IBA Salon

Kalender

'Es geht auch anders!' - Start Open Factory

Die florierenden Hochschulstädte Jena und Weimar sind begehrt — bezahlbaren Raum zu finden ist schwer. Dabei genügt oft ein Blick ins Umland, um zu sehen: Ressourcen sind da!

Auch die lichtdurchfluteten Hallen des Egon-Eiermann-Baus in Apolda standen leer, bis die Internationale Bauausstellung Thüringen die Potenziale dieses LeerGuts studierte, zeitweise aktivierte und schließlich nach dem Kauf dieser Architekturikone durch die Landesentwicklungs-
gesellschaft Thüringen selbst einziehen konnte. Nun sollen Unternehmen, Start-ups, Kreative und Bildungsträger folgen.

Zum Salon wurde eine Ausstellung im Eiermannbau mit allen IBA Projekten und Kandidaten auf einen Blick gezeigt. Wir präsentierten auch das innovative Ausbaukonzept des entstehenden IBA Büros anhand eines Prototyps.

Programm

18 Uhr | Begrüßung
Rüdiger Eisenbrand, Bürgermeister der Stadt Apolda

Open Factory - Das Experiment beginnt
Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen

18.30 Uhr | Drei Impulse zum Andersmachen
Marius Rommel, Nachhaltigkeitsökonom am ZOE-Institut für zukunftsfähige Ökonomien
Thekla Wilkening, Gründerin 'Die Kleiderei'
Andrea Hofmann, Architetin bei raumlaborberlin

19 Uhr | Podiumsdiskussion
Sabine Wosche, Geschäftsführerin der LEG Thüringen
Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen
Andreas Foidl, Senio-Partner bei belius

ab 20 Uhr | Abendempfang

Blick in den Eiermannbau Apolda, der zur Open Factory entwickelt wird. Foto: Thomas Müller

Eiermannbau Apolda
Auenstraße 11
99510 Apolda
Deutschland
Rückblick
27. März 2018 - 18:00

IBA Salon: Wohn-Bau-Kultur in Serie

Wohnen ist ein Grundbedürfnis, doch bezahlbarer Wohnraum ist in vielen Städten knapp. Auch in Erfurt sucht man nach Lösungen für preiswerten Wohnungsbau ohne Qualitätsverlust. Ist serielles Bauen eine Antwort?

Auf Initiative der Kommunalen Wohnungsgesellschaft mbH Erfurt (KoWo) mit Unterstützung der IBA Thüringen forschte ein hochkarätiges Team aus Wissenschaftlern und Praktikern zu Potentialen und Rahmenbedingungen des industriellen Wohnungsbaus. Die Ergebnisse werden zum IBA Salon vorgestellt. Außerdem diskutieren Experten aus Politik, Forschung und Verbänden, welche Auswirkungen serielles Bauen für unsere Gesellschaft, den Städtebau und die Umwelt hat.

Diskutieren Sie mit!

Programm

18.00 Uhr
Begrüßung
Birgit Keller, Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft
Andreas Bausewein, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Erfurt
Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen

18.20 Uhr
‚Bezahlbar. Gut. Wohnen.’
Vortrag von Hans Drexler, DGJ Architektur GmbH

18.50 Uhr
‚Bauen mit Weitblick’
Präsentation der ZukunftBau-Studie
Prof. Hermann Kaufmann und Prof. Stefan Winter, TU München

19.15 Uhr
‚Serie vs. Unikat’
Podiumsdiskussion
Prof. Hans Wilhelm Alfen, Bauhaus-Universität Weimar
Friedrich Hermann, Geschäftsführer KoWo
Prof. Hermann Kaufmann, TU München
Dr. Hans-Gerd Schmidt, Präsident der Architektenkammer Thüringen
Prof. Stefan Winter, TU München

moderiert von Christian Hunziker, Journalist

20.00 Uhr
Gelegenheit zum Austausch

 

Augustinerkloster Erfurt
Augustinersraße 10
99084 Erfurt
Germany

IBA Salon in Weimar
‘create beautiful, small spaces which sacrifice nothing!’

Das Projekt 'Making Room’ in New York City. Vorgestellt von Jerilyn Perine, Geschäftsführerin des Citizens Housing & Planning Council (CHPC).

Was kann Thüringen von New York lernen?
Auf den ersten Blick wenig. Zu unterschiedlich sind New York und das Stadtland Thüringen. Die Geschäftsführerin der CHPC und die frühere Beauftragte der Stadt New York für das Wohnen Jerilyn Perine sagt mit einem gewissen Augenzwinkern, dass es kein Problem weltweit gebe, das New York nicht auch hätte. Wohnungsnot gehört definitiv dazu.

Stimmen vorhandener Wohnungsbestand und Nachfrage der Bewohner einer Stadt und Region nicht mehr überein, dann müssen Politik und Gesellschaft gemeinsam handeln. In Deutschland erleben wir gerade einen dieser denkwürdigen Momente von Umsteuern und aktiver Lösungssuche. Nach Jahren der Deregulierung und Privatisierung von kommunalen und sozialverträglichen Wohnungsbeständen fehlen heute vielerorts schlichtweg bezahlbare Angebote für das Grundbedürfnis Wohnen. Dieser Angebotsengpass der Metropolen betrifft schon heute weit mehr Menschen als die Gruppen der sozial Schwachen und Flüchtenden. Und auch jenseits der Großstädte existiert der Bedarf nach Alternativen zu den vorhandenen Angeboten. Für die Internationale Bauausstellung in Thüringen stellen eher ein Zuviel als ein Zuwenig an Gebautem und die wachsenden Unterschiede zwischen demografischem Schrumpfen und Wachsen die Herausforderung dar. Und doch ähneln sich unsere Fragestellungen mit denen von weltweiten Wachstumsräumen in Bezug zu Baustandards, zu Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit, zu zeitgemäßen Lebensmodellen und zur Bezahlbarkeit.

Bereits 2010 startete in New York City dazu ein außergewöhnliches Projekt. Mit ‘Making Room’ stellte das Citizens Housing & Planning Council in New York (CHPC) zwei Fragen: Wie steht für eine stark wachsende Bewohnerzahl in New York auch zukünftig ausreichend bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung? Und zweitens: Was sind die Regeln und Normen des Bauens, die unseren heutigen Anforderungen gerecht werden und nicht einfach die Standards, Gesetze und Rahmenbedingungen vergangener Epochen fortführen?

Jerilyn Perine, die Geschäftsführerin des CHPC, wird das Projekt ‚Making Room‘ vorstellen und den Projektprozess aus gründlicher Wohnungsmarktanalyse, Architekturwettbewerb inkl. vielbeachteter Ausstellung und den nun bereits gebauten Pilotprojekten erläutern. 
Der Vortrag wird auf englisch gehalten.

Im Anschluss an den Vortrag findet ein Podiumsgespräch zum IBA Kandidaten ‚Bauen mit Weitblick – Bezahlbar zusammen wohnen. Individualität zu Großserienpreisen‘ statt. Die Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Erfurt (KoWo) hat 2014 einen richtungsweisenden Forschungs- und Entwicklungsprozess für die Realisierung von kostengünstigem Wohnraum angestoßen. In dem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) unterstützten Vorhaben sollen bis 2019 erste Prototypen in Erfurt realisiert werden. Vertreter des Forschungsteams und der KoWo werden das ambitionierte Projekt vorstellen und im Gespräch mit der IBA Thüringen die Schlüsselaspekte des kostengünstigen Bauens benennen. 

Hinweis
Der IBA Salon der IBA Thüringen findet im Rahmen der Konferenz ‘Wohnen für alle?! Wissenschaftliche Perspektiven auf Architektur, Planung und Politik’ statt. Die Konferenz wird veranstaltet durch das Institut für Europäische Urbanistik, Bauhaus Universität Weimar, in Kooperation mit der Hermann Henselmann Stiftung, gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung. 
Weitere Informationen zur Konferenz

Angeregt vom IBA Salon hat IBA Geschäftsführerin Dr. Marta Doehler-Behzadi drei Thesen zum Wohnraum in Thüringen formuliert.

Auf Yotube stellen wir einen Mitschnitt des Vortrages und ein Interview mit Jerilyn Perine zur Verfügung.

Audimax der Bauhaus-Universität Weimar
Steubenstraße 6/8
99423 Weimar
Deutschland
Rückblick
09. September 2015 - 19:00

Landschaft erleben

Der IBA Salon ‚Landschaft erleben’ wird die Norwegischen Landschaftsrouten in Thüringen vorstellen. Damit will die IBA eine Anregung für Thüringen geben, wie Landschaft durch Architektur und Kunst entlang von Routen erfahrbar wird.

In Norwegen gibt es eine lange Tradition von herausragenden Architekturen in anspruchsvollen topografischen Geländesituationen, die mit den Norwegischen Landschaftsrouten, einem nationalen Touristikprojekt, fortgeführt wurde. Die Architektur soll Landschaft erlebbar machen und zugleich selbst zur Destination werden.

1994 wurden die ersten vier Routen als Experiment geplant. Heute gibt es insgesamt 18 Landschaftsrouten, die zwischen 27 und 416 Kilometer lang sind. 2023 sollen alle geplanten Maßnahmen auf den 18 Teilstrecken im Land abgeschlossen sein. Mehr als 50 junge und renommierte Architekten und Ingenieure, Landschaftsarchitekten, Designer und Künstler zumeist norwegischer Nationalität  konnten bisher ihre kreativen Lösungen verwirklichen.

Verantwortlich für die Entwicklung der Norwegischen Landschaftsrouten sind die Staatliche Norwegische Straßenverwaltung und das Norwegische Zentralamt für Straßenwesen. Verschiedene Gremien, darunter ein Qualitätsrat, ein Architekturrat sowie ein Kunstkurator begleiten die Arbeiten und sichern so die baukulturellen wie visuellen Qualitäten.

Weitere Informationen: www.nasjonaleturistveger.no

Gast
Als Gast im IBA Salon ‚Landschaft erleben’ ist der norwegische Künstler Knut Wold eingeladen, der seit 1995 als Künstler, Kunstberater und Kurator für die Norwegischen Landschaftsrouten tätig ist. Er studierte in Schweden, Norwegen und Deutschland und wurde durch sein Arbeiten an großformatigen Steinen bekannt. Knut Wold hat eine Vielzahl an Künstlersymposien organisiert. 

Podium

Knut Wold, Norwegische Landschaftsrouten

Dr. Marta Doehler-Behzadi, IBA Thüringen

Dr. Henrik Schultz, Stein + Schultz Partnerschaft

Dr. Martin Gude, Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.

Anfahrt
Mit dem PKW (Parkplatz siehe Karte) oder aus der Weimarer Innenstadt mit der Buslinie 1.

Partner
Architektenkammer Thüringen
Ingenieurkammer Thüringen

Mit freundlicher Unterstützung der Klassik Stiftung Weimar.

Interview mit Knut Wold

Orangerie Belvedere
Schloss Belvedere
99425 Weimar
Deutschland

Bleibt alles anders! Positionen über den Leerstand

In Deutschland stehen Tausende städtische Ankergebäude, wie Bahnhöfe, Kaufhäuser, Postgebäude, Kliniken und Kirchen permanent leer; Mitteldeutschland besitzt mit seiner Vielzahl von Schlössern und Burgen zusätzlich ein anspruchsvolles Aufgabenfeld. Die demografischen Entwicklungen, ebenso wie marktwirtschaftliche Verwertungsprozesse, führen nicht nur zu einer veränderten, sondern vor allem zu einer stark reduzierten Nachfrage für diese häufig repräsentativen, öffentlichen Gebäude. Die Möglichkeiten kultureller Nutzungen sind endlich. Im IBA Salon soll dieser Gebäudeleerstand in seinem strukturellen Charakter diskutiert werden. Welche Strategien für den Umgang mit dem nicht gebrauchten, gebauten Erbe haben wir? Lohnt es sich überhaupt, eine leerstehende Stadtkulisse zu sichern? Wer bestimmt den Wert der ungenutzten Gebäude und in wie weit ist ihr Erhalt eine gesellschaftliche Verpflichtung? Was leisten Zwischennutzungen? Braucht es andere Akteurskonstellationen und Praktiken? Wer sind die Stadtmacher von heute? Und welche Standards brauchen wir für die temporäre Nutzung und Inkulturnahme?

Impulsstatement
Volker Hädrich, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Thüringen

Podiumsgespräch mit
Jonas Büchel, Kulturmanager in Riga und Mitglied der Bürgerinitiative ‚Free Riga!’
Dr. Lucio Nardi, Architekt und Initiator des Sozio-Kultur-Projekts Schwarzwurzel in Steinach
Daniel Schnier, Architekt und Gründer der ZwischenZeitZentrale in Bremen
Dr. Ulrike Wendland, Landeskonservatorin am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Sachsen-Anhalt

Moderation
Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen

Ausstellung
Der IBA Salon wird begleitet von einer temporären Ausstellung, die nur am 16. Oktober von 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr im Bahnhof Apolda zu sehen ist.

Zum Bericht

Schalterhalle im Bahnhof Apolda
Bahnhofsstraße 69
99510 Apolda
Deutschland
Rückblick
26. Februar 2014 - 19:00

UmbauKultur initiieren

Der dritte IBA Salon mit dem Thema ‚UmbauKultur initiieren’ findet am 26. Februar 2014 im Foyer des Angermuseum in Erfurt statt!

Bauen heute heißt Umbauen, in allen Belangen. Baukultur ist UmBaukultur. Neben den zahlreichen Facetten qualitätsvoller Bau- und Planungsprozesse ist die Arbeit im Bestehenden und Alltäglichen die Herausforderung der Gegenwart und Zukunft. Jedoch scheint ein kollektives Werteverständnis ebenso wie Strategien und Werkzeuge für diese Aufgaben zu fehlen. Der Abschied vom Wachstumsparadigma fällt schwer. Von welchem Verständnis wird Baukultur im ländlichen Raum getragen? Welches Selbstverständnis prägt die Planer? Welche Chancen ergeben sich für die IBA Thüringen?

Wir freuen uns gemeinsam mit unserem Salon-Partner – der Architektenkammer Thüringen – auf Dr. Marta Doehler-Behzadi, Stadtplanerin und Leiterin des Referats Baukultur und Städtebaulicher Denkmalschutz im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und Muck Petzet, Architekt und Generalkommissar des deutschen Pavillons der 13. Architekturbiennale in Venedig.

In einem Podiumsgespräch werden Gertrudis Peters, Geschäftsführerin der Thüringer Architektenkammer und Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Geschäftsführer der IBA Thüringen mit den Impulsgebern des Abends die Faktoren einer zukünftigen, lebenswerten Umwelt diskutieren und Fragen zu den Akteuren, Strategien bzw. Potentialen angemessener Projekte und Prozesse in den vielfältigen und kleinteiligen Thüringer Realitäten aufwerfen. Diskutieren Sie mit uns und unseren Gästen zum Thema ‚UmbauKultur initiieren’. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Wir bitten um Anmeldung hier auf der Website!
Bitte beachten Sie, dass im Angermusuem nur eine begrenzte Anzahl von Sitzplätzen zur Verfügung steht und erscheinen Sie rechtzeitig.

Zum Bericht

Angermuseum Erfurt
Anger 18
99084 Erfurt
Germany
Rückblick
05. Dezember 2013 - 19:00

Energie im Überfluss aber zur falschen Zeit

Wir freuen uns für den zweiten IBA Salon am 05. Dezember 2013 gemeinsam mit unserem Salon-Partner - der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) - auf Prof. Dr. Hansjürg Leibundgut, ETH Zürich. Er wird in seinem Impulsvortrag die These ‚Energie im Überfluss aber zur falschen Zeit’ aufstellen.

Ist permanente Energieeinsparung der richtige Weg? Muss der Wärmebedarf von Gebäuden zwingend reduziert werden? Prof. Leibundgut wird in seinem Vortrag u.a. diese Fragen aufwerfen und anhand des von ihm entwickelten System ‚ZE-2sol’ in seinem Impulsvortrag alternative Energiespeicher- bzw. Energiegewinnungsmethoden vorstellen und das Publikum zum Nachdenken über Klimawandel, Erneuerbare Energieträger, CO2-Reduzierung und Suffizienz auffordern.

Im Anschluss suchen Prof. Dr. Lütke Daldrup (Geschäftsführer der IBA Thüringen) und Prof. Dr. Sell (Leiter der ThEGA) gemeinsam mit Prof. Dr. Leibundgut das Gespräch mit den Salon-Gästen.

Passend zum Thema findet der zweite IBA Salon im ehemaligen Umspannwerk in Jena, heute Imaginata e.V., statt. Als Umspannwerk ursprünglich für die Umverteilung verschiedener energetischer Spannungsebenen errichtet, ist das Gelände heute als Experimentarium den Energien der Zukunft gewidmet: Lernort, Labor, Denkmal, Science-Center und Galerie zugleich.

Zum Bericht

ehem. Umspannwerk/Imaginata e.V.
Löbstedter Straße 67
07749 Jena
Deutschland
Rückblick
23. Oktober 2013

Regionalität als Chance?

Am 23. Oktober 2013 startet die IBA Thüringen ihre Gesprächs- und Vortragsreihe ‚IBA Salon’. IBA Salons sind regelmäßig stattfindende Veranstaltungen mit wechselnden Gästen und Schwerpunkten an unterschiedlichen Thüringer Orten. Die IBA Salons richten sich an alle IBA Interessierten mit Lust zum Weiterdenken und der Suche nach Austausch und fachlicher Anregung. Die Veranstaltungsreihe wird kontinuierlich die aktuellen Themen und Erkenntnisse aus den Programm- und Projektprozessen der IBA Thüringen aufnehmen. Gemeinsam mit Partnern bittet die IBA Thüringen dabei mehrmals im Jahr junge Wilde und alte Vordenker, gestandene Macher und suchende Forscher, schöpferische Entwerfer und geistreich Fragende zum Dialog über die Zukunft.

Die IBA Salons beginnen jeweils um 19:00 Uhr und dauern ca. 1,5h. Über die Veranstaltungen wird im Anschluss auf der Website der IBA Thüringen berichtet.

Die ersten Veranstaltungen der IBA Salonreihe sind den Leitthemen der IBA Thüringen gewidmet; demografischer und soziokultureller Wandel, Energiewende und veränderte Finanzierungsbedingungen stellen in den kommenden Jahren die zentralen Herausforderungen für Thüringen dar. Das Zukunftslabor IBA Thüringen wird sie im IBA Salon diskursiv in den Blick nehmen.

1. IBA Salon

Zum ersten IBA Salon am 23. Oktober 2013 auf Schloss Ettersburg freuen wir uns gemeinsam mit unserem Salon-Partner Stiftung Schloss Ettersburg auf Prof. Dr. Klaus Töpfer. Er wird in seinem Impulsvortrag die Frage ‚Regionalität als Chance?’ beleuchten. Energiewende, alternde Gesellschaft, Bevölkerungsrückgang erfordern in vielen Bereichen den innovativen Umbau existierender Logiken, Standards und Systeme. In Thüringen treffen diese Transformationsprozesse auf ein flächendeckendes, kleinteiliges Siedlungsnetz mit ausgeprägten historischen, kulturellen wie naturräumlichen Eigenheiten und Qualitäten. Im Kontext eines deutlichen Bevölkerungsrückgangs stellt sich die Frage, inwieweit das Besinnen auf lokale und regionale Entitäten Zukunftsfähigkeit einlösen kann.

Im Anschluss suchen Prof. Lütke Daldrup, Geschäftsführer der IBA Thüringen und Eckart Drosse, Geschäftsführender Vorstand Stiftung Schloss Ettersburg gemeinsam mit Prof. Dr. Töpfer das Gespräch mit den Gästen.

Aufgrund begrenzter Plätze bitten wir um Anmeldung bis zum 16. Oktober 2013!

Zum Bericht

Schloss Ettersburg
Am Schloss
99439 Ettersburg
Deutschland
Artikel
Das war der IBA STADTLAND Sommer
02. Oktober 2015

Das war der IBA STADTLAND Sommer

Downloads 
"Wir wollen die Landschaft interessanter machen!" - Interview mit Knut Wold
23. September 2015

"Wir wollen die Landschaft interessanter machen!" -
Interview mit Knut Wold

Wann ist ein Projekt für Sie nachhaltig und erfolgreich?

In Norwegen ist der Tourismus nach der Ölproduktion und der Lachszucht die wichtigste Einnahmequelle. Mit dem niedrigen Ölpreis steigt sogar seine Bedeutung. Daher sind für den Erfolg einer Route die Anzahl der Besucher und deren Verweildauer wichtige Aspekte. Aus politischer Sicht ist der Tourismus auch der Ausgangspunkt für die Landschaftsrouten. Aber natürlich müssen die Architektur und Landschaftsarchitektur auch auf ein Niveau kommen, dass die internationalen Zeitschriften darüber berichten. Denn auch die Resonanz in den Medien ist ein Zeichen, dass unsere Projekte gelungen sind. Und vor allem, dass die Menschen zufrieden sind mit ihnen und unseren Eingriffen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Der IBA STADTLAND Sommer im Überblick
02. August 2015

Der IBA STADTLAND Sommer im Überblick

Downloads 
Baukultur machen!
26. Februar 2014

Baukultur machen!

Frau Dr. Doehler-Behzadi bekräftigte: „Zu wirklicher Baukultur gehören immer alle. Die zivilgesellschaftliche Komponente ist ganz entscheidend“.

Einig sind sich die Podiumsteilnehmer, dass auf dem Weg zum Baukulturland Thüringen neue Verfahrenswege erforderlich sind, und dass die IBA Thüringen als Laboratorium der Baukultur hier als Motor fungieren kann.

„Ich erwarte von der regional breit aufgestellten IBA Thüringen, dass sie eine IBA der Baukultur ist. Sie muss die richtigen Aufgaben erfassen und zum Trendsetter dieser Entwicklungen werden. Es muss ihr gelingen, mit den Beteiligten ein Milieu im Land herzustellen, das fruchtbar ist und etwas hervorbringt“, fasst Dr. Marta Doehler-Behzadi ihre Erwartungen an die IBA Thüringen zusammen. „Ich wünsche mir, dass man im IBA Präsentationsjahr vom Baukulturland Thüringen spricht und dass man es auch sehen kann. Ich verstehe die IBA als Katalysator, mit der Aufgabe, Baukultur exemplarisch umzusetzen“, so Marta Doehler-Behzadi weiter. Insbesondere im Bereich der Energiewende sehe sie Bedarf, da Baukultur dort noch nicht annähernd erfunden sei.  

Muck Petzet hingegen erwartet von der IBA Thüringen angemessene Lösungen. „Ich wünsche mir, dass die IBA Qualitäten herausholt, dass sie zeigt, wie sich diese Qualitäten weiterentwickeln können. Die Schönheiten des Alltags in versteckten Bereichen offenzulegen, halte ich für fundamental.“

„Bei der Diskussion über die Thüringer Ressourcen wird deutlich, dass Landschaften und Städte intelligent weiter genutzt werden können. Die IBA Thüringen kann dabei als Motor von Baukultur in Thüringen wirken. Das Thema Baukultur wird die IBA als Bindegewebe über die nächsten zehn Jahre begleiten“, zieht IBA Geschäftsführer Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup Bilanz des IBA Salons.

‚Sonne und Erdreich können unser Energieproblem lösen’
05. Dezember 2013

‚Sonne und Erdreich können unser Energieproblem lösen’

Auch Prof. Dr. Dieter Sell, Leiter der Thüringer Energie- und Green-Tech-Agentur (ThEGA) und Partner des zweiten IBA Salons, sieht Anwendungschancen des radikalen Systems: „Ich kann mir vorstellen, dass das System ‚ZE-2sol’ an bestimmten Orten in Thüringen funktioniert“.

Was für die thermischen Leistungen im Wohnungsbau höchst relevant ist, ist jedoch für industrielle Bereiche nicht anwendbar. Hier stößt das System an seine Grenzen. Wo Prof. Leibundgut keine Hindernisse sieht, ist der rechtliche Rahmen: „Auch wenn derzeit in Deutschland nur Tiefenbohrungen bis 80 Meter erlaubt sind – die IBA darf hoffentlich tiefer bohren. Das ist auch ein Grund, weshalb ich im Fachbeirat der IBA Thüringen bin. Es gibt nichts Schöneres als ein Instrument, bei dem es einen Experimental-Raum gibt“. 

Video zum IBA Salon

‚Ein Thüringer Modell schaffen’ - Erfolgreicher Start für IBA Salon mit Prof. Dr. Klaus Töpfer
24. Oktober 2013

‚Ein Thüringer Modell schaffen’ - Erfolgreicher Start für IBA Salon mit Prof. Dr. Klaus Töpfer

Prof. Töpfer nahm in seinem Vortrag vielfach Bezug auf die Thüringer Situation. Thüringen ist er seit der Wiedervereinigung verbunden. „Prof. Töpfer war Gründungsvorsitzender der Stiftung Schloss Ettersburg Gestaltung des demographischen Wandels“, führte Prof. Drosse, Vorsitzender der Stiftung Schloss Ettersburg aus. „Leute wie Professor Lütke Daldrup und Herr Drosse sprühen vor Ideen. Die IBA Thüringen eröffnet neue Chancen für Thüringen“, so Prof. Töpfer. Mit der IBA Thüringen können sie neue Maßstäbe setzen. Er wünsche sich für Thüringen, dass mit der IBA die Verzagtheit überwunden werde. Die IBA sei ein tolles Experimentierfeld und habe den Mut, Etabliertes zu hinterfragen und Neues zu wagen.

Eine wichtige Rolle im anschließenden Gespräch mit dem Publikum kamen Aspekten von Lebensqualität, Werten und regionalen Identitäten zu. Prof. Töpfer regte an, andere Lebensstile nicht nur zu propagieren, sondern zu probieren und zugleich den eigenen Lebensstil zu hinterfragen. Mehr Muße, Besinnung, Erholung und Freizeit könnten Ausdruck einer entspannten stadtlandschaftlichen Lebensweise sein, so Prof. Töpfer.

„Wir sind aufgefordert sind, das mit zu bedenken, was bisher nicht gedacht worden ist“, so Prof. Töpfer. Dafür steht die IBA Thüringen, der er für die kommenden zehn Jahren viel Erfolg und Glück wünschte.

Zum Veranstaltungsvideo