Greiz

Kalender

Internationale Nachbarn willkommen!
Was wäre, wenn die Welt nach Thüringen zieht?

14. September 2015 | 16 bis 18 Uhr | Zeulenroda-Triebes

Der Durchschnittsthüringer ist 47 Jahre alt und fast neun Jahre älter als sein Vorgänger 1990. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Auszubildenden in den letzten zehn Jahren nahezu halbiert. Zuwanderung ist ein zentrales Thema für die Zukunft von Thüringen. Gerade Vertreter von Unternehmen machen auf den Fachkräftemangel aufmerksam. Doch wie kann eine Willkommenskultur in Klein- und Mittelstädten gelingen? Welche Chancen, aber auch Probleme sind mit Zuwanderung verbunden; was ist eine interkulturelle Nachbarschaft und wie kann man sie gestalten? Wo muss man wie anpacken, damit Thüringen ein neues Zuhause für viele wird?    

Teilnehmer des öffentlichen Tischgesprächs:

  1. Dieter Weinlich, Bürgermeister Zeulenroda-Triebes
  2. Burkhardt Giermann, Mitgründer Initiative ‚Zeulenroda-Triebes für Alle. Die bunte Stadt mit Herz’, Zeulenroda-Triebes
  3. Julia Albani, Kuratorin, Kommunikationsagentur Bureau N, Berlin/Lissabon
  4. Guido Meincke, Vorstand Machbarschaft Borsig11 e.V., Dortmund
  5. Prof. Steffen Schuhmann, Kommunikationsdesigner, anschlaege.de, Berlin 

Die IBA STADTLAND Gespräche werden durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

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Viertes STADTLAND Gespräch in der Stadthalle Zeulenroda. 14. September 2015. Foto: Henry Sowinski
Stadthalle Zeulenroda
Am Puschkinpark 3
07937 Zeulenroda-Triebes
Deutschland

Workshop Campus Zeulenroda-Triebes

Workshop zur weiteren Qualifizierung des Kandidaten ‚150 Perspektiven: Campus Zeulenroda-Triebes’.

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Stadtmuseum Zeulenroda
Deutschland
Rückblick
05. März 2015

IBA on tour: Landkreis Greiz

Am 5. März 2015 ist sie im Landkreis Greiz zu Gast und stellt sich ab 18 Uhr im Balkensaal der Osterburg Weida dem Dialog vor Ort.
In Kooperation mit dem Landratsamt Greiz laden wir Sie hierzu herzlich ein und möchten mit Ihnen über folgende Fragen ins Gespräch kommen:

Was sind die Zukunftsfragen, mit denen sich die Internationale Bauausstellung Thüringen beschäftigt?
Welche innovativen Ansätze gibt es im Landkreis Greiz?
Was hat der Landkreis Greiz von der IBA Thüringen?

Begrüßung
Werner Beyer | Bürgermeister der Stadt Weida

Vorstellung der Internationalen Bauausstellung IBA Thüringen
Dr. Marta Doehler-Behzadi | Geschäftsführerin der IBA Thüringen

Öffentliche Diskussion mit
Dr. Marta Doehler-Behzadi | Geschäftsführerin der IBA Thüringen
Heinz Klügel | 1. Beigeordneter der Landrätin des Landkreises Greiz
Dieter Weinlich | Bürgermeister der Stadt Zeulenroda-Triebes
Gerd Grüner | Bürgermeister der Stadt Greiz
und dem Publikum

Moderation
Marian Riedel | MDR Thüringen

Eine Veranstaltung der IBA Thüringen in Kooperation mit dem Landratsamt Greiz.

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Balkensaal der Osterburg Weida
Schloßberg 14
07570 Weida
Deutschland
Artikel
Willkommenskultur gestalten und kommunizieren
06. Mai 2015

Willkommenskultur gestalten und kommunizieren

Ideen gegen Leerstand und Fachkräftemangel: die IBA unterwegs im Landkreis Greiz
01. April 2015

Ideen gegen Leerstand und Fachkräftemangel: die IBA unterwegs im Landkreis Greiz

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‚Greiz ist geil’. Fotos: Thomas Müller

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Talsperre bei Zeulenroda

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Dieter Weinlich, Bürgermeister der Stadt Zeulenroda-Triebes, erläutert Konzepte gegen den Fachkräftemangel

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Musterprojekt "Initiative Wohnstandort Innenstadt"

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Hanfaufschlussanlage Läwitz

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Rene Kolbe demonstriert die Reißfestigkeit der Hanffasern

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Atomuhr auf der Osterburg Weida

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Öffentliche Abschlussdiskussion im Balkensaal der Osterburg Weida mit (vl) Heinz Klügel, 1. Beigeordneter der Greizer Landrätin, Dieter Weinlich, Bürgermeister von Zeulenroda-Triebes, Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen, Dieter Obenauf, Greizer Stadtplaner und Moderator Marian Riedel.
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Läwitz: Schokolade aus Hanf, wirklich?

Hier wird ein Werkstoff für den Automobilbau verarbeitet. Ein Ausgangsmaterial für Karosserien, leicht wie Karbon und mit besseren Crash-Eigenschaften. Ein vielseitiges Öko-Material, das sich als Bau- und Dämmstoff verwenden lässt, als Lebensmittel, für Öle, selbst in eigenwilliger Schokolade: Hanf. Im "Hanfpavillon Läwitz" erklärt uns Rene Kolbe die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten des Naturproduktes. Die Vogtlandfaser GmbH betreibt hier eine der ersten Faseraufschlussanlagen Deutschlands, ein Verfahren, bei dem das getrocknete Hanfstroh zwischen Fasern und den holzigen Schäben getrennt wird.

Der Betrieb steht auf dem Gelände eines alten VEB Schweinezuchtbetriebes, der wegen veränderter Auflagen zum Trinkwasserschutz geschlossen werden musste und eine neue Nutzung brauchte. Die Betreiber entschieden sich für den Anbau von Hanf, der erst seit 1996 in Deutschland zugelassen ist. Entsprechend experimentell war die Anfangszeit. Anbau und Verarbeitung mussten erst erlernt werden, auch die Umstände, dass viele konventionelle Maschinen aus der Landwirtschaft bei Hanf versagen. Heute bestellt die Vogtlandfaser GmbH ca. 250 ha eigene Fläche für den Hanfanbau und kauft darüber hinaus weiteres Material zu, um die Faseraufschlussanlage auszulasten.

Der Betrieb ist ein Beispiel für den Wandel in der Landwirtschaft. Er produziert nicht für die allgemeine Lebensmittelwirtschaft, sondern dringt mit seinen technischen Naturmaterialien in eine spezielle Nische. Die Prozesse sind hoch spezialisiert, die Maschinen zumeist Sonderanfertigungen. Der Betrieb hat sich inzwischen erfolgreich etabliert und verfügt über einen festen Kundenstamm in der Automobilindustrie und der Bauwirtschaft. Die Zeit des Experimentierens sei aber noch nicht vorbei, erklärt Kolbe. Es gebe noch großen Spielraum bei der Optimierung der Produktion und bei der Überzeugungsarbeit der Kunden. Diese müssten sich erst noch an andere Standards und Toleranzen bei Naturmaterialien gewöhnen.

Weida: Eine neue Zeit

Was macht eine Atomuhr in einem mittelalterlichen Schloss? Sie kündigt die Zukunft an. So jedenfalls sieht man es in Weida. Hier steht seit fast 900 Jahren die Osterburg, der Stammsitz der Vögte, nach denen das Vogtland benannt ist. Eine stolze, gut erhaltene Anlage mit großer Vergangenheit – und fast keiner Gegenwart. Die Burg ist nahezu unbekannt, touristisch kaum erschlossen. Und sei doch größer und wichtiger gewesen als die beliebte Leuchtenburg, meint der Bürgermeister Werner Beyer. Ein großes Imageproblem, das ein finanzielles Problem nach sich zieht. Trotz der äußerlich vollständigen Sanierung liegen die laufenden Kosten bei 150.000 Euro im Jahr, viel Geld für die kleine Gemeinde mit unter 9000 Einwohnern. Und damit ist noch keine Nutzung bezahlt, die den Aufwand rechtfertigen und eine Zukunft weisen würde.

Da ist die Atomuhr der rechte Anlass, einen Weg für die Zukunft der Burg aus der jüngeren Geschichte zu finden.

Seit 1943 befand sich der Hauptsitz der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt für zehn Jahre in Weida. Daraus entwickelt die Stadt ein Nutzungskonzept für die Burg als Museum und Bildungsort. „Unter dem Motto ‚Kinder auf die Burg’ wollen wir Schüler aus Thüringen, aber auch Bayern und Sachsen spielerisch für Naturwissenschaften und Technik begeistern“, sagt Bettina Gunkel, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Weida. Ein eindrucksvolles Ausstellungsstück ist schon gefunden: die einzige Atomuhr der DDR, die unter abenteuerlichen Umständen wieder aufgefunden und in Betrieb gesetzt wurde.

Das Nutzungskonzept ist auf dem Weg, jetzt fehlen nur noch die Fördermittel von rund 5 Millionen Euro. Bis dahin - nicht untätig - findet schon mal die erste Ausstellung mit der Atomuhr statt, Titel: "Der Osterburg Zeit geben".