Bahnhof Apolda

Kalender

Öffentliche Abschlusswerkstatt Gebietskulisse ‚Bahnhof Apolda’

Wie kann die Zukunft des Geländes rund um den Bahnhof Apolda aussehen und einen Impuls für die ganze Stadt setzen? Das Gebiet, zu dem neben dem Bahnhof der Wasserturm sowie das ehemalige Industrieareal Nori und das RST – Gelände gehören, sind von Leerstand und Brache geprägt. Seit November 2016 arbeitet die IBA Thüringen mit der LEG Thüringen, der Stadt Apolda und weiteren Partnern in einem Werkstattverfahren an der Entwicklung von Zukunftsentwürfen. Ziel ist, das Gebiet als Modellfall für LeerGut entsprechend der IBA Erfolgskriterien zu entwickeln. Dazu erarbeiteten die Planungsbüros modulorbeat aus Münster, Studio Vulkan aus Zürich, EnergieWerkStadt aus Weimar und BeL aus Köln unterschiedliche Szenarien. Nach einer Auftaktwerkstatt und einer Zwischenpräsentation findet nun die öffentliche Abschlusswerkstatt statt.

Darin werden die Zukunftsentwürfe der vier Planungsbüros der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind zur Präsentation eingeladen. Im Anschluss an die Vorstellung der Szenarien können sie sich an ‚Zukunftstischen’ über die Konzepte austauschen und ihre Erwartungen und Empfehlungen diskutieren.

Schloss Apolda, Saal, 1. OG
Unterm Schloß 3
99510 Apolda
Germany

2. Werkstatt Gebietskulisse Apolda

2. Werkstatt zur Gebietskulisse Bahnhof Apolda - RST und Nori-Gelände

Rückblick
10. November 2016 bis 11. November 2016

Auftaktwerkstatt Gebietskulisse Apolda

Auftaktwerkstatt zur Gebietskulisse Bahnhof Apolda - RST und Nori-Gelände

Rückblick
24. September 2015 - 19:30

Bahnhofsdinner:
Haus sucht Nutzer!

24. September 2015 | 19.30 bis 22.30 Uhr | Apolda

Ein gemeinsames Abendessen soll den Anlass bieten, um miteinander über zukünftige Nutzungen und neue Betreiberideen für den Bahnhof Apolda ins Gespräch zu kommen. Dazu lädt die IBA Thüringen gemeinsam mit dem Eigentümer des Gebäudes, der LEG Thüringen und Vertretern der Stadt aktive Bürger sowie Vertreter aus Kultur, Wirtschaft, sozialen Diensten aus Apolda und Umgebung ein. Zwei externe Gäste werden mit kurzen Projektpräsentationen die ungewöhnliche Ideensuche bei gutem Essen zusätzlich anreichern.

Externe Gäste:

  1. Prof. Brigitte Hartwig, Hochschule Anhalt, Projekt ‚VorOrt’, Dessau-Roßlau
  2. Andreas Krüger, Vorstand belius Stiftung, Berlin

Diese Veranstaltung ist eine geladene, nicht öffentliche Veranstaltung.

Die IBA STADTLAND Aktion wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Zum Bericht

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IBA STADTLAND Aktion ‚Haus sucht Nutzer!’. Ein Dinner, um über zukünftige Nutzung und neue Betreiberideen für den Bahnhof Apolda ins Gespräch zu kommen. 24. September 2015. Foto: Thomas Müller
Bahnhof Apolda, Schalterhalle
Bahnhofstraße 69
99510 Apolda
Germany

Bleibt alles anders! Positionen über den Leerstand

In Deutschland stehen Tausende städtische Ankergebäude, wie Bahnhöfe, Kaufhäuser, Postgebäude, Kliniken und Kirchen permanent leer; Mitteldeutschland besitzt mit seiner Vielzahl von Schlössern und Burgen zusätzlich ein anspruchsvolles Aufgabenfeld. Die demografischen Entwicklungen, ebenso wie marktwirtschaftliche Verwertungsprozesse, führen nicht nur zu einer veränderten, sondern vor allem zu einer stark reduzierten Nachfrage für diese häufig repräsentativen, öffentlichen Gebäude. Die Möglichkeiten kultureller Nutzungen sind endlich. Im IBA Salon soll dieser Gebäudeleerstand in seinem strukturellen Charakter diskutiert werden. Welche Strategien für den Umgang mit dem nicht gebrauchten, gebauten Erbe haben wir? Lohnt es sich überhaupt, eine leerstehende Stadtkulisse zu sichern? Wer bestimmt den Wert der ungenutzten Gebäude und in wie weit ist ihr Erhalt eine gesellschaftliche Verpflichtung? Was leisten Zwischennutzungen? Braucht es andere Akteurskonstellationen und Praktiken? Wer sind die Stadtmacher von heute? Und welche Standards brauchen wir für die temporäre Nutzung und Inkulturnahme?

Impulsstatement
Volker Hädrich, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Thüringen

Podiumsgespräch mit
Jonas Büchel, Kulturmanager in Riga und Mitglied der Bürgerinitiative ‚Free Riga!’
Dr. Lucio Nardi, Architekt und Initiator des Sozio-Kultur-Projekts Schwarzwurzel in Steinach
Daniel Schnier, Architekt und Gründer der ZwischenZeitZentrale in Bremen
Dr. Ulrike Wendland, Landeskonservatorin am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Sachsen-Anhalt

Moderation
Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen

Ausstellung
Der IBA Salon wird begleitet von einer temporären Ausstellung, die nur am 16. Oktober von 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr im Bahnhof Apolda zu sehen ist.

Zum Bericht

Schalterhalle im Bahnhof Apolda
Bahnhofsstraße 69
99510 Apolda
Germany

Präsentation IBA Campus Apolda

Ausstellung im Rahmen der ‚Summaery’ der Bauhaus-Universität Weimar.

Rückblick
08. April 2014

Start IBA Campus Apolda

Artikel
Bahnhofsdinner Apolda
24. September 2015

Haus sucht Nutzer! Bahnhofsdinner in Apolda

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IBA STADTLAND Aktion ‚Haus sucht Nutzer!’. Ein Dinner, um über zukünftige Nutzung und neue Betreiberideen für den Bahnhof Apolda ins Gespräch zu kommen. 24. September 2015. Foto: Thomas Müller

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Der Bahnhof Apolda: Was tun mit einem Gebäude, das wir nicht mehr brauchen? Foto: Thomas Müller

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Unsere mobile STADTLAND Architektur: Wie einzelne Bahnwaggons sind sechs Tische aneinander gehängt, wo die Teilnehmer in kleinen Gruppen diskutierten. Foto: Thomas Müller

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Impuls von Prof. Brigitte Hartwig, Hochschule Anhalt, Projekt ‚VorOrt’. Foto: Thomas Müller

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Impuls von Andreas Krüger, Vorstand belius Stiftung. Foto: Thomas Müller

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An jedem Tisch wurden einzelne Fragen diskutiert und die Ergebnisse gesammelt. Foto: Thomas Müller

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Am Ende des Abends: Eine Tafel voller Ideen für den Bahnhof Apolda. 24. September 2015. Foto: Thomas Müller

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Bahnhofsdinner in der Schalterhalle des Bahnhofs Apolda. 24. September 2015. Foto: Thomas Müller

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Buffet beim Bahnhofsdinner in Apolda. Foto: Thomas Müller

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Illustration der IBA Aktion von Rosa Linke und Stefan Kowalczyk
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Städtische Ankergebäude, wie ein Bahnhof, sind tief im sozialen Gedächtnis einer Stadt verankert - es sind Orte mit Charme und vielfältigen, persönlichen Erinnerungen. Gerade hier können temporäre Nutzungen und ungewöhnliche Momente Mut machen, um diese Orte wieder in Nutzung zu nehmen bzw. sie überhaupt erst einmal anders zu denken. Die eingeladenen Impulsgeber stellten ergänzend Praxisbeispiele vor, deren Erfolg oftmals auf besonderen Projektpartnerschaften beruht. Insbesondere Kooperationen von Kommunen und Bürgerschaft mit Hochschulen wurden vorgestellt. Hochschulen und ihre Studierenden können, gerade am Anfang von Umdenk- und Transformationsprozessen, eine wichtige Impuls- und Aktivierungsfunktion übernehmen. Studentische Arbeiten überraschen dabei mit unabhängigen, unkonventionellen und oftmals einfachen Lösungen. Letztendlich ist eine gleiche Augenhöhe der Partner wichtig und ein gemeinsames Verständnis für die alltäglichen Problemlagen und alternativen Möglichkeiten vor Ort. Was es dann noch braucht für den Erfolg ungewöhnlicher Allianzen in der Stadt- und Regionalentwicklung sind Mut, Phantasie und gegenseitiges Vertrauen.

Das Bahnhofsdinner Apolda wurde durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Der IBA STADTLAND Sommer im Überblick
02. August 2015

Der IBA STADTLAND Sommer im Überblick

Vierter IBA Salon im Bahnhof Apolda diskutiert ‚Positionen über den Leerstand’
16. Oktober 2014

Vierter IBA Salon im Bahnhof Apolda diskutiert ‚Positionen über den Leerstand’

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IBA Salon in der Schalterhalle des Bahnhofs Apolda. 16. Oktober 2014. Foto: Thomas Müller

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Dr. Marta Doehler-Behzadi begrüßte die rund 100 Gäste in der ehemaligen Schalterhalle des Bahnhofes

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Volker Hädrich, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Thüringen

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Architekt Dr. Lucio Nardi

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Jonas Büschel berichtet aus Riga

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Die Landeskonservatorin aus Sachsen-Anhalt, Dr. Ulrike Wendland, hat die IBA Stadtumbau begleitet

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Die IBA Geschäftsführerin moderierte die Gesprächsrunde

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Auch das Publikum beteiligte sich rege an der Diskussion, hier Arndt Hobrecker (LEG Thüringen)

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Welche zukünftigen Nutzungen sind denkbar? Welche Raumqualitäten braucht es dafür? Verschiedene Vorschläge als einer von fünf Ausstellungsimpulsen

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Und der Blick zurück: der Bahnhof Apolda als Tor zur Stadt im Jahr 1905.
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Anschließend sprach Dr. Marta Doehler-Behzadi die Begrenztheit von temporären Nutzungen an, schließlich werde keine endgültige Lösung geschaffen. Vor dem Hintergrund der IBA Stadtumbau 2010 in Sachsen-Anhalt sagte die Landeskonservatorin Dr. Ulrike Wendland: „Jede Nutzung ist besser als keine Nutzung. Leerstand zerstört und richtet den größten Schaden an.“

Im Gespräch spielte auch die Frage nach den benötigten Standards eine Rolle. Dr. Lucio Nardi, Initiator des Vereins Schwarzwurzel e.V. in Steinach, plädierte für den ‚Verzicht auf das Maximum’. „Wenn man Leerstand nutzt“, so seine These, „verzichtet man auf Gestaltung. Sich dafür zu entscheiden ist eine Haltungsfrage. Man muss mit den Grenzen eines Gebäudes umgehen.“ Er verwies u.a. auf eine Aktion des Soziokulturprojektes Schwarzwurzel in Steinach: Ein Theaterstück, bei dem mehrere ungenutzte Orte temporär bespielt wurden.

In der folgenden Publikumsrunde hob Katja Fischer, Projektleiterin der IBA Thüringen im Hinblick auf den Bahnhof Apolda hervor: „Das temporäre Öffnen solcher Gebäude, die Überhaupt-Nutzung, auch mit unterschiedlichen Ansätzen ist wichtig.“
Jonas Büchel stimmte dem zu: Konservatorische und sonstige Standards seien zunächst zweitrangig. „Dieser Saal ist heute Abend geöffnet. Und obwohl zum Beispiel der Boden noch nicht denkmalgerecht saniert ist, sitzen wir hier und nutzen den Raum. Räume, müssen geöffnet werden, um überhaupt wahrgenommen zu werden“, formulierte Büchel.

Marta Doehler-Behzadi fasste die Ergebnisse dieses IBA Salons zum Thema Leerstand wie folgt zusammen: „Wir haben heute eine Diskussion über Standards geführt. Über die Frage, was wir wirklich brauchen, und was nicht. Die Nutzung heute Abend mag flüchtig sein, setzt aber ein Signal zur Nutzung leerstehender Gebäude“, betonte sie die Bedeutung der Veranstaltung. Sie holt den Bahnhof Apolda zurück ins öffentliche Bewusstsein.

Parallel zum 4. IBA Salon bespielte 300 Minuten lang eine Ausstellung das Bahnhofsgebäude. Die temporäre Schau mit dem Titel ‚open: station’ beschäftigte sich mit alternativen Strategien und andersartigen Entwicklungsansätzen für den nahezu leerstehenden Bahnhof Apolda. Eröffnet wurde die Ausstellung mit einem Hausspaziergang, bei dem die IBA Projektleiter Katja Fischer und Tobias Haag die Besonderheiten des Bahnhofs erklärten und eine ‚Lesehilfe’ für den ursprünglichen Zustand des Gebäudes ermöglichten.In zahlreichen Räumen, darunter die ehemaligen Wartesäle, wurden die Resultate aus zwei Semesterprojekten an der Bauhaus-Universität Weimar gezeigt: zum einen ‚iba campus APOLDA’– betreut durch die IBA Thüringen/IBA Werkstatt  – , zum anderen ‚abgehängt? - Bahnhöfe in Thüringen’, betreut von der Professur Denkmalpflege und Baugeschichte der Bauhaus-Universität Weimar. Die Projekte von 46 Studierenden entstanden in Zusammenarbeit mit Mentoren aus Berlin, Hamburg, Barcelona und Greifenberg.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Personen, Projekten und Initiativen, die am IBA Salon teilngenommen haben:

  1. Oliver Hasemann, ZwischenZeitZentrale Bremen: http://www.zzz-bremen.de/blog/
  2. Jonas Büchel, Free Riga!: http://freeriga2014.lv
  3. Dr. Lucio Nardi, Kulturverein Schwarzwurzel e.V.: http://www.schwarzwurzel.net

Artikel in der TLZ vom 18.10.2014 

Räume auf – Licht an: ‚Open station’ im Bahnhof Apolda
16. Oktober 2014

Räume auf – Licht an: ‚Open station’ im Bahnhof Apolda

In Apolda entsteht ein ‚IBA Campus.Lab’
14. Februar 2014

In Apolda entsteht ein ‚IBA Campus.Lab’

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Projekte
STADTLAND Apolda – Modellfall LeerGut

Was tun mit Gebäuden, die wir nicht brauchen?

STADTLAND Apolda
Modellfall LeerGut

STADTLAND Apolda – Modellfall LeerGut

Gemeinsam mit der Stadt Apolda und der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen arbeitet die IBA Thüringen in Apolda an vier unterschiedlichen Brachen- und Leerstandsstandorten. Sie befinden sich im unmittelbaren Umfeld des Bahnhofs der Stadt, waren ursprünglich gewerblich genutzt und sind zwischen einem und zwei Hektar groß. Der massive Leerstand prägt das Erscheinungsbild der Stadt Apolda in negativer Weise. Die Projektpartner betrachten dies als Chance und den Leerstand als Flächenpotenzial und Ressource: LeerGut. Angesichts ausbleibender Investitionen und fehlender Nutzungsnachfrage sollen an dieser neuralgischen Stelle der Stadt die bisher üblichen Standards und Vorgehensweisen bei der Entwicklung von Leerständen hinterfragt werden. Ziel der IBA Projektentwicklungen in Apolda ist ein nachhaltiger und stabilisierenden Beitrag für die zukünftige Entwicklung der rund 23.000 Einwohner großen Stadt, die eine bedeutende Industriegeschichte im Bereich Textil und Strickwaren besitzt. In der Nachbarschaft zu den prosperierenden Hochschulstandorten Weimar und Jena kann Apolda mit einem eigenständigen Beitrag zum Modellfall für das STADTLAND Thüringen und sein polyzentrales Städtenetz werden. Der kulturelle, ökologische und bauliche Reichtum der Standorte ist für die Projektbeteiligten das Kapital und Ausgangspunkt für eine neue Wertschöpfung mit gesellschaftlichem Mehrwert.

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Schwarzplan Apolda mit markierten Projektstandorten

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Bahnhof Apolda. Foto: Thomas Müller

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Ehemaliges RST-Areal. Foto: Thomas Müller

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Nori-Gelände. Foto: Thomas Müller

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Eiermannbau Apolda. Foto: Thomas Müller
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Standort Bahnhof (Status: IBA Projekt)
Wie vielerorts in Thüringen hat die Deutsche Bahn AG auch in Apolda das nicht mehr genutzte Bahnhofsgebäude samt Grundstück aufgegeben. Der Bahnhof ist weiterhin aktiver Haltepunkt der Regionalverbindung Erfurt-Leipzig und hat innerhalb einer Stunde einen Einzugsbereich von rund einer Million Menschen. Bis zur Eröffnung der Landesgartenschau 2017 wird das Umfeld und die Außenhülle des Bahnhofs in einem ersten Projektschritt aufgewertet. Anschließend sollen innovative Ansätze für die Innutzungsnahme des leerstehenden Bahnhofsgebäudes entwickelt werden. Seit 2014 führt die IBA Thüringen im und zum Bahnhof regelmäßige Beteiligungs- und Aktivierungsveranstaltungen durch. Eigentümer des Bahnhofsgebäudes ist die LEG Thüringen, Eigentümer des Umfeldes ist die Stadt Apolda.

Standort ehemaliges RST-Areal
Das zwei Hektar große Produktionsareal am Eingang der in Richtung Innenstadt führenden Bahnhofsstraße besteht aus Produktionshallen, mehr oder weniger representativen und profanen Verwaltungsgebäuden, Lagerräumen etc. – allesamt leerstehend. Im Rahmen eines kooperativen Werkstattverfahrens von Oktober 2016 bis März 2017 wird für die gesamte Gebietskulisse um den Bahnhof Apolda ein Entwicklungsleitbild erarbeitet sowie die konkreten Zielstellungen mit Zeit- und Maßnahmenplan für die Entwicklung des RST Areals formuliert. Für den Standort läuft ein Insolvenzverfahren.

Standort ehemaliges Nori-Areal
Das rund ein Hektar große Areal vis á vis des Bahnhofs steht seit Jahrzehnten leer. Im Rahmen eines kooperativen Werkstattverfahrens von Oktober 2016 bis März 2017 wird für die gesamte Gebietskulisse um den Bahnhof Apolda ein Entwicklungsleitbild erarbeitet. Für das Areal wurden GRW-Mittel des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) bereitgestellt, ab Frühjahr bis Herbst 2017 wird es beräumt und die Altlasten werden saniert. Eigentümer des Standortes ist die Stadt Apolda. Zwischen der Stadt Apolda und der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH wurde eine Vereinbarung über die Entwicklung der Fläche ‚ehemaliges NORI-Gelände’ geschlossen. Die LEG wird der Stadt bei der beabsichtigten Entwicklung des Areals mit einer Größe von insgesamt 1 ha unterstützen, insbesondere durch die Durchführung der geförderten Maßnahme sowie Vermarktung der Flächen in Übereinstimmung mit dem Förderzweck und Beachtung der Bestimmungen des Zuwendungsbescheides.

Standort Eiermannbau
1994 wurde die Feuerlöschgeräteproduktion, die seit Ende der 1930er Jahre am Standort ansässig war, aufgegeben. Die IBA Thüringen bearbeitet diesen Standort seit dem Frühjahr 2016 initiativ. In einem intensiven Aktivierungs- und Beteiligungsprozess wurde aus den Anregungen des IBA Campus und IBA Konferenz LeerGut sowie in einer ergänzenden Machbarkeitsstudie das Leitbild ‘Open Factory’ für den Standort entwickelt. Zukünftig soll der Eiermannbau eine Adresse werden, bei der Handwerk und Produktion ebenso wie Bildungs- und Vernetzungsangebote sowie Kunst und Kultur eine wichtige Rolle spielen sollen. Eigentümer des Standortes ist die GESA.

Mehr zum Projekt 
Vier Zukünfte für Apolda
27. März 2017

Vier Zukünfte für Apolda
Kooperatives Werkstattverfahren rund um den Bahnhof Apolda

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Der Wasserturm am Bahngelände als Billboard und Veranstaltungsort. Aus dem Beitrag ‚Sofortstadt’ des Büros Modulorbeat aus Münster. Grafik: Modulorbeat.

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Jan Kampshoff stellt den Beitrag ‚Sofortstadt’ des Büros Modulorbeat vor. Foto: Thomas Müller

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Apolda als ‚Datschland’ ist eine Zukunftsvision des Studios Vulkan aus Zürich. Robin Winogrond erklärt das Konzept. Foto: Thomas Müller

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Die EnergieWerkStadt aus Weimar beschäftigt sich vor allem mit energetischen Fragen und schlägt Konzepte für eine Kompaktstadt vor. Andreas Reich erläutert das Zukunftsszenario. Foto: Thomas Müller

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Prof. Anne-Julchen Bernhardt von BeL – Sozietät für Architektur präsentiert in der Zwischenwerkstatt die Idee einer kooperativen Kleinstadt. Foto: Thomas Müller

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Stefan Städtler, Fachbereichsleiter Stadtplanung und Bauwesen, und Bürgermeister Rüdiger Eisenbrandt diskutieren bei der Zwischenwerkstatt die vorgestellten Szenarien. Foto: Thomas Müller

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Öffentliche Diskussion der Entwürfe an einzelnen Zukunftstischen. Foto: Thomas Müller

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Luftbild des Nori-Geländes nördlich des Bahnhofs Apolda. Foto: Thomas Müller

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Aktueller Zustand des RST-Geländes zwischen dem Bahnhof Apolda und der Innenstadt. Foto: Thomas Müller
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Datschland, Studio Vulkan
Studio Vulkan greift die Verknüpfung von Stadt und Umland in Apolda auf und zieht für seine Zukunftsperspektive den Ring von Kleingartenanlagen, der Apolda umgibt, heran. Nach deren Recherchen stehen 40% dieser Gärten und Datschen leer. Dem gegenüber steht eine ausgeräumte großflächige Landwirtschaft, die einerseits hoch effizient wirtschaftet, auf der anderen Seite Anforderungen zum Landschaftsausgleich oder Naturschutz erfüllen muss. Studio Vulkan schlägt die Kleingärten als Produktionsorte für Mikrolandwirtschaft vor. Neben der Produktion von Nahrungsmitteln können sie erheblich zur Biodiversität und zum Umweltschutz beitragen, der Freizeit, Kontemplation und Bildung dienen. Auf dem RST- und Nori-Gelände sollen gemeinsame Verarbeitungsstandorte, Marktflächen, Informations- und Austauschangebote entstehen und hocheffiziente landwirtschaftliche Produktion angesiedelt werden. Ziel ist weniger ein romantisches Selbstversorgungsideal, sondern eine neue Form der Stadtland-Produktion, die eng an technologische Entwicklung gekoppelt ist und die Hochschulen der Umgebung als Forschungspartner für eine innovative Mikrolandwirtschaft gewinnt.

Kompaktstadt, EnergieWerkStadt
Die EnergieWerkStadt setzt sich in ihrem Szenario besonders mit energetischen Fragen und technischen Innovationen auseinander. Unter dem Credo ‚bodenständig visionär’ strebt sie eine resiliente Stadt an. Ausgehend von weiterem Bevölkerungsschwund wird Apolda in Zukunft eine verdichtete Stadt der kurzen Wege sein, in der Stoffkreisläufe effizient strömen können. Das Bahnhofsareal wird zu einem neuen Wohn- und Arbeitsstandort zwischen den wachsenden Städten Erfurt und Leipzig. Die Idee greift ebenfalls den hausnahen Garten für den Anbau von Nahrungsmitteln auf, setzt mit einem Regionalkaufhaus auf regionalen Handel, woraus eine neue Kiez-Kultur erwachsen kann, die eine soziokulturelle Verankerung der Bewohner ermöglicht. Die vorhandenen baulichen Bestände werden gesichert und um einzelne Bauten ergänzt. Gebaut wird mit natürlichen Baustoffen wie Holz und Lehm, die Dächer und Fassaden sind begrünt, produzieren Nahrungsmittel oder Energie.

Kooperative Kleinstadt, BeL Sozietät für Architektur
In ihrem Apoldaer Zukunftsszenario greifen auch BeL energetische Autonomie, subsistente Nahrungsproduktion, solidarisches Wirtschaften und lokale Produktion als zentrale Entwicklungsbausteine auf. Die Idee der Kooperativen Kleinstadt basiert auf nachhaltigen Stoffkreisläufen und einem gemeinschaftlich initiierten Prozess. Grundlage dafür ist eine der Verständigung der Apoldaer Bürger auf dieses gemeinsame Werte- und Entwicklungsverständnis. Auf dem ehemaligen RST-Areal wird eine multidisziplinäre Fachschule für Kreislaufprozesse vorgesehen, aus der heraus die Zukunft von Apolda mitgestaltet wird. Die Schule besteht aus Werkstätten, Experimentierfeldern, Ausstellungs-, Seminar- und Atelier-Räumen, Start-up-Laboren, einer Bibliothek, Werkhof, Speichern, einem Blockheizkraftwerk, einem Café, Markt und auch temporären Wohnmöglichkeiten. BeL setzen mit ihrem Szenario ganz auf die semiautarken Selbstversorgungskräfte und Talente Apoldas.

Auf Grundlage der vier Zukünfte werden im nächsten Schritt verbindliche Empfehlungen erarbeitet, mit denen die Stadt Apolda, die LEG Thüringen und die IBA Thüringen die konkrete Entwicklung der Standorte zeitlich und inhaltlich vorbereitet. Die Zukunftsszenarien dienen dabei als inhaltliche Orientierung und qualitative Zielsetzung. Erste Maßnahmen der ’Sofort-Stadt’ sollen noch 2017 durchgeführt werden. Schließlich bietet sich mit der Landesgartenschau und dem 16. Thüringentag 2017 für Apolda die einmalige Gelegenheit, einem großen Publikum den Neuanfang rund um den Bahnhof zu vermitteln.

Akteure:
Das Werkstattverfahren wurde von dem Büro Schulten Stadt- und Raumentwicklung aus Dortmund koordiniert und moderiert. Zusätzlich zu den vier Planungsbüros waren externe Berater aus verschiedenen Disziplinen an der Qualifizierung der Entwürfe beteiligt.

Planungsbüros:
BeL – Sozietät für Architektur, Prof. Anne-Julchen Bernhardt, Michel Kleinbrahm
EnergieWerkStadt, Ingo Quaas, Andreas Reich, Dr. Kersten Roselt
Modulorbeat, Jan Kampshoff, Marc Günnewig
Studio Vulkan, Robin Winogrond, Lukas Schweingruber

Berater:
Uli Hellweg, Vorsitzender des Fachbeirats der IBA Thüringen, Hellweg Urban Concept
Andrea Hofmann, Fachbeirat der IBA Thüringen, raumlaborberlin
Andreas Krüger, Belius GmbH
Andreas Foidl, Belius GmbH
Tabea Michaelis, denkstatt sàrl
Prof. Dr. Jörg Londong, Bauhaus-Universität Weimar
Sonja Sauer, INAWA GbR
Henrik Schultz, Stein+Schultz, Stadt-, Regional- und Freiraumplaner
Jörg Casper, Kommunalentwicklung Mitteldeutschland

Finanzierungs- und Betreiberkonzept Eiermannbau
25. November 2016

Finanzierungs- und Betreiberkonzept Eiermannbau
‚Open Factory‘

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Einblicke in die Studie 'Open Factory' - Eiermannbau Apolda. Foto: IBA Thüringen

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Die Geschichte des Eiermannbaus Apolda. Foto: IBA Thüringen

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Entwicklungsszenarien zum Eiermannbau. Foto: IBA Thüringen

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Entwicklungsszenarien zum Eiermannbau. Foto: IBA Thüringen
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IBA Konferenz LeerGut
07. Juli 2016

IBA Konferenz LeerGut

IBA Campus 2016
05. Juli 2016

IBA Campus 2016
Zukunftswerkstatt Eiermannbau

Erste IBA Projekte nominiert
21. März 2016

Erste IBA Projekte nominiert

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Visualisierung der großen Wartehalle im Bahnhofsgebäude Apolda © AFF Architekten, Berlin

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Visualisierung der STADTLAND:Inseln am Bahnhof Rottenbach © atelier le balto, Berlin
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Im Jahr 2016 wird das Baufeld I ‚Verkehrsverknüpfungspunkt‘ realisiert. Ab 2017 wird das Bahnhofsgebäude mit seinem direkten Umfeld umgestaltet, um den Betrieb als BahnHofladen aufzunehmen. Prof. Dr. Rolf Kuhn, Mitglied des IBA Fachbeirats: „Der BahnHofladen und der Verkehrsverknüpfungspunkt Bahnhof Rottenbach sind logistisch, inhaltlich und baukulturell für die Gesamtmaßnahme ‚Resilientes Schwarzatal‘ von zentraler Bedeutung. Sie sind als Ausgangspunkt der Schwarzatalbahn ein Tor in die Tourismusregion Schwarzatal mit dem international bedeutenden Demokratie-Ort Schwarzburg.“

Bahnhofsdinner Apolda
24. September 2015

Haus sucht Nutzer! Bahnhofsdinner in Apolda

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IBA STADTLAND Aktion ‚Haus sucht Nutzer!’. Ein Dinner, um über zukünftige Nutzung und neue Betreiberideen für den Bahnhof Apolda ins Gespräch zu kommen. 24. September 2015. Foto: Thomas Müller

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Der Bahnhof Apolda: Was tun mit einem Gebäude, das wir nicht mehr brauchen? Foto: Thomas Müller

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Unsere mobile STADTLAND Architektur: Wie einzelne Bahnwaggons sind sechs Tische aneinander gehängt, wo die Teilnehmer in kleinen Gruppen diskutierten. Foto: Thomas Müller

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Impuls von Prof. Brigitte Hartwig, Hochschule Anhalt, Projekt ‚VorOrt’. Foto: Thomas Müller

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Impuls von Andreas Krüger, Vorstand belius Stiftung. Foto: Thomas Müller

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An jedem Tisch wurden einzelne Fragen diskutiert und die Ergebnisse gesammelt. Foto: Thomas Müller

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Am Ende des Abends: Eine Tafel voller Ideen für den Bahnhof Apolda. 24. September 2015. Foto: Thomas Müller

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Bahnhofsdinner in der Schalterhalle des Bahnhofs Apolda. 24. September 2015. Foto: Thomas Müller

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Buffet beim Bahnhofsdinner in Apolda. Foto: Thomas Müller

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Illustration der IBA Aktion von Rosa Linke und Stefan Kowalczyk
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Städtische Ankergebäude, wie ein Bahnhof, sind tief im sozialen Gedächtnis einer Stadt verankert - es sind Orte mit Charme und vielfältigen, persönlichen Erinnerungen. Gerade hier können temporäre Nutzungen und ungewöhnliche Momente Mut machen, um diese Orte wieder in Nutzung zu nehmen bzw. sie überhaupt erst einmal anders zu denken. Die eingeladenen Impulsgeber stellten ergänzend Praxisbeispiele vor, deren Erfolg oftmals auf besonderen Projektpartnerschaften beruht. Insbesondere Kooperationen von Kommunen und Bürgerschaft mit Hochschulen wurden vorgestellt. Hochschulen und ihre Studierenden können, gerade am Anfang von Umdenk- und Transformationsprozessen, eine wichtige Impuls- und Aktivierungsfunktion übernehmen. Studentische Arbeiten überraschen dabei mit unabhängigen, unkonventionellen und oftmals einfachen Lösungen. Letztendlich ist eine gleiche Augenhöhe der Partner wichtig und ein gemeinsames Verständnis für die alltäglichen Problemlagen und alternativen Möglichkeiten vor Ort. Was es dann noch braucht für den Erfolg ungewöhnlicher Allianzen in der Stadt- und Regionalentwicklung sind Mut, Phantasie und gegenseitiges Vertrauen.

Das Bahnhofsdinner Apolda wurde durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Vierter IBA Salon im Bahnhof Apolda diskutiert ‚Positionen über den Leerstand’
16. Oktober 2014

Vierter IBA Salon im Bahnhof Apolda diskutiert ‚Positionen über den Leerstand’

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IBA Salon in der Schalterhalle des Bahnhofs Apolda. 16. Oktober 2014. Foto: Thomas Müller

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Dr. Marta Doehler-Behzadi begrüßte die rund 100 Gäste in der ehemaligen Schalterhalle des Bahnhofes

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Volker Hädrich, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Thüringen

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Architekt Dr. Lucio Nardi

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Jonas Büschel berichtet aus Riga

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Die Landeskonservatorin aus Sachsen-Anhalt, Dr. Ulrike Wendland, hat die IBA Stadtumbau begleitet

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Die IBA Geschäftsführerin moderierte die Gesprächsrunde

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Auch das Publikum beteiligte sich rege an der Diskussion, hier Arndt Hobrecker (LEG Thüringen)

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Welche zukünftigen Nutzungen sind denkbar? Welche Raumqualitäten braucht es dafür? Verschiedene Vorschläge als einer von fünf Ausstellungsimpulsen

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Und der Blick zurück: der Bahnhof Apolda als Tor zur Stadt im Jahr 1905.
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Anschließend sprach Dr. Marta Doehler-Behzadi die Begrenztheit von temporären Nutzungen an, schließlich werde keine endgültige Lösung geschaffen. Vor dem Hintergrund der IBA Stadtumbau 2010 in Sachsen-Anhalt sagte die Landeskonservatorin Dr. Ulrike Wendland: „Jede Nutzung ist besser als keine Nutzung. Leerstand zerstört und richtet den größten Schaden an.“

Im Gespräch spielte auch die Frage nach den benötigten Standards eine Rolle. Dr. Lucio Nardi, Initiator des Vereins Schwarzwurzel e.V. in Steinach, plädierte für den ‚Verzicht auf das Maximum’. „Wenn man Leerstand nutzt“, so seine These, „verzichtet man auf Gestaltung. Sich dafür zu entscheiden ist eine Haltungsfrage. Man muss mit den Grenzen eines Gebäudes umgehen.“ Er verwies u.a. auf eine Aktion des Soziokulturprojektes Schwarzwurzel in Steinach: Ein Theaterstück, bei dem mehrere ungenutzte Orte temporär bespielt wurden.

In der folgenden Publikumsrunde hob Katja Fischer, Projektleiterin der IBA Thüringen im Hinblick auf den Bahnhof Apolda hervor: „Das temporäre Öffnen solcher Gebäude, die Überhaupt-Nutzung, auch mit unterschiedlichen Ansätzen ist wichtig.“
Jonas Büchel stimmte dem zu: Konservatorische und sonstige Standards seien zunächst zweitrangig. „Dieser Saal ist heute Abend geöffnet. Und obwohl zum Beispiel der Boden noch nicht denkmalgerecht saniert ist, sitzen wir hier und nutzen den Raum. Räume, müssen geöffnet werden, um überhaupt wahrgenommen zu werden“, formulierte Büchel.

Marta Doehler-Behzadi fasste die Ergebnisse dieses IBA Salons zum Thema Leerstand wie folgt zusammen: „Wir haben heute eine Diskussion über Standards geführt. Über die Frage, was wir wirklich brauchen, und was nicht. Die Nutzung heute Abend mag flüchtig sein, setzt aber ein Signal zur Nutzung leerstehender Gebäude“, betonte sie die Bedeutung der Veranstaltung. Sie holt den Bahnhof Apolda zurück ins öffentliche Bewusstsein.

Parallel zum 4. IBA Salon bespielte 300 Minuten lang eine Ausstellung das Bahnhofsgebäude. Die temporäre Schau mit dem Titel ‚open: station’ beschäftigte sich mit alternativen Strategien und andersartigen Entwicklungsansätzen für den nahezu leerstehenden Bahnhof Apolda. Eröffnet wurde die Ausstellung mit einem Hausspaziergang, bei dem die IBA Projektleiter Katja Fischer und Tobias Haag die Besonderheiten des Bahnhofs erklärten und eine ‚Lesehilfe’ für den ursprünglichen Zustand des Gebäudes ermöglichten.In zahlreichen Räumen, darunter die ehemaligen Wartesäle, wurden die Resultate aus zwei Semesterprojekten an der Bauhaus-Universität Weimar gezeigt: zum einen ‚iba campus APOLDA’– betreut durch die IBA Thüringen/IBA Werkstatt  – , zum anderen ‚abgehängt? - Bahnhöfe in Thüringen’, betreut von der Professur Denkmalpflege und Baugeschichte der Bauhaus-Universität Weimar. Die Projekte von 46 Studierenden entstanden in Zusammenarbeit mit Mentoren aus Berlin, Hamburg, Barcelona und Greifenberg.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Personen, Projekten und Initiativen, die am IBA Salon teilngenommen haben:

  1. Oliver Hasemann, ZwischenZeitZentrale Bremen: http://www.zzz-bremen.de/blog/
  2. Jonas Büchel, Free Riga!: http://freeriga2014.lv
  3. Dr. Lucio Nardi, Kulturverein Schwarzwurzel e.V.: http://www.schwarzwurzel.net

Artikel in der TLZ vom 18.10.2014 

Räume auf – Licht an: ‚Open station’ im Bahnhof Apolda
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Termine 

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Ansprechpartner 

Katja Fischer

Projektleiterin
Telefon +49 3643 5831-68

katja.fischer@iba-thueringen.de

Ort 
Bahnhofstraße
99510 Apolda
Deutschland