojekte
Einige konkrete Vorhaben präsentierte die Erfurter Ausstellung bereits als künftige Modellprojekte, so zum Beispiel das Sozialkaufhaus in der Martinskirche Apolda oder die Her(r)bergskirche in St. Michaelis in Neustadt am Rennsteig. Eine Werkstattwoche mit wenigen baulichen Interventionen – fünf Kirchenbänke wurden abgeschraubt und zwei Schlafebenen, die sich in die gut in den Kirchenraum integrieren, eingebaut – schuf die Voraussetzungen dafür, die Michaeliskirche von August bis Oktober 2017 in einem Probelauf über Airbnb erfolgreich zu vermieten. Ein nächster Schritt ist eine Studie, um die Potenziale dieses Konzeptes und mögliche weitere Standorte aufzuzeigen. Andere Projekte wie u.a. die Gesundheitskirche in der Kirche St. Severi in Blankenhein, die Bienenkirche in St. Peter und Paul in Roldisleben, ein meditativer Spielplatz in der Neuen Donndorfer Kirche oder die Netzwerkkirche in St. Johannis in Ellrich sind noch in der Entwicklung.

IBA Projekt: Die Kunstkapelle St. Anna in Krobitz
In der St. Annen-Kapelle in Krobitz bei Weira entwickelte der international renommierten Künstler Carsten Nicolai das Kunstprojekt ‚organ’. Die Kapelle wurde damit wieder geöffnet und zum ersten fertiggestellten IBA Projekt überhaupt. Etwa 1.500 Gäste besuchten die kleine Kapelle romanischen Ursprungs, die fast 100 Jahre verschlossen war, an den Wochenenden im kurzen Zeitraum von Juni bis September 2017. Ein besonderer Umstand war, dass sich die Vertreter aus dem Ort und der Region rege am Prozess beteiligt haben und Woche für Woche die zahlreichen Besucher empfingen. Im Sommer 2018 geht das Kunstprojekt in seine nächste Saison – vor allem Dank dem Zusammenwirken vom Bürgermeister, von Kirchgemeinde und engagierten Krobitzer Familien. Als Freundeskreis sorgen sie künftig gemeinsam dafür, dass die Kapelle erhalten und genutzt werden kann.

Ausblick
Auch an anderen Orten in Thüringen entstehen weitere Projekte. Welche drei bis fünf Vorhaben bis zum Finaljahr der IBA Thüringen 2023 in Gänze realisiert werden können, soll 2018 feststehen. Diese sollen dann in das gesamte Thüringer Land sowie über dessen Grenzen hinaus und in die Evangelische Kirche Strahlkraft entwickeln. Und sie sollen Mut machen, Veränderungen auch in der eigenen Kirche anzugehen.

Workshop zur Umnutzung von Kirchengebäuden bei der IBA Parkstad
17. November 2017

Workshop zur Umnutzung von Kirchengebäuden bei der IBA Parkstad

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Workshop zur Umnutzung von Kirchengebäuden. Foto: Corné Netten
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Michaeliskirche neu (er)leben — Eine Initiative zur Entwicklung neuer Her(r)bergskirchen im Thüringer Wald
10. August 2017

Michaeliskirche neu (er)leben — Eine Initiative zur Entwicklung neuer Her(r)bergskirchen im Thüringer Wald

In der Her(r)bergskirche übernachten

Bis zum 15. Oktober 2017 können Sie in der Michaeliskirche in Neustadt am Rennsteig übernachten. Die Installation bietet Platz für drei Übernachtungsgäste. Wenn Sie Interesse haben, können Sie einfach vorbei kommen oder über die Plattfomr Airbnb buchen.

Kontroverse Debatte um die Nutzung von Kirchengebäuden
15. Juni 2017

Kontroverse Debatte um die Nutzung von Kirchengebäuden
1. Querdenker-Salon in Erfurt

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Diskussion zur sozialen und kulturellen Öffnung von Kirchen. Das Podium (v.l.): Dr. Sonja Beeck, chezweitz; Elke Bergt, EKM; Oliver Weilandt, Internationaler Audiodienst (Moderation); Ulrike Rothe, IBA Thüringen; Holger Reinhardt, Landeskonservator; Senior Dr. Matthias Rein. Foto: Thomas Müller

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Inputvortrag des Journalisten und Architekturkritikers Dr. Dankwart Guratzsch. Foto: Thomas Müller

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Rund 50 Interessierte kamen zum ersten Querdenker-Salon in die Erfurter Kaufmannskirche. Foto: Thomas Müller
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Gelungene Eröffnung der Querdenker-Ausstellung
16. Mai 2017

Gelungene Eröffnung der Querdenker-Ausstellung

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Eine Ausstellungeröffnung zum Mitmachen: Bei der Vernissage am 13. Mai konnten die Besucher selbst hunderte Ideen für den Umgang mit Kirchengebäuden lüften. Auf den Monitoren werden die eingereichten Ideenvideos aus dem Querdenker-Aufruf abgespielt. Foto: Thomas Müller

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Großes Interesse am Thema der Ausstellung: Rund 200 Besucher kamen am Tag der Vernissage in die Erfurter Kaufmannskirche. Foto: Thomas Müller

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Hunderte Ideen wurden 2016 zum Ideenaufruf eingereicht, viele davon als Video. Foto: Thomas Müller

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Vor der Kirche steht ein gelbes Haus, an dem die Besucher kreativ werden und neue Nutzungsvorschläge für Kirchengebäude entwickeln können: Der Ideengenerator. Foto: Thomas Müller

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An einer Pinnwand werden die ersten Neuzugänge aus dem Ideengenerator präsentiert. Foto: Thomas Müller

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Großes Interesse auch an dem Rahmenprogramm, das die Ausstellung über die kommenden Monate begleitet. Foto: Thomas Müller

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Vor der Eröffnung sind noch alle Bildschirme abgehängt. Foto: Thomas Müller

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Nach der Begrüßung durch Pfarrer Dr. Tilman Cremer erläutert Elke Bergt die Ausgangssituation der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, aus der sie sich auf die Suche nach neuen Nutzungsideen gemacht hat. Foto: Thomas Müller

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Dr. Kirsten Haß von der Kulturstiftung des Bundes betont die Stärke von Beteiligungsprozessen wie im Querdenker-Projekt. Foto: Thomas Müller

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Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen, hob den innovativen Umgang des Projektes mit Leerstand hervor. Foto: Thomas Müller

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Gelb war die vorherrschende Farbe des Tages und rückte den Raum der Kaufmannskirche in ein neues Licht. Foto: Thomas Müller

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Die Besucher werden Teil der Ausstellungsarchitektur. Foto: Thomas Müller

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Elke Harjes-Ecker von der Thüringer Staatskanzlei und...

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Diethard Kamm, stellvertretender Landesbischof, richteten ihre Grußworte an die Querdenker-Gemeinde. Foto: Thomas Müller

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Die Augustinerkantorei unter Leitung von Dietrich Ehrenwert sorgte für die musikalische Umrahmung und lud die Besucher zum Mitsingen ein.

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Dr. Sonja Beeck vom Büro für Szenografie chezweitz, das den Aufruf kuratiert und die Ausstellung gestaltet hatte, eröffnete mit einem Countdown schließlich die Querdenker-Präsentation. Foto: Thomas Müller
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Die Ausstellung ‚500 Kirchen 500 Ideen. Querdenker für Thüringen 2017’ läuft bis zum 19. November und ist täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet (zeitweise geänderte Öffnungszeiten möglich).

Zur Ausstellung

Querdenker entwickeln Ideen für Thüringer Kirchen
06. April 2017

Querdenker entwickeln Ideen für Thüringer Kirchen
Elke Bergt über das Projekt Querdenker 2017

Neben der Ausstellung wird es in diesem Jahr auch noch viele andere Aktivitäten geben, die die Ideen für Thüringer Kirchen bekannt machen wollen. Zum Beispiel sind sogenannte Entdeckertouren geplant?
Es ist uns wichtig, Interessierten auch die Orte zeigen, um die es uns geht, und zwar in einer großen Breite. Die fünf Entdeckertouren führen insgesamt in zehn Kirchen. Dort treffen wir Ideengeber und Gemeinden, die etwas bewegen wollen. Es werden jeweils kleinere Interventionen zu sehen oder zu erleben sein, die die Idee verdeutlichen. Im Übrigen ist das auch eine gute Möglichkeit für Kirchengemeinden, sich Anregungen für eigene Projektideen zu holen. Warum also nicht einmal ein Gemeindeausflug als Entdecker?

Zum ‚Querdenker’-­Projekt gehört auch die künstlerische Gestaltung einer bislang wenig beachteten Kirche. Die Wahl ist auf die Kirche in Krobitz (Kirchenkreis Schleiz) gefallen. Der Berliner Künstler Carsten Nicolai wird sie bis Mai 2017 gestalten. Was erhoffen Sie sich von diesem Kunstprojekt?
Carsten Nicolai ist ein international bekannter Künstler, der weltweit arbeitet. Wenn eine solche Prominenz in einem kleinen Ort wie Krobitz – der Ort besteht aus wenigen Gehöften – ein Kunstwerk schafft, was macht das mit dem Ort und den Menschen dort? Ist es möglich, eine kleine ungenutzte Kapelle damit wieder zum Leben zu erwecken? Wie bringt man den (zugegebenermaßen etwas angestaubten) Charme mit moderner Kunst zusammen, ohne den Charakter des Raumes zu zerstören? Das sind die Fragen, die wir uns bei diesem Projekt stellen.

Wie ist Ihre Prognose? Wird das ‚Querdenker’­Projekt wirklich zu einem Umdenken führen, was die Nutzung der Thüringer Kirchen angeht?
Ich denke, dass wir mit diesem Projekt viele Gemeinden dazu angeregt haben, sich auf den Weg zu machen. Natürlich geht es nicht nur um die Gebäude,  sondern  immer  auch  um  das  Leben  darin. Andere Initiativen der EKM sehe ich in ganz engem Zusammenhang: Offene Kirchen, Erprobungsräume, Gebäudekonzeptionen – das zeigt an, dass wir auf dem Weg sind, zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln. Veränderung kann aber nur gelingen, wenn die Menschen, die es betrifft, das auch wollen. Uns sehe ich als Anreger und Unterstützer. Aufgrund der positiven Erfahrungen innerhalb des Projekts bin ich frohen Mutes, dass das gelingt.

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Einen Überblick über alle Veranstaltungen des ‚Querdenker’-­Projektes finden sie hier.

Neue Ideen: Marta Doehler-Behzadi über die Verweltlichung der Kirche
05. Dezember 2016

Neue Ideen: Marta Doehler-Behzadi über die Verweltlichung der Kirche

In einem eingereichten Film wurden statt der Wetterfahne auf der Kirche wechselweise ein Supermarktzeichen, ein Tankstellenlogo, die Wimpelkette eines Kindergartens und ein Halbmond gezeigt. So etwas wird Fragen aufwerfen.
Was halten Sie von solchen Ideen?

Wir müssen nicht um jeden Preis provozieren, andererseits verändert sich unsere Welt nun mal und einen Zuzug gibt es auch. Nehmen Sie die Hagia Sophia in Istanbul. Auch das war einmal eine christliche Kirche, die heute eine Moschee ist. Vielleicht sollten wir also etwas entspannter mit diesem Thema umgehen, das derzeit sehr unentspannt diskutiert wird.

Wie wird die IBA mit solchen Diskussionen umgehen?
Wir werden während der Ausstellungszeit übers Land fahren und sie führen. (Anm. d. Red.: Von Mai bis November 2017 werden alle eingereichten Vorschläge in einer Ausstellung in der Kaufmannskirche Erfurt gezeigt.) Der Querdenker-Wettbewerb heißt schließlich auch so, weil wir uns gestatten wollen, erst einmal quer zu denken und andere Gedanken überhaupt zuzulassen. Da wir die Kirchen nicht abreißen möchten, haben wir viel Platz für Experimente. Und auch wenn einige Ideen vielleicht nicht umgesetzt werden können, setzen sie womöglich etwas in Gang.

Apropos in Gang setzen: Die IBA möchte die fünf besten Ideen baulich umsetzen. Haben sie bereits Favoriten?
Die gibt es noch nicht. Selbst wenn, dürfte ich nichts verraten. Nur so viel: Fünf Projekte sind das, was wir bis 2023 leisten möchten. Das ist aber nur eine ungefähre Zahl. Wenn ein weiterer Vorschlag wirklich gut ist, könnten es auch sechs werden.

Nach welchen Kriterien werden die Projekte ausgewählt?
Die eingereichten Ideen sollten wirklich innovativ und in ihrer Gestaltung exzellent sein. Darüber hinaus sollten sie etwas Neues schaffen und den Anspruch der Nachhaltigkeit erfüllen. Wir streben Projekte an, die Bestand haben und weltoffen sind, die man aber gut mit Thüringen verheiraten kann.

Das Gespräch führte Peter Cott. Der Artikel wurde uns freundlicherweise von der OTZ zur Verfügung gestellt, wo er zuerst am 14.11.2016 erschien.

RefoJournal erschienen
09. November 2016

RefoJournal erschienen

Architektenworkshop zur Nachnutzung von Thüringer Kirchen
18. August 2016

Architektenworkshop zur Nachnutzung von Thüringer Kirchen

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Foto: Catherina Dünisch

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Foto: Catherina Dünisch

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Foto: Catherina Dünisch

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Foto: Catherina Dünisch

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Foto: Catherina Dünisch

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Foto: Catherina Dünisch
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Ideenaufruf 'Querdenker 2017' bis 31. August 2016 verlängert
06. Juli 2016

Ideenaufruf 'Querdenker 2017' bis 31. August 2016 verlängert

Ideenaufruf ‚Querdenker 2017’ gestartet
23. März 2016

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Auftaktveranstaltung zum Ideenaufruf Querdenker 2017 am 19. März in der Kaufmannskirche Erfurt. Foto: Thomas Müller

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Die Kaufmannskirche am Anger in Erfurt. Foto: Thomas Müller

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Auf dem Podium (v.l.): Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen, Pfarrer Dr. Tilmann Cremer, Kaufmannsgemeinde Erfurt, Elke Bergt, Referentin Bau EKM/Landeskirchenamt, Dr. Sonja Beeck, Geschäftsführerin der Agentur chezweitz. Foto: Thomas Müller

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Etwa 70 Interessierte kamen aus ganz Thüringen zur Auftaktveranstaltung. Foto: Thomas Müller

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Eindrucksvolle Kulisse: Der Altarraum der Kaufmannskirche in Erfurt. Foto: Thomas Müller

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Rege Diskussion mit den Teilnehmern über den Wettbewerb und alltägliche Herausforderungen der Kirchengemeinden. Foto: Thomas Müller

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Diskussion. Foto: Thomas Müller

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Nach dem offiziellen Teil gab es Gelegenheit zum Austausch. Foto: Thomas Müller
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Bundeskulturstiftung fördert künstlerisches Projekt ‚STADTLAND:Kirche’
23. Oktober 2015

Bundeskulturstiftung fördert künstlerisches Projekt ‚STADTLAND:Kirche’

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Bienenkirche © Andree Volkmann
Perspektiven für kirchliche Gebäude in Thüringen: Aufgabe, Abgabe, Wandel?
26. März 2015

Perspektiven für kirchliche Gebäude in Thüringen: Aufgabe, Abgabe, Wandel?

Die Erkenntnisse weisen auf die zentrale Bedingung hin: Offenheit für neue, andere Sichtweisen und Zukunftsvisionen für Kirchen. Auf dem Weg zum IBA Projekt besteht weiterer Bedarf an kontinuierlicher Verständigung zwischen allen beteiligten Partnern. Parallel müssen mit modellhaften Ansätzen konkrete Impulse für eine innovative Strategie im Umgang mit Kirchen in Thüringen gesetzt werden.

Was kann ein Kirchenraum sein? Schutzraum für Mensch und Natur? Zentraler Ort für wichtige soziale Funktionen? Ein Ort, der Speicherfunktionen übernimmt? Der Experten-Workshop hat gezeigt, dass die Ideen dazu noch viel radikaler sein können und müssen. Denn schließlich bietet das Zukunftslabor IBA Thüringen Freiraum für das Umdenken – und fordert von allen IBA Kandidaten, dass sie diesen Freiraum auch dafür nutzen. 

Termine 

Momentan keine Termine

Ansprechpartner 

Ulrike Rothe

Projektleiterin

Telefon (temporär) +49 3644 8779286
ulrike.rothe@iba-thueringen.de

Ort 
Thüringen
Deutschland
Partner

Thüringer Staatskanzlei
Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie
Diakonie Mitteldeutschland                                                                     
Bischöfliches Bauamt
Regionale Partner aus Kirchengemeinden vor Ort

Kuratorische Projektleitung